Mieten in Köln teurer als in Düsseldorf und Hamburg: Diese Analyse schockt die Domstadt

Nach einer Analyse vom Onlineportal "immowelt" müssen Single-Haushalte immer mehr Geld für die Kaltmiete ausgeben. Die Wohnbelastung läuft auch in Köln dem Einkommen davon.
Kölner Dom
Foto: Shutterstock/trabantos
Kölner Dom
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Eigentlich benötigt es keiner aufwendigen Zahlenspiele, um die Probleme der Bevölkerung greifbar zu machen: Viele Menschen kämpfen mittlerweile hart mit den immer weiter steigenden Preisen für Lebensmittel, aber vor allem auch Gas und Energie. Umso heftiger treffen viele Haushalte die teils unmenschlich hohen Mieten. Eine Analyse vom Onlineportal „immowelt“ zeigt, in welchen Städten die Mieten das Gehalt besonders stark drücken.

Als Berechnungsgrundlage für die Mietpreise in den deutschen Großstädten wurden die auf immowelt.de inserierten Angebote herangezogen. Die Mietpreise spiegeln den mittleren Wert der Angebotspreise für Wohnungen mit einer Fläche von 50 Quadratmetern bei Neuvermietung wider (Stand 1. Halbjahr 2022). Die Daten für die Bruttogehälter stammen von der Bundesagentur für Arbeit.

Mieten-Spitzenreiter bleibt München

Einsamer Spitzenreiter der Liste bleibt München mit einer mittleren Angebotsmiete von sagenhaften 1195 Euro für 50 Quadratmeter und brutalen 42 Prozent Anteil der Miete am Nettoeinkommen. Wenig später folgt Frankfurt, dann Berlin und Köln. Beachtenswert: Köln ist damit teurer als Hamburg! Immerhin belastet die Hansestadt einen Einpersonenhaushalt mit 28 Prozent genauso stark wie die Domstadt.

Stolze 100 Euro günstiger als in Köln wird es in Düsseldorf. Dennoch liegt auch hier der Anteil der Miete am Nettoeinkommen bei hohen 23 Prozent.

  • München: 1.195 Euro, 42 Prozent Anteil der Miete am Nettoeinkommen
  • Frankfurt am Main: 960 Euro, 34 Prozent Anteil der Miete am Nettoeinkommen
  • Berlin: 765 Euro, 33 Prozent Anteil der Miete am Nettoeinkommen
  • Köln: 700 Euro, 28 Prozent Anteil der Miete am Nettoeinkommen
  • Hamburg: 685 Euro, 28 Prozent Anteil der Miete am Nettoeinkommen
  • Düsseldorf: 600 Euro, 23 Prozent Anteil der Miete am Nettoeinkommen

Mieten im Ruhrgebiet im Vergleich ein Schnäppchen

Deutlich günstiger wird es (von der Domstadt aus gesehen), wenn man in Richtung Ruhrgebiet schaut. Viele Städte hier verbreiten in den aktuellen Zeiten regelrechte Schnäppchenstimmung. Darunter zum Beispiel Oberhausen, Duisburg oder Bottrop.

  • Bottrop: 375 Euro, 17 Prozent Anteil der Miete am Nettoeinkommen
  • Duisburg: 350 Euro, 15 Prozent Anteil der Miete am Nettoeinkommen
  • Oberhausen: 350 Euro, 16 Prozent Anteil der Miete am Nettoeinkommen

Insgesamt müssen Einpersonenhaushalte 23 von 80 Städten mindestens 25 Prozent vom Gehalt für die Kaltmiete ausgeben. Unter den teuren Städten sind dabei nicht nur die Metropolen: Auch in kleineren Städten mit eigenen Universitäten und Hochschulen müssen vor allem jüngere Leute tief in die Geldbörse greifen. Das ist ein harter Schlag für viele Menschen – und Entlastung ist erstmal nicht in Sicht.