Fortuna Düsseldorf gründet E-Sport-Abteilung – VBL-Teilnahme im November

Fortuna Düsseldorf baut eine E-Sport-Abteilung auf. Ende September finden Scouting-Turniere statt, ab November beginnt die neue VBL-Saison.
Fortuna Düsseldorf Fans
Foto: Federico Gambarini/dpa
Foto: Federico Gambarini/dpa

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL)  hat ihre Lizenzauflagen für die kommende Saison angepasst. Diese sehen vor, dass jeder Klub aus der ersten und der zweiten Bundesliga ein E-Sport-Team für die „Club Championship“ stellen oder eine Geldstrafe zahlen muss, sollte kein Team gestellt werden. Fortuna Düsseldorf gehörte noch zu den letzten verbliebenen Klubs, die bislang keine E-Sport-Mannschaften stellten. In der kommenden Saison aber wird auch die Fortuna ein Team bei der Virtual Bundesliga (VBL) stellen.

Der Hintergrund ist, dass die DFL schon 2012 eine Kooperation mit EA Sports eingegangen ist. EA Sports ist ein Teil des US-amerikanischen Videospielentwicklers Electronic Arts. Dieser veröffentlicht unter anderem jedes Jahr ein neues Spiel der beliebten FIFA-Reihe. Gemeinsam mit der DFL wurde nach Bekanntgabe der Kooperation die Virtual Bundesliga ins Leben gerufen, an der bislang 29 von 36 Vereine teilnahmen.

Neben der Fortuna sind unter anderem auch der FC Bayern München oder Borussia Dortmund nicht in der Virtual Bundesliga vertreten. Während der Rekordmeister auch weiterhin auf eine Teilnahme verzichtet und lieber die Strafe an die DFL zahlt, bewegt sich bei der Fortuna bereits einiges. Wobei angemerkt werden muss, dass der FC Bayern eine Kooperation mit „PES“-Entwickler Konami besitzt, die einem Engagement beim direkten Konkurrenten „EA Sports“ im Weg steht.

Fortuna goes E-Sport: Mitglieder sollen Ausrichtung mitbestimmen

Für die Fortuna aber gilt das nicht, weshalb es nun ein Umdenken am Rhein gegeben hat. Bei der „Rheinische Post“ erklärte Kommunikationsdirektor Kai Niemann: „Wir beschäftigen uns seit geraumer Zeit mit der Thematik E-Sports. Es ist stets unsere Aufgabe, abzuwägen, ob und – wenn ja – wie das Thema zu Fortuna Düsseldorf passt.“ So habe man sich durch die neuen Voraussetzungen nun für eine Teilnahme und den damit verbundenen Aufbau einer E-Sport-Abteilung entschlossen.

Dabei will der Verein weiter seinen „Fortuna-Weg“ gehen und hat die Mitglieder bei Befragungen zum Thema Esport mit ins Boot geholt. So kristallisierte sich folgender Weg im Bezug auf Gaming und Esport heraus:

  • Die Fortuna legt den Fokus auf das Thema Gaming. Das Engagement im eSports durch die Teilnahme an der Virtual Bundesliga stellt dabei einen Teilaspekt dar.
  • Im Vordergrund steht die Erstellung von authentischem Gaming-Content, mit dem sich die F95-Community identifizieren kann. Dabei sollen auch regelmäßig Spieler des Fortuna-Profikaders eingebunden werden.
  • Nicht-Gaming-Inhalte – beispielsweise Live-Partien der Frauen- und Mädchenteams, Talk-Formate oder „Rund um F95“ – werden nach wie vor einen festen und wichtigen Platz auf dem Twitch-Kanal des Vereins einnehmen.
  • Der Fortuna ist es wichtig, Gaming und eSports mit dem Thema Nachhaltigkeit zu verknüpfen. Informationen zu konkreten Aktionen folgen.
  • Die Fortuna möchte mit eSportlern aus der Region arbeiten, die im Idealfall einen engen Bezug zum Club haben.

Fortuna Düsseldorf in der VBL: Scouting-Turnier Ende September/Anfang Oktober

Ende September und Anfang Oktober veranstaltet die Fortuna schließlich Scouting-Turniere, um ihre VBL-Kader an Fortuna-Fans zu vergeben. Genauere Informationen und Terminierung will der Verein zeitnah bekanntgeben.

Das Esport-Team muss dabei aus mindestens drei, maximal fünf Spielern bestehen. Start der neuen Saison in der Virtual Bundesliga ist im November 2023.