So dreist wurden die Zuschauer bei „Dancing on Ice“ aufs Glatteis geführt

Es sollte ein schöner Start in die zweite Staffel werden. Stattdessen erntete Sat.1 den Ärger der Zuschauer über das neue Dancing on Ice-Konzept.
Dancing on Ice Jenny Elvers
Foto: Henning Kaiser/dpa

Es sollte ein schöner Start in die zweite Staffel werden. Doch stattdessen ernteten die Macher von „Dancing On Ice“ nur den Ärger ihrer Zuschauer über das neue Konzept.

Am Freitagabend startete auf SAT.1 die zweite Staffel von „Dancing on Ice“. Zehn Prominente hatten sich wochenlang auf die erste Folge vorbereitet, die live im TV ausgestrahlt wurde. Oder doch nicht?

Erste Zweifel daran kamen auf, als nach rund eineinhalb Stunden gerade einmal Peer Kusmagk und Nadine Klein dem Publikum und der Jury ihre Fähigkeiten auf dem Eis präsentiert hatten. 30 Minuten vor Ende der Show hatten fünf Paare noch nicht getanzt – zum Unmut der Zuschauer vor den Bildschirmen.

Und das war nur der Anfang eines umfangreichen Shitstorms:

Statt des Eislaufens gab es ellenlange Einspieler mit Vorstellungen und Rückblick auf die harte Trainingszeit. Der Höhepunkt war ein von Daniel Boschmann und Marlene Lufen moderiertes Kennenlernspiel.

So, wie Violingi dachten wohl viele…

https://twitter.com/sandra2519691/status/1195454756313010176

Erst kurz vor Ende der über drei Stunden dauernden Show wurde das neue Konzept vorgestellt. Anders als noch im Vorjahr tanzen am Freitag diesmal nur fünf Paare vor, der Rest folgt am Sonntag.

Das Paradoxe: Während der gesamten Übertragung saßen alle zehn Paare in ihren Outfits und mit umgeschnallten Schlittschuhen hinter der Bühne. Einige Fans, die ausschließlich ihre Lieblinge hatten sehen wollen, gingen also leer aus.

Noch peinlicher war allerdings die Reaktion des TV-Senders auf die kritischen Zuschauer-Stimmen. Auf Twitter verteidigte sich SAT.1 mit dem Hinweis, dass zwei Shows zum Auftakt angekündigt gewesen seien. Das fragwürdige Argumentation wird allerdings noch getoppt mit der Anrede „Hase“.

Etwas drüber oder wie würdet ihr reagieren, wenn ihr von einem TV-Sender als „Hase“ angesprochen würdet?

Zumindest die neuen Regeln treffen bei den Zuschauern auf wenig Verständnis. Denn: Man kann bereits für alle zehn Promis anrufen – auch für die, die erst am Sonntag an der Reihe sind.

Und in Peer Kusmagk gibt es bereits einen Teilnehmer im sogenannten „Skate Off“, bei dem die zwei schwächsten Paare noch einmal gegeneinander antreten und ums Weiterkommen kämpfen.

Wir sind sehr gespannt, ob SAT.1 sich damit einen Gefallen getan hat. Die Einschaltquoten am Sonntag werden es zeigen.