Paradiesstrand in Düsseldorf verkommt zur Müllhalde: Fotos zeigen Ausmaß der Verdreckung

Eigentlich gilt der Paradiesstrand am Hafen in Düsseldorf als einer der schönsten Orte der Stadt. Jetzt verwandelt sich das Ufer immer mehr zur Müllhalde.

Dass der Paradiesstrand in Düsseldorf der perfekte Ort ist, um gemütlich mit Freunden im Sand zu sitzen und zum Feierabend ein paar kühle Getränke zu trinken, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch es halten sich dabei nicht alle an die guten Benimmregeln: Immer wieder wird der Müll einfach im Sand liegen gelassen, die nahen Bänke sehen teils aus wie nach einem durchzechten Festivalwochenende.

In der Vergangenheit gab es bereits einige größere Müllsammel-Aktionen in Düsseldorf und auch am Paradiesstrand. Dennoch scheint die Message dahinter bei einigen Mitbürgern noch immer nicht angekommen zu sein. Laut einem aktuellen Bericht der „Rheinischen Post“ kümmert sich aktuell vor allem ein einzelner Marokkaner um Düsseldorfs liebsten Sonnenplatz, der nur über die kleine Fußgängerbrücke im Medienhafen zu erreichen ist. Nach Verlassen der Brücke geht’s über Trampelpfade direkt an den Strand.

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Jamal Aine räumt hier jeden Tag – bewaffnet mit Müllsäcken und Greifarm – auf und ist darüber entsetzt, wie es teilweise nur einen Tag später wieder aussieht. „Wenn ich am nächsten Tag wieder da bin, sieht es genauso aus wie am Vortrag“, berichtet er im Interview. Wie es vor Ort genau ausschaut, zeigt aktuell auch das Clean-Up-Projekt „Plastic Extinction“ über die sozialen Medien. Zu sehen sind liegengebliebene Flaschen am Rheinufer, Plastikmüll und quer durch die Büsche am Ufer verteilte Picknickreste:

Hinter Plastic Extinction steht die Gerresheimerin Ricarda Redeker, die während ihrer Aufräumaktionen bereits im Quellenbusch für Ordnung sorgte – und ihre Vision dann bei Reisen ins Ausland von Italien über Griechenland bis in die Türkei fortführte. Im Interview mit der RP fasst die Aktivistin zusammen: „Wenn es jeder schafft, die verdammten fünf Meter zum Papierkorb zu gehen, um dort seinen eigenen Müll zu entsorgen, wäre schon viel erreicht.“

Bleibt zu hoffen, dass diese wichtige Message endlich beim Partyvolk am Rhein ankommt und die Stadt Düsseldorf vielleicht noch einige einfache Möglichkeiten findet, den Müll besser vor Ort zu sammeln und zu entsorgen. Denn: Vor Ort sind die Kapazitäten äußerst begrenzt – es empfiehlt sich, eine simple Mülltüte einzustecken. So könnte der Paradiesstrand auch wirklich paradiesisch bleiben und nicht zum Sündenfall verkommen.

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