Tatort
Foto: Martin Valentin Menke/WDR/Bavaria Fiction GmbH/ARD/dpa

Ein unheimlicher Kapuzen-Täter verfolgt eine Krankenschwester auf dem Weg zu ihrer Nachtschicht – und tötet sie auf dem Parkhausdeck der Klinik mit mehreren Messerstichen. Ein Fall für die Kölner „Tatort“-Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär). Das Erste zeigt die Folge „Der Reiz des Bösen“ am Sonntag, 19. September, um 20.15 Uhr.

Zuerst scheint die Sache für die Ermittler relativ klar, und ein Verdächtiger ist schnell gefunden. Denn das Opfer, Susanne Elvan (Neshe Demir), war erst seit kurzem verheiratet. Ihr Mann Tarek (Sahin Eryilmaz) ist ein verurteilter Gewaltverbrecher, den sie während seiner Zeit im Knast über eine Brieffreundschaft kennen- und liebengelernt hatte. Erst kurz vor der Tat war Tarek aus der Haft entlassen worden und hat seine Wutausbrüche offenbar nach wie vor nicht richtig im Griff.

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Doch als Assistent Jütte (Roland Riebeling) auf den Tatort-Fotos sieht, dass der Leiche ein Gürtel über die Augen gebunden wurde, bekommt der Fall eine neue Dimension: Denn Jütte ist überzeugt, dass er das Tatmuster kennt und derselbe Mörder schon einmal zugeschlagen hat. Ist ein Serientäter am Werk?

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„Tatort: Der Reiz des Bösen“: Wenn Frauen Gewalttäter lieben

Im Gefängnis bereitet sich derweil Häftling Basso Sommer (Torben Liebrecht) auf seine Entlassung vor. „Draußen“ wartet seine Freundin Ines (Picco von Groote) auf ihn, die er ebenfalls durch eine Brieffreundschaft kennt und bei der er nun einziehen will. Ines‘ achtjähriger Sohn Lenny soll aber nicht erfahren, dass Basso wegen einer Gewalttat hinter Gittern saß.

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Die Drehbuchautoren Arne Nolting und Jan Martin Scharf haben in „Der Reiz des Bösen» die sogenannte Hybristophilie in den Mittelpunkt gestellt – das schwer verständliche Phänomen, dass manche Frauen sich von brutalen Verbrechern erotisch angezogen fühlen. „Wir waren fasziniert von der Tatsache, dass die schlimmsten Gewaltverbrecher zum Teil Wäschekörbe voll Liebesbriefe bekommen und wollten wissen, wie das weitergeht, wenn diese Männer nach ihrer Strafe dann zu den Frauen ziehen“, sagte Scharf laut Pressemappe. Auch für die Kommissare Ballauf und Schenk tut sich bei ihren Ermittlungen eine fremde Welt auf. Das Verhalten der Frauen können sie nicht nachvollziehen.

Assistent Jütte, bisher eher als transusig und arbeitsfaul bekannt, macht in dieser Folge eine Wandlung durch: Plötzlich entwickelt er einen ungeahnten Ehrgeiz und treibt die Ermittlungen entscheidend voran. Gut drei Jahren nach seinem Einstieg ins Kölner „Tatort“-Team erfahren seine Kollegen wie auch die Zuschauer nun erstmals mehr über seine Vergangenheit. Und auf einmal nennt Schenk ihn nicht mehr „Jütte“, sondern „Norbert“. „Das stand so nicht im Drehbuch und gehört zu den klassischen ‚Work in Progress‘-Momenten, die unsere Arbeit bereithält“, sagt Schauspieler Bär.

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Quelle: dpa