TV-Moderatorin Motsi Mabuse
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Seit vielen Jahren gehört Motsi Mabuse zu den bekanntesten Gesichtern der deutschen Ausgabe von „Let’s Dance“, zur kommenden Staffel wird sie auch in der Jury der britischen Version der Tanzshow sitzen. Nun hagelt es Kritik.

Wie die britischen Tageszeitung „Daily Mirror“ berichtet, sind die Gemüter wegen der Ernennung erhitzt. Louie Spence, ein englischer Tänzer, hat es dabei auf die Spitze getrieben: Er bezeichnete sie als „Niemand“ und brachte auch die Hautfarbe der 38-Jährige ins Spiel.

In Bezug auf die Entscheidung der TV-Produzenten von „Strictly come Dancing“ sagt der 50-Jährige: „Sie haben sich für eine dunkelhäutige Person entschieden, um zu zeigen, dass sie für Vielfalt stehen. Sie wollen einfach nur alles abdecken.“

Seine Einschätzung begründet der Tänzer, der einst am Londoner West End tätig war, so: „Verschiedene Sachen müssen sie einfach nur abhaken können – die Box für Schwule, die für Lesben, die für Schwarze und die für Asiaten.“

Spences Botschaft ist klar: „Entscheidet euch doch einfach für die richtigen Leute!“. Klare Worte vom Tänzer, der stattdessen lieber Anton du Beke in der Jury von „Strictly Come Dancing“ gesehen hätte. Du Beke ist seit 2004 Teil der Sendung, war in allen bisherigen 16 Staffeln als Profi-Tänzer aktiv.

Die BBC hat sich gegen die Vorwürfe gewehrt, die Aussagen von Spence seien „falsch und beleidigend“ und bezeichnet Mabuse als „beste Kandidatin für den Job“. Die Südafrikanerin war in zwei „Let’s Dance“-Staffeln als Profi-Tänzerin aktiv, 2007 mit Guildo Horn und 2010 mit dem ehemaligen „Germany’s Next Topmodel“-Juror Rolf Scheider. Seit 2011 sitzt die 38-Jährige in der Jury.