Foto: MG RTL D / Arya Shirazi
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Bastian Yotta polarisiert. Nicht nur mit seinem „Miracle Morning“-Ritual im Dschungelcamp, sondern auch mit seinem exzessiven Lebensstil. Aber wie verdient der angebliche Selfmade-Millionär eigentlich sein Geld – und wie kam er zu seinem Vermögen?

Erst am Montag erzählte Bastian Yotta seinem Dschungelcamp-Mitstreiter Felix van Deventer von seiner schwierigen Vergangenheit. Vor elf Jahren sei er trotz dreier Universitätsabschlüsse in Betriebswirtschaftslehre, Jura und Sport am Ende gewesen, komplett pleite. „Die pfänden deine Konten, die nehmen das Haus. Und dann: Wo schlafe ich denn jetzt?“, so Yotta, der am 4. Dezember 1976 in Landshut als Bastian Josef Gillmeier geboren wurde.

Vier Monate sei er auf der Straße gewesen und habe sogar daran gedacht, von einem Hochhaus zu springen. Dann aber hätte er den Wind gespürt, sich gefragt, wie ein perfektes Leben für ihn aussehen müsste und ein Lächeln im Gesicht gehabt. „Und mit einem Lächeln im Gesicht springst du nicht“, so sein Urteil. Es sei der Wendepunkt gewesen, noch ein Mal wollte er es probieren.

Was danach folgte, weiß niemand so genau, außer vermutlich er selbst. Fest steht, dass er im Dezember 2014 mit seiner damaligen Partnerin Maria Hering in die USA auswanderte und im Januar 2015 sein erstes Buch unter dem Titel „Mind Slimming: Die revolutionäre Methode zum Wunschgewicht“ erschien.

Darin erklärt Yotta, wie man seinen eigenen Körper mit gezielten Übungen so konditionieren könne, dass er im Schlaf beginnt, Fett zu verbrennen. Sein Versprechen: „Nur 15 Minuten am Tag bewegen, den Rest erledigt der Körper im Schlaf.“

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Im Oktober 2015 erklärte er dann in einem „stern„-Interview, wie er zu seinem Vermögen gekommen sein will. „Ich hatte eine tolle Idee, habe ein Konzept für eine künstliche Intelligenz entwickelt und ein großes Technikunternehmen aus den USA hat angebissen. Denen habe ich das für sehr viel Geld verkauft.“ Seitdem könne er prima von den Zinsen leben, dürfe aber aber auch nicht mehr verraten. „Man fürchtet sonst, die Konkurrenz könnte es kopieren wollen“, so Yotta.

Und heute? Heute verdient er sein Geld offenbar als Life Coach und mit Kosmetikgeräten. Auf seiner Webseite bietet er verschiedene Programme wie zum Beispiel „Super Ich“, „Super Body“ oder auch „Money Magnet“ an und bewirbt sie mit Sätzen wie „Was bringt dir ein super Körper und die Frau deiner Träume, wenn du keine Kohle hast, um sie angemessen auszuführen? Gar nichts, genau!“ Kostenpunkt je Programm: Etwa 115 bis 240 Euro.

Deutlich teurer wird es hingegen, wenn man sich für das „Yotta Bootcamp“ entscheidet. In dem Paket, das derzeit für 4500 Dollar statt 9900 Dollar angeboten wird, ist ein sechstägiges, persönliches Coaching in Los Angeles sowie der Flug und die Unterkunft in einem Hotel enthalten. Was euch dort erwarten würde, fasst Yotta in einem Video zusammen:

Youtube

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Zugleich ist Yotta auch Chef der „GlobalSkin Holding“, ein Unternehmen, das sich auf die Herstellung kosmetischer Systeme spezialisiert hat. Zu seinen Kunden gehören nach eigenen Angaben „zahlreiche Kosmetikinstitute, Fachärzte und dermatologische Kliniken, Beautyfarmen, SPAs, Wellness-Oasen und Fitnesscenter auf der ganzen Welt sowie die königliche arabische Familie und bekannte Hollywood-Schauspieler.“ So soll auch Salma Hayek auf das System von Yotta setzen, wie er stolz bei Instagram bekanntgab.

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Erst im Frühjahr 2018 erschien zudem mit „Die Yotta Bibel“ ein weiteres Buch des umtriebigen Unternehmers, in dem er von seiner „außerordentlich ungewöhnlichen Lebensgeschichte“ berichtet. Doch nicht nur das: „Er stellt auch die Tools vor, die er selbst angewandt hat, um von ganz unten nach ganz oben zu kommen, und gibt somit eine Anleitung, wie jeder es schaffen kann, seine Ängste zu überwinden und seine Träume zu leben“, heißt es in der Buchbeschreibung.

Zu guter Letzt wird Yotta auch mit seinen Fernsehshows „The fabulous Life of Yottas“ und „Die Yottas! Mit Vollgas durch Amerika“ (jeweils ProSieben) sowie seinen Teilnahmen an den RTL-Sendungen „Adam sucht Eva“ und dem Dschungelcamp mehrere tausend Euro verdient haben. Und sollte er den australischen Busch als Dschungelkönig verlassen, kämen weitere 100.000 Euro als Siegprämie hinzu.

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