Formel-2-Pilot Mick Schumacher
Foto: Hassan Ammar/AP/dpa

Der ehemalige Rennfahrer Ralf Schumacher erwartet seinen Neffen Mick Schumacher in der kommenden Saison in der Formel 1. Damit wäre der ruhmreiche Name Schumacher zurück in der „Königsklasse“ des Motorsports.

„Seine Lernkurve über das Jahr ist sehr vielversprechend. Dementsprechend kann ich mir nicht vorstellen, dass Mick nicht nächstes Jahr Formel 1 fahren wird“, schrieb Ralf Schuhmacher in einer Kolumne für den Pay-TV-Sender „Sky“. „Eins ist sicher: Er hat auf jeden Fall das Zeug dazu, im kommenden Jahr F1 zu fahren.“

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Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher ist derzeit Führender der Formel 2. Der 21-Jährige geht nun mit guten Titelaussichten in die letzten Saisonrennen der wichtigsten Nachwuchs-Rennserie.

„Er hat das Potential, Formel 1 zu fahren“

„Er war Vizemeister in der Formel 4. Die Formel 3 hat er gewonnen. Jetzt ist er gerade Führender der F2„, schrieb sein Onkel weiter. „Er hat über mehrere Jahre und Klassen hinweg Leistung gezeigt und bewiesen dass er zu den Besten gehört. Also ist auch klar, dass er das Potential hat, Formel 1 zu fahren.“

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Zuletzt durfte der kleine „Schumi“ schon einmal das Auto des Vaters steuern. Zum Jubiläums-Grand-Prix von Ferrari in Mugello. Die Ausfahrt im legendären Ferrari F2004 seines Vaters konnte Mick Schumacher nach der Eroberung der Gesamtführung in der Formel 2 dabei voll und ganz genießen.

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Der 21-Jährige durfte in dem Wagen, mit dem Michael Schumacher vor 16 Jahren seinen siebten und letzten WM-Titel geholt hatte, in Mugello für eine Spazierfahrt hinters Steuer. Der Youngster könnte bald schon selbst dauerhaft in einem aktuellen Auto der Motorsport-Königsklasse sitzen und sammelt dafür weiter fleißig Argumente. Sechs Rennen vor dem Ende liegt Schumacher aussichtsreich an der Spitze.

Große Gefühle im Ferrari von Vater Michael Schumacher

„Es war unglaublich, dieses Auto zu fahren. Es war so eine Emotion dabei“, sagte Schumacher im Ferrari-Overall. In Hockenheim hatte er schon einmal das Vergnügen in dem Fahrzeug. In Mugello sei es aber noch mal besonders, weil sein Vater dort unzählige Kilometer bei Testfahrten absolviert hatte und der Ort für die Familie eine große Bedeutung hat. „Es ist eine Ehre, das hier machen zu dürfen. Ich wäre gerne noch mehr Runden gefahren“, sagte Schumacher. „Dieses Auto hier in zweiter Generation zu fahren, ist sehr speziell.“

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Zuvor waren für den Nachwuchs-Rennfahrer in der Toskana nicht mal Podestplätze nötig, um in der Formel 2 ganz nach vorne zu kommen. Die Ränge fünf im Hauptrennen und vier im Sprint reichten nach Patzern der Konkurrenz, dass Schumacher mit 161 Punkten nun knapp vor dem Engländer Callum Ilott (153) liegt. Beide Piloten sind Mitglied des Nachwuchsprogramms der Scuderia Ferrari.

Der italienische Traditionsrennstall Ferrari feierte seine 1000. Teilnahme an einem Grand Prix der Formel 1. Deswegen durfte der junge Schumacher in dem historischen Wagen mit der Startnummer 1 für ein paar Runden auf die Strecke. „Das ist mein absolutes Lieblingsauto“, sagte der aktuelle Ferrari-Stammfahrer Sebastian Vettel, der aus nächster Nähe ganz genau beobachtete, wie Schumacher in das Auto einstieg. Er selbst habe versucht, genau so einen Wagen zu kaufen, doch dieser sei „viel zu teuer“ gewesen, gestand Autosammler Vettel, der Michael Schumacher immer als sein großes Vorbild nennt.

Bald wieder ein „Schumi“ in der Formel 1?

Dass bald wieder ein Schumacher in der Formel 1 fährt – dann vielleicht sogar gegen Vettel, der in der kommenden Saison nicht mehr für Ferrari, sondern für Aston Martin fahren wird – wird immer wahrscheinlicher. Schon jetzt gilt es als recht sicher, dass Schumacher Junior noch in diesem Jahr zum ersten Mal an einem Rennwochenende teilnehmen wird.

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Spekuliert wird über einen Einsatz im Freien Training bei den Ferrari-Kundenteams Haas oder Alfa Romeo. Einen konkreten Termin gibt es dafür bislang allerdings noch nicht. Der nächste logische Schritt wäre ein Cockpit als Stammfahrer. Der Gewinn der Meisterschaft ist das perfekte Argument, damit es vielleicht schon 2021 klappt.

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Und dann gibt es endlich wieder einen „Schumi“ in der Formel 1.

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Quelle: dpa