Wer wird Millionär? WWM Kandidat Björn Freitag
Foto: Screenshot RTL

Die Quizsendung „Wer wird Millionär“ ist längst eine Institution im deutschen Fernsehen. Seit 1999 schon macht die Show mit Günther Jauch auf RTL schlaue Kandidaten zu Millionären. Doch manchmal kommt es anders. Ganz anders. So wie am Montagabend.

Jeder Kandidat, der schon einmal auf dem Stuhl der Show mit Günter Jauch saß, träumt natürlich davon, die Million zu gewinnen. Selbstverständlich schaffen das nur die wenigsten. In den über 20 Jahren der Ausstrahlung schafften es genau 10 Kandidaten in regulären Shows, drei Teilnehmer in Jubiläumsshows mit teils speziellen Regeln. Und drei Prominente in Spezialsendungen, aber dort geht es nicht so streng zu, da darf auch schon mal geholfen werden.

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Diesen Luxus hatte am Montagabend Kandidat Björn Freitag nicht. Der Pilot aus Bischofsheim legte eine regelrechte Bruchlandung im TV-Studio hin und scheiterte bereits an der 2000-Euro-Frage. Das kommt auch nicht alle Tage vor.

Dabei fing alles gut für den Piloten an. Er setzte sich gegen die anderen Kandidaten durch und landete auf Jauchs berühmten Rate-Stuhl. Der Anfang war gemacht. Doch dann ging es ganz schnell. Und zwar wieder nach Hause. Freitag hatte sich gerade vorgestellt: „Ich bin Pilot und fliege für eine große deutsche Charter-Fluggesellschaft. Ich fliege den Airbus 320 und A 321. Der klassische Mallorca-Flieger eben“, da war auch schon fast wieder Schluss für ihn.

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Bis zur 2000-Euro-Frage lief für ihn vor den Augen seiner Ehefrau im TV-Studio noch alles glatt. Doch dann schmierte der Pilot jäh ab und löste Entsetzen in den deutschen Wohnzimmern aus. Die Frage, die ihm erst Kopfzerbrechen bereitete, und an der er am Ende krachend scheiterte, war eigentlich harmlos: „Wobei handelt es sich um ein Verb?“ Die vier Antwortmöglichkeiten:

  • gelben
  • braunen
  • grünen
  • roten

Klingt machbar. Doch Freitag verpatzte die vermeintlich einfache Frage. Und offenbarte dabei ein paar peinliche Wissenslücken. Vielleicht war die Nervosität auch schuld. Jedenfalls wirkte er direkt verunsichert: „Ein Verb … Das ist ein Tu-Wort, so habe ich das damals in der Schule gelernt“, fasste er messerscharf im besten „Matthias-Mangiapane-Style“ zusammen.

Doch es wurde noch weitaus schlimmer. „Braunen, braunen, das müsste es eigentlich sein, oder? Wenn etwas zu lange im Ofen ist, dann kann man es braunen“, mutmaßte der überforderte Kandidat im Scheinwerferlicht. Er fragte Jauch, doch der sah es partout nicht ein, bei dieser Gewinnstufe schon mit einem kleinen Tipp zu helfen. Also legte sich Freitag fest: „Doch, das ist Lösung B, braunen!“

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Eine fatale Entscheidung. Moderator Jauch zeigte sich bei der Auflösung bestürzt, sagte: „Da braunt sich was zusammen, würde ich sagen … Was soll denn ‚braunen‘? Man kennt ‚bräunen‘, aber was soll denn ‚braunen‘ sein? Es grünt so grün …“ – da fiel es dem Kandidaten plötzlich wie Schuppen von den Augen: „Nein! Ach Du liebes bisschen!“ Doch es war zu spät, die Blamage längst perfekt: „Jetzt hätte ich beinahe gesagt: Was für ein Absturz! Es ist natürlich das Verb grünen! Zum Beispiel bei ‚Oh Tannenbaum‘: Er grünt nicht nur zur Sommerzeit … Na ja, immerhin hat es für 500 Euro gereicht.“

Der Kandidat war sichtlich geschockt: „Da stand ich irgendwie auf dem Schlauch. Das ist ja blöd. Sehr ärgerlich. Damit habe ich nicht gerechnet und muss jetzt wohl die Konsequenzen tragen.“

Freitag war nicht der erste Kandidat, der auf dem Stuhl von Jauch überraschend versagte und er wird auch nicht der letzte gewesen sein, der im TV-Studio einer Quiz-Show einen Blackout erleidet. Schon bei der nächsten Sendung wird sein Fauxpas vergessen sein, doch das wird ihn jetzt auch nicht trösten. Genauso wenig wie die gewonnenen 500 Euro.