Günther Jauch WWM Wer wird Millionär?
Foto: Jörg Carstensen/dpa

Seit über 20 Jahren führt Günther Jauch durch „Wer wird Millionär?“ und in dieser Zeit hat sich die Show Kultstatus im deutschen Fernsehen erarbeitet. Wir sagen euch, wann ihr „WWM“ schauen könnt und wie die Sendung funktioniert, blicken aber auch auf die besten Momente zurück.

Am 3. September fiel der erste Vorhang für „Wer wird Millionär?“, seitdem hat Günther Jauch schon weit über 1000 Folgen moderiert. Die Erfolgsgeschichte der Quizshow ist natürlich eng mit der ihres Moderators verbunden. Auch über zwei Jahrzehnte nach dem Start von „WWM“ schalten regelmäßig vier bis fünf Millionen Menschen ein.

Wie ist das Konzept von „Wer wird Millionär?“

Das Gute an „Wer wird Millionär?“: Bereits im Show-Titel wird eigentlich klar, worum es geht. Es geht um eine Million Euro, die die Kandidaten durch das richtige Beantworten von 15 Fragen gewinnen können.

Dabei werden die Fragen – im Gegensatz zu anderen Quiz-Formaten Deutschlands – nicht in spezielle Kategorien unterteilt, aus denen die Kandidaten wählen können. Von der ersten bis zur letzten Frage können jegliche Themengebiete abgefragt werden. Dabei gibt es pro Frage vier Auswahlmöglichkeiten, aus denen der Kandidat wählen kann.

Es gibt kein Zeitlimit, auch wenn Moderator Jauch natürlich irgendwann darum bemüht ist, den Kandidaten zu einer Antwort zu bewegen. Allerdings gehört auch zur Show, dass Jauch die Kandidaten im direkten Austausch – Kandidat und Moderator sitzen sich Face-to-Face gegenüber – etwas zu verunsichern oder sie auf die richtige Fährte zu bringen versucht.

Die Kandidaten sind aber bei der Sendung nicht auf sich alleine gestellt – und auch nicht von Jauchs Hinweisen abhängig. Stattdessen gibt es auch Joker, auf die die Kandidaten auf ihrem Weg setzen können.

Vor der ersten Frage müssen sich die Teilnehmer entscheiden, ob sie die „Risikovariante“ oder eine die mit mehr Sicherheit wählen wollen. Davon hängt an, ob ihnen drei oder vier Joker zur Verfügung stehen.

In der Risikovariante erhalten sie noch einen „Zusatzjoker“, der erst im Laufe der Jahre eingeführt wurde. Dabei kann sich der Kandidat für eine Frage Hilfe von einer Person aus dem Publikum holen.

Dafür büßt er aber eine Sicherheitsstufe bei 16.000 Euro ein. Das heißt: Ursprünglich war es so, dass ein Kandidat, sobald er die 500-Euro-Frage und im späteren Verlauf die 16.000-Euro-Frage richtig beantwortet, diese Summe sicher hat.

Nimmt ein Kandidat die „Sicherheitsvariante“ und beantwortet die 32.000-Euro-Frage falsch, fällt er „nur“ auf 16.000 Euro zurück. Bei der „Risikovariante“ würde er aber – aufgrund der fehlenden Sicherheitsstufe – auf 500 Euro fallen.

Ausgewählt werden die Kandidaten durch eine Auswahlfrage. In einem Halbkreis um Jauch und die beiden Stühle von Kandidat und Moderator sitzen Teilnehmer. Sie bekommen eine Frage gestellt und müssen diese möglichst schnell beantworten. Die Person, die die Frage am schnellsten beantwortet, kommt durch zu Jauch.

Die Anzahl der Kandidaten hat sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert. Aktuell (Stand: Oktober 2020) streiten sich acht Kandidaten darum, auf den heißen Stuhl in der Mitte zu kommen.

Gelingt es einem Kandidat aber, alle 15 Fragen richtig zu beantworten, gewinnt er den Hauptgewinn. Mit Ausnahme von einigen Spezial-Folgen, bei denen es um andere Gewinnsummen geht, ist das eine Million Euro.

Das sind die Gewinnstufen bei „Wer wird Millionär?“

  • 1. Frage: 50 Euro
  • 2. Frage: 100 Euro
  • 3. Frage: 200 Euro
  • 4. Frage: 300 Euro
  • 5. Frage: 500 Euro (Sicherheitsstufe 1)
  • 6. Frage: 1000 Euro
  • 7. Frage: 2000 Euro
  • 8. Frage: 4000 Euro
  • 9. Frage: 8000 Euro
  • 10. Frage: 16.000 Euro (Sicherheitsstufe 2 – bei Variante mit drei Jokern)
  • 11. Frage: 32.000 Euro
  • 12. Frage: 64.000 Euro
  • 13. Frage: 125.000 Euro
  • 14. Frage. 500.000 Euro
  • 15. Frage: 1 Million Euro (Millionärsfrage) 

>> „Wer wird Millionär?“: Pilot blamiert sich bei 2000-Euro-Frage <<

Das sind die Joker bei „Wer wird Millionär?“

Zu den Konstanten von „Wer wird Millionär?“ zählen neben dem Moderator und der Gewinnleiter auch die Joker. Denn drei der vier Joker gibt es noch in ihrer ursprünglichen Form. Einzig der „Zusatzjoker“, den es in der „Risikovariante“ gibt, wurde erst später – genauer gesagt im Herbst 2007 dazu genommen.

Fifty-Fifty-Joker

Am Anfang dürfte der Name dieses Jokers bei dem ein oder anderen noch zu Kopfkratzen geführt haben, inzwischen ist er aber fester Bestandteil der deutschen Sprache und sogar im Duden aufgeführt.

Das Prinzip beim „Fifty-Fifty-Joker“, so die offizielle Schreibweise im Duden, oder auch „50:50-Joker“, ist ziemlich simpel. Der Joker lässt zwei der drei falschen Antwortmöglichkeiten verschwinden.

Nachdem der Kandidat diesen Joker gezogen hat, hat er also nur noch die richtige und eine falsche Antwortmöglichkeit vor sich. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass er auf die richtige Antwort kommt, von 25 Prozent auf 50 Prozent.

Publikumsjoker

Bei diesem Joker bittet der Kandidat das komplette Publikum um Hilfe. Für jeden Zuschauer, der im Publikum Platz nimmt, gibt es auf seinem Platz ein Abstimmungsgerät, bei dem es die Auswahl zwischen den Buchstaben „A“, „B“, „C“ oder „D“ gibt.

Die Zuschauer haben, nachdem der Joker gezogen wurde, einige Sekunden Zeit, um zu tippen, welche Antwortmöglichkeit sie für die richtige Halten. Danach wird in Form eines Balkendiagramms angezeigt, welche Möglichkeit wie viele Prozent der Votings erhalten haben.

Allerdings ist der Kandidat nicht verpflichtet, die Antwortmöglichkeit mit den meisten Stimmen zu wählen. Es steht demjenigen auch frei, entweder weitere Joker zu nehmen – oder, auch wenn das nur in den seltensten Fällen passiert, sich für eine andere Antwort zu entscheiden.

Telefonjoker

Dann gibt es noch den dritten Joker, den es schon seit Beginn von „Wer wird Millionär?“ gibt. Es handelt sich um den „Telefonjoker“. Der Kandidat gibt im Vorfeld seiner Teilnahme drei Personen an, die als potentielle „Telefonjoker“ in Frage kommen.

Zieht der Kandidat dann den Joker, kann er eine dieser Personen anrufen. Nach einer kurzen Vorstellung per Telefon von Jauch haben Joker und Kandidat dann 30 Sekunden, um sich zu der Frage auszutauschen.

Dazu läuft nebenbei die gesamte Zeit ein Countdown – wenn dieser heruntergelaufen ist, wird das Gespräch ohne Ankündigung beendet. Auch der „Telefonjoker“ gibt nur einen Ratschlag ab – es gibt also keine Pflicht für den Kandidaten, auch die präferierte Antwort zu nehmen.

Zusatzjoker

Der „Zusatzjoker“ wurde im Herbst 2007 eingeführt. Damit verbunden war die zweite Möglichkeit, mit vier Jokern zu spielen – dafür aber die Sicherheitsstufe bei 16.000 Euro aufzugeben.

Er vermischt in gewisser Weise zwei andere Joker – den „Publikumsjoker“ und den „Telefonjoker“. Denn der Aufbau des Jokers erinnert ziemlich an den „Telefonjoker“ – man bekommt die Möglichkeit, sich mit einer Person über die Frage auszutauschen. Diese sitzt allerdings nicht am Telefon, sondern im Publikum.

Die Zuschauer im Publikum haben, nachdem der Joker eingeloggt wird, die Möglichkeit, aufzustehen und somit zu erkennen zu geben, dass sie die Frage beantworten wollen. Aus allen Zuschauern, die aufgestanden sind, kann sich der Kandidat dann für einen entscheiden.

Es gibt beim Austausch von Joker und Kandidat in diesem Fall aber kein Zeitlimit. Wieder ist der Kandidat aber nicht verpflichtet, die Antwort des Jokers auch einzuloggen. Entscheidet er sich aber für diese und sie ist auch richtig, erhält die Person aus dem Publikum 500 Euro.

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Ehemalige Sonderjoker

Im Zuge der Corona-Pandemie mussten einige Folgen von „Wer wird Millionär?“ ohne Publikum aufgezeichnet werden. Dadurch waren die beiden Joker, bei denen das Publikum mit einbezogen werden, hinfällig.

Als Ersatz für den „Publikumsjoker“ und den „Zusatzjoker“ wurden in diesem Zeitraum der „Begleitperson-Joker“ und der „Millionärsjoker“ eingeführt. Die Begleitperson, die die Kandidaten immer mitnehmen können, durfte auch in diesem Zeitraum mitreisen.

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Mit ihr konnte sich der Kandidat ohne Zeitlimit austauschen, dieser Joker ersetzte den „Publikumsjoker“. Der „Zusatzjoker“ wurde durch den „Millionärsjoker“ ersetzt, ihn gab es also in der „Risikovariante“.

Dabei saßen die drei letzten Millionäre aus der Show, Leon Windscheid, Jan Stroh und Ronald Tenholte, im Publikum. Der Kandidat konnte sich aussuchen, mit welchem der Millionäre er sich austauschen will – dann konnten sie sich gegenseitig beraten.

Wo wird „Wer wird Millionär?“ aufgezeichnet?

Die Ausgaben von „Wer wird Millionär?“ werden in einem TV-Studio der Produktionsfirma Endemol in Hürth in unmittelbarer Nähe zu Köln aufgezeichnet. Seit 2000 werden dort „WWM“ aufgezeichnet, die ersten 35 Folgen wurden noch in den Niederlanden produziert.

In der Sommerpause 2012 wurden umfangreiche Veränderungen am Studio vorgenommen, das seitdem in einem neuen Gewand erstrahlt. Nach über 20 Jahren Show-Geschichte gab es 2020 wegen der Corona-Pandemie die ersten Folgen ohne Studiopublikum.

Für diejenigen, die sich gerne mal ins Publikum setzen würden, gibt es schlechte Nachrichten. Die Wartezeit beträgt zwischen viereinhalb und fünf Jahren. In eine Warteliste könnt ihr euch hier eintragen.

Ist „Wer wird Millionär?“ live?

Nein! Die Sendungen von „Wer wird Millionär“ werden im Voraus aufgezeichnet. Die Aufzeichnungen finden dabei für gewöhnlich an Montagen statt, drei Folgen werden an einem Produktionstag aufgenommen.

Natürlich versuchen Produktionsfirma und Sender möglichst nicht zu verraten, wie viel Zeit zwischen Aufzeichnung und der Ausstrahlung liegt. Hin und wieder haben sich aber Kandidaten aber zum Beispiel verplappert, die Folgen sind meist zwischen ein und vier Wochen nach Aufzeichnung zu sehen.

Spätestens durch die Corona-Pandemie wird den meisten Zuschauern aufgefallen ein, dass die Folgen nicht live sind. Denn im März 2020 wurden noch Folgen mit Publikum ausgestrahlt, als bereits öffentliche Veranstaltungen untersagt waren. Einen Monat später wurden dann die ersten Folgen unter Corona-Bedingungen gesendet.

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Das ist „Wer wird Millionär?“-Moderator Günther Jauch

Als „Wer wird Millionär?“ 1999 auf Sendung ging, war Günther Jauch natürlich schon ein bekannter Name in der deutschen TV-Landschaft. Erst ein Jahr zuvor erhielt er für die gemeinsame Berichterstattung mit Marcel Reif vom „Torfall“-Spiel zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund in der Champions League den „Bayerischen Fernsehpreis“.

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Zu dem Zeitpunkt hatte er bereits „Das aktuelle Sportstudio“, „stern TV“ und die Jahresrückblicke im ZDF moderiert. Dennoch ist „WWM“ wahrscheinlich die Show, mit der Jauch am ehesten in Verbindung gebracht wird.

Denn durch seine Art des Umgangs mit den Kandidaten – sie teilweise zu verunsichern, ihnen mal zu helfen oder einfach nur Small-Talk zu betreiben – wurde „WWM“ nicht eine klassische Quizshow, in der es um richtige Antworten und Geldgewinne geht, sondern eine Unterhaltungsshow.

Das dürfte auch ein Grund dafür sein, dass die Quoten, auch über 20 Jahre nach der ersten Ausstrahlung, noch hoch sind und die Sendung zu den erfolgreichsten bei RTL zählt. Bisher fand noch keine „WWM“-Folge ohne Jauch statt.

>> Hättet ihr gewusst, was Günther Jauch früher beruflich gemacht hat? <<

Als Jauch, der 1956 in Münster geboren wurde, die erste Folge von „Wer wird Millionär?“ moderierte, war er bereits 43 Jahre alt. 2011 wechselte Jauch zur ARD, um dort seine eigene Talkshow aufzunehmen. Dafür verließ er unter anderem auch „stern TV“ – bei „Wer wird Millionär?“ blieb er aber. Nach vier Jahren verließ Jauch das Öffentlich-Rechtliche 2015 wieder.

Wie sieht der „Wer wird Millionär?“-Vertrag von Günther Jauch aus?

Natürlich sind Vertragsdetails auch im Falle eines der bekanntesten TV-Moderators Deutschlands privat und darüber herrscht Verschwiegenheit. Allerdings hat Jauch 2018 in einem Interview mit „Bild“ einige Einblicke gegeben.

So habe es laut Jauch in den über 20 Jahren, die es „WWM“ mittlerweile gibt, noch keinen schriftlichen Vertrag auf Papier gegeben. Alles sei bisher per Handschlag und über ein Vertrauensverhältnis zwischen RTL und Jauch geregelt worden.

„Wenn ich das rich­tig im Kopf habe, be­kom­me ich seit mehr als ein­ein­halb Jahr­zehn­ten immer noch das­sel­be. Seit­dem haben wir nicht mehr dar­über geredet. Müs­sen wir aus mei­ner Sicht auch nicht“, sagte Jauch zudem zu seiner Gage für „WWM“.

Wie viele Millionäre gab es bei „Wer wird Millionär?“ schon?

In der Geschichte von „Wer wird Millionär?“ gab es bisher 16 Personen, die den Hauptgewinn gewonnen haben (Stand: Oktober 2020). Davon gab es drei Gewinner in der Promi-Ausgabe.

Den Auftakt machte aber Eckhard Freise, ein inzwischen pensionierter Universitätsprofessor aus Erfurt, der Geschichte an der Universität in Wuppertal lehrte. Er gewann in der 62. Folge am 2. Dezember 2000 damals noch eine Million Mark. Neben Freise gab es noch eine zweite Millionärin vor der Währungsreform – Marlene Grabherr im Mai 2001.

Als erster Prominenter holte Oliver Pocher im 16. „Promi-Special“ am 30. Mai 2008 die Million, nur sechs Monate später machte es ihm Thomas Gottschalk im darauffolgenden Special nach. Die dritte Prominente war Barbara Schönberger 2011.

Den kürzesten Abstand zwischen zwei Gewinnern des Hauptpreises gab es 2015 – zwischen Nadja Sidikjar (13. November) und Leon Windscheid (7. Dezember) lagen nur dreieinhalb Wochen. Sidikjar ist dabei die einzige „Millionärin“, die mehr als eine Million Euro gewann. Beim zweiten „Jackpot-Special“ gewann sie 1.538.450 Euro.

Der bisher letzte Hauptgewinner bei „Wer wird Millionär“ war Ronald Tenholte, der am 24. März 2020 eine Million Euro mit einer Frage über Europaletten gewann. Welche Frage er da beantworten musste, zeigen wir euch hier:

>> Wer wird Millionär: Ronald Tenholte ist Zehnter WWM-Millionär – dank Europaletten <<

Das sind alle Spieler, die bei „Wer wird Millionär?“ eine Million oder mehr gewonnen haben:

  1. Eckhard Freise (2. Dezember 2000 – noch D-Mark)
  2. Marlene Grabherr (20. Mai 2001 – noch D-Mark)
  3. Gerhard Krammer (18. Oktober 2002)
  4. Maria Wienströer (29. März 2004)
  5. Stefan Lang (9. Oktober 2006)
  6. Timur Hahn (8. Januar 2007)
  7. Oliver Pocher (30. Mai 2008 – Promi-Special)
  8. Thomas Gottschalk (20. November 2008 – Promi-Special)
  9. Ralf Schnoor (26. November 2010)
  10. Barbara Schöneberger (30. Mai 2011 – Promi-Special)
  11. Sebastian Langrock (11. März 2013)
  12. Thorsten Fischer (17. Oktober 2014)
  13. Nadja Sidikjar (13. November 2015 – gewann 1.538.450 Euro im Jackpot-Special)
  14. Leon Windscheid (7. Dezember 2015)
  15. Jan Stroh (2. September 2019)
  16. Ronald Tenholte (24. März 2020)

>> So zockte sich Jan Stroh bei „Wer wird Millionär?“ zur Million <<

Die „Promi-Specials“ bei „Wer wird Millionär?“

Im Laufe der Geschichte von „Wer wird Millionär?“ hat es schon über 40 „Prominenten-Specials“ gegeben. Dabei gibt es schon seit 2000 jedes Jahr eine Ausgabe im Rahmen des „RTL Spendenmarathon“, der jeweils im November ausgerichtet wird.

Die Anzahl der Prominenten, die bei jeder Ausgabe antreten, variiert dabei. Meistens treten Einzelpersonen an, hin und wieder gibt es aber auch Duos wie etwa bei Uwe Ochsenknecht und seinem Sohn Wilson Gonzales oder Lena Gercke und Guido Maria Kretschmer.

>> „Wer wird Millionär“: So viel gewannen die Stars beim WWM-Prominenten-Special <<

Wie wir oben schon gezeigt haben, hat es in diesen Ausgaben drei Millionäre gegeben – Oliver Pocher, Thomas Gottschalk und Barbara Schöneberger ist das Kunststück bisher gelungen.

Alles, was von den Promis erspielt wird, wird dabei gespendet. Im Rahmen der „Spendenmarathon“-Ausgaben gehen die Gelder in den Topf für das Event – sonst können sich die Promis einen guten Zweck aussuchen.

>> „Wer wird Millionär?“: Waldemar Hartmann blamiert sich schon wieder mit einer Fußball-Frage <<

Mit sieben Teilnahmen ist Anke Engelke unangefochtene Spitzenreiterin, wenn es um Auftritte bei „Promi-Specials“ geht (Stand: Oktober 2020). Richard David Precht hat übrigens als einziger Prominenter an einem Special teilgenommen, nachdem er als „Normalo“ zuvor in einer Sendung saß. Allerdings schaffte er es 2003 in der regulären Ausgabe nicht auf den Stuhl in die Mitte, scheiterte stattdessen noch in der Auswahlrunde.

>> „WWM-Prominenten-Special“: Anke Engelke vertraut Millionärsjoker und stürzt ab <<

Im Oktober 2020 waren einige Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft dabei und nahmen auf dem Ratestuhl Platz. Hier zeigen wir euch, wie viel Geld sie erspielen konnten.

Was sind die Specials bei „Wer wird Millionär?“

Nachdem über viele Jahre die „Promi-Specials“ für den guten Zweck die einzigen Sonderausgaben von „Wer wird Millionär?“ waren, gab es im Laufe der Jahre immer mehr besondere Ausgaben.

Zunächst beließen es die Verantwortlichen von „WWM“ bei Jubiläen wie etwa zur 500. Folge und zum zehnjährigen Jubiläum. Dann wurden aber unter anderem das „Familien-Special“ (ab 2006 – ganze Familien durften antreten) und das „Blind Date“-Special (2008 und 2009 – zwei Singles spielten zusammen) eingeführt.

>> Kandidat geht auf die Knie: Heiratsantrag bei „Wer wird Millionär?“ <<

Gerade zwischen 2013 und 2018 probierte der Sender dann viel herum. Zur höchsten Gewinnsumme in der „WWM“-Historie kam es etwa in einem „Jackpot-Special“, bei dem der Wert der Fragen summiert wurde und der Kandidat mit dem meisten Geld im Jackpot am Ende der Sendung diesen gewann.

Zudem gab es etwa „Überraschungs-Specials“, bei denen Zuschauer aus dem Publikum für sie unerwartet zu Kandidaten wurden; ein „Zwillings-Special“, ein „Abi-Special“ mit Abiturienten aus dem Jahrgang 2018 oder ein „Muttertags-Special“, bei dem nur Mütter antraten.

Wann läuft „Wer wird Millionär?“

Im Laufe der Jahre hat „Wer wird Millionär?“ immer wieder die Sendetermine geändert. Einst waren die Folgen besonders am Freitagabend zu sehen, das ist aber nur noch in Ausnahmen der Fall.

Inzwischen sind die Wochentage, an denen „WWM“ läuft, zumeist der Montag oder seit einigen Monaten auch der Dienstag. Zweiteres hängt damit zusammen, dass „WWM“ mit „The Masked Singer“, dem Erfolgsformat von ProSieben ins Duell gehen will:

>> RTL verschiebt „Wer wird Millionär“ auf Dienstag – TV-Duell gegen „The Masked Singer“ <<

Eine Ausnahme bildet dabei die Sonderausgabe zum „RTL-Spendenmarathon“, der stets am Donnerstagnachmittag beginnt. Da gibt es die Folge dann donnerstags. An der Uhrzeit ist aber eigentlich nicht zu rütteln, die Ausgaben beginnen stets um 20.15 Uhr.

„Wer wird Millionär?“ gehört zu den Quizformaten in Deutschland, das sich nur wenige längere Pausen gönnt. Manchmal kann es sein, dass andere Serien oder auch Live-Fußball Vorrang haben.

Die einzig große Pause im Jahreskalender ist aber die Sommerpause, die zumeist zwei bis drei Monate dauert. Der August und häufig auch schon der Juli sind dabei „WWM“-freie Zeit.

Während sich „Wer wird Millionär?“ in den vergangenen Jahrzehnten den Status als beliebteste Quizshow im deutschen Fernsehen erarbeitet hat, gibt es gerade im Ersten einen regelrechten Quiz-Boom. Das liegt unter anderem auch an „Wer weiß denn sowas?“ und „Gefragt – gejagt“.