Moderatorin Caroline Flack
Foto: Matt Crossick/PA Wire/dpa

Britische Boulevardmedien haben nach dem Selbstmord der „Love Island“-Präsentatorin Caroline Flack negative Artikel über sie von ihren Online-Auftritten entfernt. So verfuhr am Sonntag beispielsweise die „Sun“.

Die 40-jährige wurde am Samstag tot in ihrer Londoner Wohnung aufgefunden, teilte ein Anwalt der Familie mit. Sie präsentierte die Realityshow von 2015 bis 2019; sie trat zurück, nachdem sie eines tätlichen Angriffs auf ihren Freund Lewis Burton beschuldigt wurde. Ein Prozess deswegen sollte im März beginnen.

Flack hatte die Beschuldigung zurückgewiesen, derentwegen sie eine negative Berichterstattung bekam und auf sozialen Medien getrollt wurde. Ihr wurde jeder Kontakt mit Burton verboten, was der 27-Jährige nicht wollte. Burton hatte auch erklärt, dass er nicht wolle, dass die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt.

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Er drückte mit einer Nachricht auf Instagram seine Trauer aus und schrieb: „Ich verspreche, ich werde all die Fragen stellen, die du wolltest, und ich werde all die Antworten bekommen. Nichts wird dich zurückbringen, aber ich werde versuchen, dich jeden Tag stolz zu machen.“

Bis sie ins Kreuzfeuer der britischen Boulevardmedien geriet, war Flack im Fernsehen äußerst erfolgreich. Neben der – umstrittenen – Realityshow „Love Island“ präsentierte sie auch populäre ITV-Sendungen wie „I’m A Celebrity … Get Me Out of Here!“ und „The X-Factor“ sowie 2014 „Strictly Come Dancing“ der BBC. 2009 soll Caroline Flack eine Liaison mit dem britischen Prinzen Harry gehabt haben.

Der Talent-Agent Jonathan Shalit sagte im BBC-Radio, Flack habe wegen ihres bevorstehenden Prozesses eine „negativere Presse als ein Terrorist oder Pädophiler“ bekommen.

Hinweis: Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter http://www.telefonseelsorge.de 

Quelle: dpa