Willi Herren Elena Miras Das Sommerhaus der Stars Kampf der Promipaare
Elenas Temperament geht mit ihr durch und Willi bekommt das zu spüren. Foto: TV Now

Im Sommerhaus der Stars bricht der Psychoterror aus. Es wird viel geraucht und wenig Rücksicht genommen. Alle Höhepunkte der sechsten Folge, in der die Masken fallen, gibt es in unserer Zusammenfassung:

Spiele des Tages: Die Spiele werden immer wichtiger, denn bei einem Sieg ist der Schutz bei den Nominierungen kurz vor dem Halbfinale erheblich wichtiger, als in den Runden zuvor. Entsprechend ehrgeizig gehen die Paare ans Werk.

Spiel eins heißt „Es liegt mir auf der Zunge“. Die Duos müssen gemeinsam Gegenstände ablecken und so erraten, was sie nicht sehen. Es läuft für alle ganz gut und am Ende setzen sich Jasmin und Willi durch. Sein Triumph-Spruch: „Die flinkeste Zunge aus Köln.“

Elena Miras Mike Heiter Das Sommerhaus der Stars Kampf der Promipaare
Elena und Mike beim Spiel „Das liegt mir auf der Zunge“ . Foto: TV Now

Einer hatte keinen Spaß. Johannes überstimmte bei einem Gegenstand seine Partnerin, mit wenig Erfolg. Er hätte es lassen sollen, dann hätte er gewonnen – siehe „Idiot des Tages“!

In Spiel zwei („Abhängen“) droht den Damen der Sturz in eine stinkende Matschgrube, wenn ihre Männer allgemeine Fragen nicht richtig beantworten. Dem ungewünschten Bad entkommt einzig Steffi, weil ihr Roland die Nerven behält und die wenigsten falschen Antworten gibt. Der selbstbewusste Favorit Johannes beweist hingegen einige Wissenslücken und stürzt seine Freundin Yeliz in den Dreck.

Elena Miras Das Sommerhaus der Stars Kampf der Promipaare
Elena hat die Schnauze gestrichen voll. Foto: TV Now

Aufreger des Tages: Elena ist in ihrem Element. Nachdem Willi und Jasmin Spiel eins für sich entschieden haben und bei den Nominierungen somit geschützt sind, gibt es wenig Freude, sondern viele Tränen. Elena hat hart gerechnet und festgestellt, dass sie sich wahrscheinlich von ihrer Freundin Yeliz trennen muss.

Die Temperamentvolle stürzt mit ihrer Freundin kreischend ins Schlafzimmer, heult, meckert und lästert gewaltig. Und als ob die frühere Love-Island-Kandidatin noch nicht ausreichend in Rage wäre, stellt Dauer-Katalisator Roland noch die naive Frage, warum denn nach Willis und Jasmins Sieg geweint und nicht anständig gratuliert wird?

Dass Roland das Problem nicht erkennt und mal höflich nachfragt, ist für Elena zu viel. Sie dreht einmal mehr durch. Sie schreit: „Warum ich weine? Da hast du was gegen? Wie krass du bist! Dürfen wir nicht weinen? Was geht hier ab? Was denkt ihr, wer ihr seid? Ich weine, wann ich will und wenn es mir passt!“ Rums, und zum Abschluss gibt es noch den Stinkefinger.

Held des Tages: Wer hätte das gedacht? Mike kann noch besser ausrasten als seine Freundin Elena. Dass die 27-Jährige ihr Temperament niemals zügelt, ist erwiesen. Mindestens wöchentlich fragt sie ihren Schatz: „Wie dumm bist du eigentlich?“

Nach dem Ausscheiden beim Spiel „Abhängen“ dreht diesmal allerdings der Muskelprotz verbal vollkommen auf. „Alles Missgeburten, Alter! Was für Hurensohn-Fragen wir kriegen.“ Und er tritt dabei um sich und verprügelt mit der bloßen Faust einen Wassercontainer. Reife Leistung! „Ich fick‘ diese Missgeburten-Sendung. … ich fick‘ alles hier, Alter! Ist mir scheißegal!

Ohne Scheiß: Da kann Elena mit ihren Ausrastern zumindest diesmal nicht mithalten.

Idiot des Tages: Mit „des Tages“ kommen wir da ganz sicher nicht hin! „Der liebe Gott will doch, dass die Yeliz glücklich ist“, meint Johannes Haller, als seine Partnerin losheult. Damit setzt der Mann mit den fein gekämmten Haaren und den göttlichen Wahrnehmungen seiner Sommerhaus-Karriere die Krone auf. Er beschwört tatsächlich den Herrn im Himmel und gibt sich allwissend. Leider bekommt er dafür keine 50.000-Euro-Sieg-Prämie, sondern sein Leben lang Hohn und Spott. Und ob der 31-Jährige nach Bachelor in Paradise und eben diesem Sommerhaus noch Zukunft in der deutschen TV-Landschaft hat, darf bezweifelt werden.

Als er mit seinen überirdischen Hinweisen keine Besserung bei Yeliz bewirkt, holt er zum Rundumschlag gegen die Mitbewohner aus. „Für uns wäre das ein Niedergang, wenn das echte Menschen wären, auf die man was geben müsste. Das sind doch Menschen, die sind einfach feige und müssen die stärksten rauswählen. Das sind Menschen, die hätten früher im Mittelalter ihren Feinden Gift gegeben. Das sind Menschen, die sind einfach nur schwach und feige.“

Auch nach dem Spiel „Das liegt mir auf der Zunge“ fehlt Johannes Rückgrat, als er beim entscheidenden Gegenstand seiner Yeliz über den Mund fährt, und statt der von Yeliz mehrfach empfohlenen richtigen Antwort „Würfel“ die Schwachsinns-Antwort „Tierfüße“ gibt. Der Patzer bringt ihm den Ärger von Yeliz ein. Damit kann Johannes aber nichts anfangen.

„Du bist mir doch nicht böse“, fragt er winselnd. Um dann nochmal clever nachzufragen: „Bist mir nicht böse?“ Eine Antwort bekommt er nicht und so geht er zum peinlichen Gegenangriff über. „Da darf man nicht auf den Partner sauer sein. Willst du mir das jetzt nachtragen“, meint der Ehrgeizling. Seiner Ansicht nach kann es ja nicht sein, dass er jetzt Schuld am Ausscheiden hat. Doch Yeliz bleibt hart und meint bloß: „Wenn wir deshalb rausfliegen…“ Johannes schwingt seine letzte Keule: „Dann hoffe ich, dass wir rausfliegen.“

Schlusspunkt der Hallerschen Charakter-Offenbarung: Als er in Spiel zwei bei einer Frage mit Unwissenheit glänzt, ist das natürlich auch nicht seine Schuld. „Fickt euch“, sendet er an die Sommerhaus-Macher.

Willi Herren Johannes Haller Das Sommerhaus der Stars Kampf der Promipaare
Bei Willi (l.) und Johannes kracht es gewaltig. Foto: TV Now

Streit des Tages: Streit ist weit untertrieben. Erste Handgreiflichkeiten zwischen Willi und Johannes werden gerade noch abgewendet. Was war passiert? In der einst besten „Freundschaft“ des Sommerhauses fordert der listige, aber in der Ausführung dümmliche Johannes tatsächlich die Aufgabe von Willi und Jasmin ein, um sein eigenes Ausscheiden abzuwenden. Oder man müsse selbst die lieb gewonnene Elena und ihren Mike nominieren. Johannes formuliert es als letzte Überlebens-Chance für seine gebrochene Partnerin Yeliz, die noch nie etwas gewonnen hätte, nicht einmal ein Plüschtier auf einer Kirmes.

Doch der ausgeschlafene Willi riecht den Braten und nach einigen vermeintlichen Treueschwüren in der Nacht lassen die Konkurrenten am Tag darauf die Masken fallen. Während Johannes noch schläft, intrigiert der Schlager-Sänger im gesamten Haus und schildert die dunklen Gedanken des falschen Johannes. Als dieser auf den Beinen ist, kommt es zum Eklat, denn dieser ist wenig begeistert, dass Willi seine Klappe nicht gehalten hat. Die Wortwechsel beinhalten einige Tätscheleien und einen Haufen Vorwürfe, die mitunter in mental wenig verkraftbaren Wiederholungen vorgetragen werden. Die Aggression ist für jeden spürbar, doch es kommt nicht zum Äußeren.

Stattdessen gibt es zum Abschluss nicht ernst gemeinte Wünsche, Schmutzwäsche und Drohungen – juristische Folgen hierzu können nicht ausgeschlossen werden.

Spruch des Tages: Der Ausnahmezustand im Haus beschäftige die Eheleute Herren. „Das ist Krieg!“, sind sich beide einig. Doch Jasmin sieht es offenbar nicht ganz so ernst. „Ich hab‘ gar nix zum Anziehen für Krieg.“ Stimmt, trotzdem mischt sie munter mit.

Fremdschäm-Moment des Tages: Mit einem Sektglas läuft Johannes nach dem „Streit des Tages“ an Willi vorbei, bleibt theatralisch stehen und prostet ihm zu: „Auf den frisch aus der Entzugsklinik trockenen ehemaligen Alkoholiker!“ Uiuiui, harter Tobak. Willis Antwort lässt nicht lange auf sich warten: „Das sagt der Schläger, der seine Frau schlägt.“ Und gleich hinterher droht er dem Bachelor-Darsteller mit einer einstweiligen Verfügung. Im Zweifel hat Johannes für das juristische Duell die besseren Karten.

Wer ist raus? Rolands Ankündigung wird wahr: „Jetzt jagen wir den Gockel aus dem Stall!“ Auch die subtil vorgetragene Mitleidstour kann Johannes und Yeliz am Ende nicht mehr im Sommerhaus der Stars halten. Der peinliche Stimmenfang des Möchtegern-Strategen endet in Folge sechs. Auf Wiedersehen! … vermutlich bis zum nächsten TV-Format.