Leopard The Masked Singer Willi Weber/ProSieben/dpa
Foto: Willi Weber/ProSieben/dpa

Am Dienstag steht bei „The Masked Singer“ das Finale an. Die vierte Staffel steuert auf den Höhepunkt zu – oder etwa doch nicht?  Im Gegensatz zu anderen Gesangsshows zieht „The Masked Singer“ die Spannung nämlich weniger aus der Verkündung des Siegers als aus der Überraschung, welcher Promi sich unter der Maske verbirgt. Allerdings ist das bei den verbliebenen Kandidaten bereits vor dem Finale klar – schade!

Dass Thomas Anders unter der Schildkröte steckt, liegt schon lange auf der Hand. Mittlerweile dürften davon auch die letzten Zweifler überzeugt sein. Bereits seit der ersten Folge belegt Anders Platz eins im Zuschauer-Voting. Das Rateteam hingegen ignorierte Anders wochenlang und machte sich damit unglaubwürdig. In Folge 3 war es dann Steven Gätjen, der das Schweigen brach und dafür von den Zuschauern gefeiert wurde.

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Mittlerweile haben auch die ständigen Rateteam-Mitglieder Rea Garvey und Ruth Moschner den Namen Thomas Anders mal erwähnt, streuen aber auch weiterhin andere Theorien – womöglich um Spannung zu erzeugen, die nicht mehr erzeugt werden kann. So warf Moschner im Halbfinale den Namen Roland Kaiser in den Ring. Ob hier wirklich noch Zuschauer zum wilden Rätselraten, ob es sich doch um Kaiser statt Anders handeln könnte, animiert werden, darf bezweifelt werden.

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Auch beim Flamingo hat sich mittlerweile herauskristallisiert, wer unter der Maske steckt: Ross Antony. Wir haben keine Insider-Infos und können euch das nicht zu 100 Prozent versichern, aber es spricht alles dafür. Im Halbfinale hielten sich Garvey und Moschner an dieser Stelle bedeckt, stattdessen erwähnte Rategast Katrin Bauerfeind den Dschungelcamp-Sieger von 2008. Die Zuschauer schwankten anfangs noch zwischen Antony und Conchita Wurst, doch mittlerweile ist die von Thomas Neuwirth verkörperte Kunstfigur aus dem Rennen. 72,7 Prozent, die in der ProSieben-App auf Antony tippen, sprechen eine deutliche Sprache.

Auch dass es sich beim Dinosaurier um Sänger Sasha handelt, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Um diesen Tipp kam im Halbfinale selbst Garvey, der privat eng mit Sasha befreundet ist, nicht herum; die Zuschauer sind sich ohnehin seit Wochen sicher, dass hier „Dick Brave“ performt. Lediglich Ruth Moschner will das noch nicht so ganz wahrhaben und wähnt Opernsänger Rolando Villazon unter dem Kostüm. An dieser Stelle sei die Frage erlaubt: Glaubt sie das wirklich?

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Fehlt noch der Leopard, das einzige von einer Frau verkörperte Kostüm. Hier dauerte es vergleichsweise lange, bis sich abzeichnete, dass es sich nur um Cassandra Steen handeln kann. Zwar lag die frühere “Glashaus”-Sängerin bereits in der zweiten Folge beim Zuschauer-Voting vorne, wurde allerdings zwischenzeitlich von Joana Zimmer abgelöst. Weil der Leopard immer im Sitzen auftrat, kam das Gerücht auf, dass es sich um eine blinde Sängerin handeln könnte und so wurde Zimmer auf Platz eins des Votings gespült. Seit der Leopard dann in der vierten Folge den Sitzstreik beendete, ist klar, dass es sich um Steen handeln muss. Neben der Stimme spricht nämlich eindeutig die Größe des Leopards für die 1,87 Meter große Sängerin.

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Auf all diejenigen, die sich intensiv mit “The Masked Singer” auseinandersetzen, wird im Finale also keine große Überraschung mehr warten. Vorwerfen kann man das ProSieben freilich nicht. Im Gegenteil: der Sender kündigte im Vorfeld an, das Raten schwerer zu machen und zeigte sich in diesem Vorhaben sehr bemüht. Vor allem die Indizien waren in dieser Staffel unbrauchbar und dienten eher als Zeitfüller denn als sachdienliche Hinweise. 

Und so gab es für den Zuschauer doch die ein oder andere Überraschung: neben Katrin Müller-Hohenstein (als Schwein) zum Auftakt hatte auch Henning Baum (als Quokka) oder die in Folge vier enthüllte Judith Rakers (als Küken) niemand auf dem Zettel.

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Warum das Finale dennoch interessant werden könnte

Spannung verspricht das Finale vielmehr aus einem anderen Grund: Im Gegensatz zu den vorherigen Staffel gibt es keinen klaren Favoriten. Während sich der Astronaut (Staffel 1), das Faultier (Staffel 2) und das Skelett (Staffel 3) bereits frühzeitig als Zuschauer-Lieblinge abzeichneten, ist in der aktuellen Runde die Ausgangslage vor dem Finale offener denn je.

Schildkröte, Dinosaurier, Flamingo und Leopard sind allesamt gesanglich stark, einen wirklichen Ausreißer gibt es nicht. Auch bei ihrer Performance nehmen sie sich nicht viel. So wird es zumindest hinsichtlich der Frage nach dem Nachfolger von Sarah Lombardi und dem großen Sieger der vierten Staffel noch ein wenig interessant. 

Grundsätzlich aber gilt vor dem Finale: Die Luft ist raus.