Chaos zum Ferienstart: Gastarbeiter sollen Arbeiterschwund am Flughafen beheben

Am Flughafen Düsseldorf haben sich die Befürchtungen am Wochenende bewahrheitet. Es kam wegen des Personalmangels zu massiven Problemen. Nun sollen Gastarbeiter die Lücke schließen.
Flughafen Düsseldorf - Teile des Sicherheitsbereichs geräumt
Foto: Federico Gambarini/dpa
Flughafen Düsseldorf - Teile des Sicherheitsbereichs geräumt
Foto: Federico Gambarini/dpa

Was bereits befürchtet worden war, wurde pünktlich zum Ferienbeginn Realität: Verspätungen und ausgefallene Flüge am Flughafen Düsseldorf. Gastarbeiter sollen die Personallücke jetzt schließen.

Der Flughafen selbst bedauerte die langen Wartezeiten seiner Gäste und entschuldigte sich. Zudem wurde Wasser an die Wartenden verteilt. Immerhin lief es an den Sicherheitskontrollen überraschend flüssig. Dafür kam es beim Gepäck so weit, dass die Feuerwehr einspringen musste.

Flughafen Düsseldorf: Massive Probleme beim Gepäck

Es liegt auf der Hand, dass am Düsseldorfer Flughafen etwas passieren muss. Und offensichtlich hat sich nun auch die Politik eingeschaltet. Wie Arbeitsminister Hubertus Heil von der SPD „Bild am Sonntag“ sagte, will die Bundesregierung die Personalnot an den deutschen Flughäfen mit Gastarbeitern aus dem Ausland auffangen. Nach Branchenangaben sind 2000 Arbeiter im Gespräch, die bestenfalls bereits im Juli anfangen und vorwiegend in der Gepäckabfertigung arbeiten sollen.

Die Pläne stoßen jedoch nicht überall auf Gegenliebe, stattdessen ist von Flickschusterei die Rede. Die Probleme würden damit nicht dort behoben, wo sie wirklich existieren: an den Sicherheitskontrollen. „Wenn jetzt woanders für Entlastung egsorgt wird, erhöht sich der Druck auf die ohnehin schon überlasteten Sicherheitskontrollen. Es muss eine gesamtheitliche Lösung geben“, fordert etwa Heiko Teggatz, Bundesvorsitzender der Deutschen Bundespolizeigewerkschaft, in der „Rheinischen Post“.

Zu Wochenanfang rechnen die Betreiber erneut mit Problemen im Sicherheitsbereich am Düsseldorfer Flughafen. So habe die Bundespolizei bei der zuständigen Sicherheitsfirma mehr Kräfte angefordert als am Samstag und Sonntag. Eine kurzfristige Entspannung ist also nicht in Sicht.

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