Bohrloch
Foto: I am a Stranger/Shutterstock.com (Symbolbild)

Ein zweijähriger Junge ist in Indien vier Tage lang in einem tiefen Bohrloch stecken geblieben. Er wurde am Dienstagmorgen tot geborgen, wie der Leiter des zuständigen Katastrophenschutzes der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Das Kleinkind habe in der Nähe seines Hauses im Bundesstaat Tamil Nadu mit Freunden gespielt, als es in das nicht mehr benutzte Wasser-Bohrloch gefallen sei. Das Kind sei zunächst in einer Tiefe von rund zehn Metern stecken geblieben und später auf eine Tiefe von 26 Metern in dem insgesamt etwa 180 Meter tiefen Loch gefallen.

Die Katastrophenschutzmitarbeiter hatten zunächst versucht, den Jungen mit einem Seil zu retten. Als dies nicht gelungen sei, hatten sie versucht, einen ein Meter breiten Tunnel neben dem Loch zu bohren.

In Indien fallen Kinder öfter in Bohrlöcher. Ab und zu überleben sie das. In Europa hatte im Januar der Fall des kleinen Julen in Spanien für Aufsehen gesorgt. Der Zweijährige wurde nach fast zwei Wochen tot geborgen. Das Schicksal des Kindes aus der südspanischen Provinz Málaga hatten Millionen Menschen mit großer Anteilnahme verfolgt.

Quelle: dpa