Biber erobern Düsseldorf zurück: erste Sichtungen am Rhein

Unglaublich aber wahr: Der Biber kehrt zurück nach Düsseldorf! Während sich der Großteil der Stadt
Biber
Zwei Biber im Wasser: eine Mutter und ihr Jungtier (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com / Bparsons98
Zwei Biber im Wasser: eine Mutter und ihr Jungtier (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com / Bparsons98

Unglaublich aber wahr: Der Biber kehrt zurück nach Düsseldorf! Während sich der Großteil der Stadt über mangelnden (und bezahlbaren Wohnraum) beklagt, freuen sich die knuffigen Nagetiere über ihre neue Heimat an Baumstämmen in der Urdenbacher Kämpe. Hier sollen bereits einige Biber ihr Markenzeichen hinterlassen haben – deutliche Nagespuren des kräftigen Gebisses.  Wildtierkameras hielten sogar zwei Biber auf einem Foto fest, wie die Stadt nun berichtete.

Der Biber war etwa gegen 1830 im Rheinland ausgerottet worden und wurde seitdem in Düsseldorf nicht mehr in freier Wildbahn gesichtet. Zwar waren 2014 Fraßspuren eines Bibers entdeckt worden, zu einer Ansiedlung sei es damals aber nicht gekommen.

Jetzt ist man in der Stadtverwaltung optimistisch: Weil der Urdenbacher Altrhein großflächig renaturiert wurde, biete er inzwischen einen optimalen Lebensraum für den Biber. Die Stadt rief zur Rücksicht auf: Die Tiere dürften nicht gestört und nicht gefüttert werden.

Biber in Düsseldorf

Die Nachtaufnahme beweist es: Nach fast 200 Jahren besiedelt der Biber die Urdenbacher Kämpe wieder. Im vergangenen Sommer gelangen erste Sichtnachweise am Urdenbacher Altrhein. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Haus Bürgel/Norbert Hennecke

Das größte Nagetier Deutschlands: Biber lange Zeit für Fell und Fleisch bejagt

Der Biber (Castor fiber) kann 30 Kilogramm schwer werden und ist damit das größte Nagetier Deutschlands. Sein breiter Schwanz wird als Biber-Kelle bezeichnet. Biber bauen Dämme und Burgen in kleineren Gewässern. Durch das Aufstauen des Wassers schafft er sich seinen eigenen Lebensraum. Biber ernähren sich von Trieben, Knospen, Blättern, Gräsern, Kräutern, Rinden und Feldfrüchten.

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Wegen ihres dichten Fells und ihres Fleisches wurden sie so stark bejagt, dass sie fast ausgestorben waren. 1981 wurde der Biber in der Eifel durch Aussetzung von zwölf Tieren wieder angesiedelt. Es gibt seitdem größer werdende Populationen in der Eifel und am unteren Niederrhein. Auch im Sauerland wurde er unlängst gesichtet. Zuletzt war ihre Zahl in NRW auf mehr als 1000 beziffert worden.

dpa