Foto: AFP
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Niemand weiß aktuell, wie es Michael Schumacher geht. Der größte deutsche Formel-1-Pilot aller Zeit ist dennoch omni-präsent. Egal, ob bei den Motorsport-Fans oder bei den aktuellen Fahrern. So auch für den den viermaligen Champion Sebastian Vettel.

Für Vettel ist der Rekordweltmeister Schumacher der große Antrieb. Der 31 Jahre alte gebürtige Heppenheimer will wie sein großes Vorbild auch mit Ferrari den WM-Titel holen. „Ich sehe es so: Wenn ich wollte, könnte ich auch jetzt den Helm an den Nagel hängen. Und einfach tschüss sagen. Aber es gibt noch etwas, das in meinen Augen offen ist, das nicht fertig ist“, sagte Vettel in einem Interview der „Süddeutsche Zeitung“. „Ich wollte immer aufwachsen und Michael nacheifern. Er und das rote Auto waren meine Helden.“

Vettels Gedanke an Ferrari – wie Schumacher

In seinem Traum habe er selbst in dem Ferrari gesessen und sei zum Titel gefahren, erzählte Vettel. „Der Gedanke treibt mich noch immer an“, betonte der Hesse, der vor dem Heimrennen auf dem Hockenheimring an diesem Sonntag (15.10 Uhr/RTL) die WM-Wertung anführt.

Titelverteidiger Lewis Hamilton von Mercedes, ebenfalls viermaliger Weltmeister, belegt mit acht Punkten Rückstand den zweiten Platz. In der vergangenen Saison hatte der 33 Jahre alte Brite Vettel im WM-Duell auf den zweiten Rang der Gesamtwertung verwiesen.

Der Hesse wechselte zur Saison 2015 von Red Bull zu Ferrari, mit dem österreichischen Team hatte er 2010, 2011, 2012 und 2013 die WM gewonnen. „Den Wert der vier Titel habe ich erst so richtig begriffen, als die Jahre kamen, in denen es nicht so gut lief“, sagte Vettel. 2014 hatte er nur WM-Rang fünf belegt, im ersten Ferrari-Jahr wurde er Dritter, im zweiten Jahr Vierter.

Schumacher gewann nach seinem Wechsel als zweimaliger Weltmeister erst im fünften Ferrari-Jahr das nächste Mal den Titel. Vier weitere in Serie folgten. Rechnerisch kann Vettel den Rekord von sieben WM-Titeln bereits bis zum Ende seines Vertrags 2020 schaffen.

(Mit dpa-Material)