Köln: Außengastronomie auf der Aachener Straße droht das Aus

Die Aachener Straße im Kölner Zentrum wird umgestaltet. Fußgänger sollen mehr Raum erhalten. Leidtragend könnte die Gastronomie werden.

Die Aachener Straße in Köln ist zwischen dem Rudolfplatz und der Moltkestraße wahrscheinlich der beliebteste Treffpunkt, wenn es darum geht, gemeinsam etwas trinken oder essen zu gehen und dabei draußen zu sitzen. Doch die Außengastronomie auf der Aachener Straße ist in Gefahr.

Die Bezirksvertretungen der Stadt haben sich auf ein neues Konzept geeinigt: Da der Radweg vom Gehsteig auf die Straße verlegt wird und die Straße damit auch zur 30er Zone umgewandelt wird, soll der Gehweg nun komplett den Fußgängern übergeben werden. Dort aber haben auch die vielen Bars und Restaurants bislang ihre Außengastronomie aufgebaut.

Der Haken: Die Bezirksvertretung der Grünen hat beschlossen, dass der Gehweg, um auch Barrierefreiheit sicherzustellen, vier Meter breit sein soll – auch, weil das Fußgänger-Aufkommen immer mehr zugenommen habe. Was offensichtlich nicht bedacht wurde: Der gesamte Gehweg ist 4,50 Meter breit, es blieben also nur noch 50 Zentimeter für die Außengastronomie übrig.

Sondernutzungen bleiben bestehen

Daher machen sich nun viele Wirte, Betreiber und Gäste große Sorgen. Zunächst heißt es in einer Pressemitteilung, dass die bestehenden Regelungen in Form von Sondernutzungen nicht angerührt werden sollen. Doch dem Braten scheinen nicht alle zu trauen. So schreiben auf Instagram unter einem Beitrag des Kanals „koelnistkool“, der 230.000 Follower hat, gleich mehrere User, dass die vielen Fußgänger eben genau wegen der Außengastronomie dort sind.

 

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Eine andere Userin befürchtet, dass die Läden im schlimmsten Fall wegen der fehlenden Außengastronomie im kommenden Jahr dicht machen müssen. Wieder andere fragen: „Dass der Gehweg da mehr Platz braucht bezweifelt glaube ich niemand, aber gleich 4 Meter? ?“

Alles in allem bewegen sich fast alle Meinungen unter dem Post zwischen Unverständnis, der Befürchtung, dass die Gastronomie dann ein schnelles Ende finden wird, und schlichtem Schock. Es scheint, als bahne sich ein Streit an – über die Nutzung des Gehwegs und darüber, ab wie vielen Metern Barrierefreiheit für alle möglich ist.