NRW: Größte Airports kehren nach Warnstreiks zum Normalbetrieb zurück

Am Freitag war der Betrieb an NRWs größten Airports aufgrund eines ganztägigen Warnstreiks stark eingeschränkt. Hunderte Flüge fielen aus. Nun soll der Flugbetrieb wieder nach Plan laufen.
Der Flughafen Düsseldorf empfängt jährlich mehrere Millionen Passagiere. Foto: Malte Krudewig/dpa
Der Flughafen Düsseldorf empfängt jährlich mehrere Millionen Passagiere. Foto: Malte Krudewig/dpa

Es war ein bitterer Tag für Fluggäste: Am Freitag (17. März) fielen an den beiden größten Airports in NRW, Düsseldorf und Köln/Bonn, hunderte Flüge aus. Nun kehren die Flughäfen jedoch weitgehend zum Normalbetrieb zurück.

Der Flughafen Köln/Bonn erklärte, dass am Samstag (18. März) planmäßig 117 Passagierflüge auf dem Flugplan stünden und davon 3 streikbedingt ausfielen. Es könne über das Streikende hinaus noch zu Verzögerungen im Flugbetrieb kommen, erklärte ein Sprecher des Airports Köln/Bonn. Am Flughafen Düsseldorf werde der Flugbetrieb am Samstag normal laufen, sagte ein Sprecher.

Deshalb wurde an den Flughäfen in NRW gestreikt

Am Freitag waren an den beiden größten Airports insgesamt Hunderte Flüge ausgefallen. Die Gewerkschaft Verdi hatte Beschäftigte der Fluggastkontrolle, der Personal-, Waren- und Frachtkontrolle sowie des öffentlichen Dienstes zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. In Köln/Bonn sind nach Unternehmensangaben fast alle Passagierflüge gestrichen worden. Von den ursprünglich geplanten 148 Starts und Landungen konnten demnach 144 nicht stattfinden. Betroffen waren nach Angaben eines Sprechers rund 18 000 Reisende. In Düsseldorf fielen am Freitag zwei Drittel der Flüge aus. Hier kamen 264 von 391 geplanten Starts und Landungen nicht zustande, wie ein Sprecher erklärte.

>>“Mir gehen 3000 Euro durch die Lappen“: Flughafen-Taxifahrer schlagen wegen Streik Alarm<<

Verdi steht nach eigenen Angaben seit Jahren mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen in Verhandlungen, um die Zeitzuschläge für Nacht-, Samstags-, Sonntags- und Feiertagsarbeit zu erhöhen. Zudem solle eine bessere tarifliche Regelung zur Entlohnung von Überstunden für die Sicherheits- und Servicekräfte an Verkehrsflughäfen erreicht werden. In den Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes geht es um die Angestellten beim Bund und bei den Kommunen. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit ungefähr 2,5 Millionen Beschäftigten 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat.

dpa