Marvel-Serie
Die neue Marvel-Serie "Loki" wirft die Scheinwerfer auf Tom Hiddleston. Selbst wer noch nie einen Marvel-Film gesehen haben sollte, findet überraschend schnellen Zugang zur komplexen Zeitreise-Handlung. Dabei gelingt es der Serie hervorragend den Spagat zwischen Spannung, Mystery und einer dicken Prise Humor zu finden. Unser erstes Fazit nach zwei Folgen: "Loki" ist die bislang beste Marvel-Serie und sicher auch für alle Nicht-Marvel-Fans einen Blick wert! (via Disney+) Foto: Marvel Studios/Disney+/dpa

Wenn die Suche nach der perfekten Serie auf Netflix und Co. mal wieder länger dauert: Eigentlich wolltet ihr den Abend gemütlich auf der Couch ausklingen lassen, anstelle dessen blockiert das Streaming-Menü die Mattscheibe. Am Ende steht dann meist eine durchgenudelte Fernbedienung auf dem Programm.

Spätestens wenn ihr dann denkt „Eigentlich könnte ich auch schlafen gehen!“, eilen wir zur Hilfe: Unsere persönlichen Serien-Highlights werden jeden Monat ergänzt und offerieren euch die Crème de la Crème internationaler TV-Kultur – und sicher auch die ein oder andere Trash-Perle. Packt die Kuscheldecke aus dem Schrank, macht es euch gemütlich, nehmt euch einen Keks und Licht aus, Serie an!

>> Bildershow: Die besten Serien auf Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video <<

Unsere Serien-Tipps im Juni 2021

Loki

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Streaming über: Disney+ (Direktlink zur Serie)
Staffeln: 1 Staffel
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Darsteller: Tom Hiddleston, Owen Wilson, Gugu Mbatha-Raw
Regie: Michael Waldron

Den letzten Marvel-Auftritt feierte der Gott des Schabernacks im Rahmen von „Avengers: Endgame“: Im Kampf gegen Thanos fand er sein Schicksal. Die neue Serie „Loki“ dreht sich nun um die jüngere Version von Loki (Tom Hiddleston), die sich während der Kämpfe in New York des magischen Tesserakts bemächtigen und in eine andere Dimension fliehen konnte.

Verwirrt genug? Selbst wer noch nie einen Marvel-Film gesehen haben sollte, findet in „Loki“ überraschend schnellen Zugang zur komplexen Zeitreise-Handlung. Das kann man eigentlich nicht genug loben: Bereits während der ersten Minuten ist man „mittendrin“, muss aufgrund der verrückten Regeln einer übermächtigen Behörde schmunzeln und verfolgt Loki gespannt durch seine neue Zwangsheimat. Dabei gelingt es der Serie hervorragend den Spagat zwischen Spannung, Mystery und einer dicken Prise Humor zu finden. Unser erstes Fazit nach zwei Folgen: „Loki“ ist die bislang beste Marvel-Serie und sicher auch für alle Nicht-Marvel-Fans einen Blick wert!

Sweet Tooth

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Streaming über: Netflix (Direktlink zur Serie)
Staffeln: 1 Staffel
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Darsteller: Christian Convery, Nonso Anozie, Adeel Akhtar
Regie: Jim Mickle, Beth Schwartz

„Sweet Tooth“ gehört für uns bereits jetzt auf das Siegertreppchen für die Auswahl zur „Serie des Jahres“: Produziert von Robert „Iron Man“ Downey Jr. basiert die Geschichte auf einem eher unbekannten DC-Comic. Anstelle das typische Szenario vom Ende der Welt mit Zombies zu veredeln, kommen in „Sweet Tooth“ Tierwesen ins Spiel: Während die Menschheit von einem mysteriösen Virus dahingerafft wird, stapeln sich in den Krankenhäusern plötzlich Babys mit Tierkörpern. Vom Säugling mit Schweinenase über geflügelte Nachkommen ist alles dabei, was die Tierwelt hergibt.

Auch Gus (brilliant: Christian Convery) ist ein sogenannter „Hybride“, der mit seinem Vater zurückgezogen in der Wildnis großgezogen wird, während die Welt außerhalb langsam aber sicher untergeht. Nebenbei wirft die Handlung noch weitere Figuren in den Fokus: Der Arzt Dr. Singh versucht verzweifelt ein Gegenmittel gegen das Virus zu finden, welches auch seine eigene Frau befallen hat. Auf der anderen Seite lebt Aimee in einem Zoo und gründet dort eine Auffangstation für Hybride, welche gnadenlos von den verbliebenen Menschen gejagt werden.

Dank der ausführlichen Charakterzeichnung, den tollen Effekten (die Ohren von Gus sind ein Wunderwerk für sich!) und der verschachtelten Geschichte, welche sich auch nicht vor einigen Zeitsprüngen scheut, lässt euch „Sweet Tooth“ über seine 8 Folgen nicht so schnell los. Teils atemberaubende Landschaftsaufnahmen und ein famoser Soundtrack (The Grateful Dead!) sind da nur das Sahnehäubchen obendrauf. Unbedingt anschauen!

Übrigens: Mit dem Ende von Staffel 1 ist zumindest die Comic-Vorlage noch längst nicht zum Abschluss gebracht. Tatsächlich dürfte der vorhandene Stoff locker für zwei bis drei weitere Staffeln reichen – zumindest wenn Netflix die Serie nicht wieder vorzeitig absetzt. Bei den extrem positiven Kritiken können (und wollen) wir uns das aber noch nicht vorstellen.

The Last Man on Earth

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Streaming über: Disney+ (Direktlink zur Serie)
Staffeln: 4 Staffeln
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Darsteller: Will Forte, Cleopatra Coleman, Kristen Schaal
Regie: Dan Sterling, Will Forte

„The Last Man on Earth“ hat es seit 2015 insgesamt auf vier Staffeln gebracht, bis Sender FOX die Kabel zog. Im deutschen Fernsehen ließ sich der Geheimtipp eher schlecht schauen, selbst im Streaming-Dschungel ließ sich der letzte Mann der Welt bislang nicht blicken. Disney+ sei Dank kommt ihr nun erstmals in den vollen Geschmack einer wirklich kultigen Serie, die hierzulande viel zu wenig Aufmerksamkeit bekam.

Im Mittelpunkt steht natürlich der titelgebende „letzte Mann der Welt“: Auch hier hat ein Virus gewütet und die Menschheit von der Erde gefegt. Phil Miller ist scheinbar der einzige Überlebende – und fühlt sich schon bald wie Tom Hanks und sein Volleyball in „Cast Away“. Natürlich lässt sich mit dieser Prämisse nur schwer eine ganze Staffel füllen: Schon bald trifft Phil auf weitere Menschen, bleibt aber weiterhin der „letzte Mann der Welt“. Eine knifflige Situation, wie sich schnell herausstellt.

Leider wurde die Serie nach der vierten Staffel abgesetzt, das Ende bleibt also offen. Wer damit leben kann, wird über 4 Staffeln fast durchgängig gut unterhalten.

Unsere Serien-Tipps im Mai 2021

The Flight Attendant

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Streaming über: Amazon Prime Video (Direktlink zur Serie)
Staffeln: 1 Staffel (Staffel 2 bestätigt)
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Darsteller: Kaley Cuoco, Michiel Huisman, Zosia Mamet
Creator: Steve Yockey

Eine neue Serie mit „Kaley Cuoco“ in der Hauptrolle dürfte vor allem Fans von „The Big Bang Theory“ hellhörig werden lassen. Dort war die Schauspielerin als Penny Dreh- und Angelpunkt der schrägen Nerdtruppe. Hier wacht sie als chaotische Flugbegleiterin eines Morgens neben der Leiche ihres letzten One Night Stands in einem Hotel in Bangkok auf, ohne zu wissen was geschehen ist. Panisch räumt sie den Tatort auf, muss sich in New York aber trotzdem dem FBI stellen.

Trotz einiger lustiger Elemente stellt sich schnell heraus: „The Flight Attendant“ ist alles andere als ein Comedy-Format. Cuoco beweist, was sie als Schauspielerin drauf hat: Von blanker Hysterie bis zur versoffenen Depression macht sie einen hervorragenden Job und trifft dabei jede Tonlage. Auch die Handlung nimmt merklich an Fahrt auf, fesselt an den Fernseher und lässt einen kaum mehr los. Da darf man sich schon jetzt auf die geplante Fortsetzung in Staffel 2 freuen: Gerne mehr davon!

Love, Death + Robots

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Streaming über: Netflix (Direktlink zur Serie)
Staffeln: 2 Staffeln (Laufzeit der Folgen von 6 bis 18 Minuten)
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Darsteller/Synchronsprecher: Michael B. Jordan, Nancy Linari, Emily O’Brien, Joe Dempsie, Ike Amadi, Nolan North
Creator: David Fincher, Tim Miller

Hinter „Love, Death + Robots“ stecken Regiegröße David Fincher und „Deadpool“-Daddy Tim Miller. Auf ihre Sammlung von kuriosen Kurzgeschichten muss man sich einlassen: Die Serie konzentriert sich in beinahe jeder Folge auf die titelgebenden Elemente „Liebe“, „Tod“ und „Roboter“. Die Alterskennzeichnung „Ab 18 Jahren“ zeigt bereits wohin die Reise geht: Teils tiefschwarzer Humor, blutige Brutalität – aber auch immer wieder mal seichte und lustige Momente, Folgen zum Nachdenken und viele Bilder, die euch garantiert nicht mehr so schnell loslassen.

Die verwendete Animationskunst ist definitiv vom anderen Stern: Die kreative Darstellung und die üppig-reichhaltige Verwendung unterschiedlichster Stilmittel ist einzigartig. Mit rund 6 bis 18 Minuten pro Folge und insgesamt 26 Folgen ist diese Serie leider nichts für die Ewigkeit. Zudem hinkt die im Mai 2021 veröffentlichte Staffel der grandiosen Premiere etwas hinterher – was nicht heißen soll, dass sie langweilt. Ganz im Gegenteil: Folgen wie „Jäger und Gejagte“ und „Snow in der Wüste“ gehören definitiv weit nach oben in die Top 10 der besten „Love, Death + Robots“-Folgen.

Wer nicht die ganze Nacht mit einer Serie verbringen will, der wird von „Love, Death + Robots“ hervorragend unterhalten. Unbedingt mal reinschauen!

Invincible

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Streaming über: Amazon Prime Video (Direktlink zur Serie)
Staffeln: 1 Staffel (Staffel 2 und 3 bereits bestätigt)
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Darsteller: Steven Yeun, Sandra Oh, J. K. Simmons
Creator: Maude Lewis, Robert Kirmann

Zuerst eine deutliche Warnung: „Invincible“ ist brutal. So brutal, dass selbst Gore- und Horror-Profis gelegentlich ein verstörtes „Puuuuh!“ aus ihren zusammengekniffenen Mundwinkeln entweichen lassen. Dabei wirkt die Serie zuerst wie die das typische Superhelden-Coming-of-Age: Mark Grayson ist ein unscheinbarer Teenager und lebt in einer Welt, die von Superhelden bevölkert wird. Zu den mächtigsten Helden gehört auch sein Vater: Omega Man sorgt seit Jahren für Recht und Ordnung auf der Erde. Eines Tages erwachen auch Marks Kräfte – und stellen ihn vor komplett neue Herausforderungen.

„Invincible“ stammt aus den Händen von „The Walking Dead“-Autor Robert Kirkmann. Das dazugehörige Comic erschien noch vor „The Walking Dead“ und lief von 2003 bis 2018, summa summarum also stolze 15 Jahre und über 144 (!) Ausgaben. Wer die Untoten seit Jahren begleitet, erkennt sofort einige Parallelen: Kirkmann nimmt sich grundsätzlich viel Zeit für tiefgreifende Charakterisierung. Er erzählt zuerst ruhig und langsam, beinahe bedächtig zelebriert er alltägliche Szenen, um sie dann von einer Sekunde zur anderen mit dem Vorschlaghammer in den Boden zu rammen, mehrfach nachzuschlagen und auf das Loch zu pinkeln.

Hier hören die Parallelen mit „The Walking Dead“ noch nicht auf: Steven Yeun, der bei den wandelnden Untoten als Glenn unterwegs war, spricht hier die Rolle von Mark Grayson. Auch der restliche Cast ist hörenswert: J.K. Simmons verkörpert perfekt den Omega Man, seine Frau und Marks Mutter Debbie Grayson wird von Sandra Oh (Grey’s Anatomy) gesprochen. Außerdem in Nebenrollen mit dabei sind Walton Goggins, Mark Hamill, Clancy Brown und Seth Rogen – da lohnt es durchaus die Serie im englischen Original zu sehen.

Seattle Firefighter – Die jungen Helden (Station 19)

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Streaming über: Disney+ (Direktlink zur Serie)
Staffeln: 4 Staffeln (noch nicht abgeschlossen)
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Darsteller: Jaina Lee Ortiz, Jason George, Grey Damon, Barrett Doss, Alberto Frezza, Jay Hayden, Okieriete Onaodowan, Danielle Savre, Boris Kodjoe, Stefania Spampinato, Miguel Sandoval
Creator: Stacy McKee

Hierzulande läuft der Grey’s Anatomy-Ableger „Station 19“ unter dem deutschen Titel „Seattle Firefighter – Die jungen Helden“. Da „Grey’s Anatomy“ gerade wieder aktiv geschaut wird, dürfen sich die Feuerwehrleute in der Geschwisterserie über wachsende Aufmerksamkeit seitens der Fans freuen. Der Clou: Die Geschichten beider Serien überlappen sich an einigen Stellen – beispielsweise wenn Feuerwehrfrau Andy Herrera (Jaina Lee Ortiz) nach einem Brand mit der Hand im Bauch eines Jungen ins Grey Sloan Memorial Hospital kommt, wo sie auf Meredith Grey (Ellen Pompeo) und Co. trifft.

Aktuell läuft Staffel 4 auf Disney+, für Neueinsteiger gibt es also einiges an Stoff nachzuholen. Es lohnt sich: Die Charaktere sind charmant, die Folgen extrem spannend und die restlichen Zutaten bereits aus „Grey’s Anatomy“ bekannt. Taschentücher bereithalten, es wird emotionell!

Jupiter’s Legacy

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Streaming über: Netflix (Direktlink zur Serie)
Staffeln: 1 Staffel
Altersfreigabe: ab X Jahren
Darsteller: Josh Duhamel, Ben Daniels, Leslie Bibb, Elena Kampouris, Andrew Horton, Mike Wade, Matt Lanter
Creator: Steven S. DeKnight, Sang Kyu Kim

Das Werk von Comic-Autor Mark Millar hat mittlerweile so einige Film-Adaptionen spendiert bekommen. Sein „Civil War“ ließ die Marvel-Helden aufeinander losgehen, seine „Kingsmen“ haben es bereits zu zwei Kinofilmen gebracht (Teil 3 erscheint noch 2021) und auch von „Kick-Ass“ gibt es gleich zwei lohnenswerte Film-Adaptionen zu sehen. Wenn wir nichts ausgelassen haben sollten, ist „Jupiter’s Legacy“ die erste Serie, welche einen seiner Comics aus dem Jahr 2013 übernimmt.

Dabei folgt ihr der Geschichte der Familie von Sheldon Sampson alias „The Utopian“ und seiner Frau Grace (Lady Liberty), die seit fast 100 Jahren mit ihren Superkräften die Menschheit beschützen. Auch ihre Kinder Brandon und Chloe tragen das Superhelden-Gen in sich, sind sich ihrer Verantwortung jedoch noch nicht bewusst. Der Clou an der Geschichte: Sie spielt auf zwei Zeitebenen, eine widmet sich der Vergangenheit, die andere spielt im Hier und Jetzt.

„Jupiter’s Legacy“ lebt vor allem von seinen tollen Bildern, welche euch den Comic in bewegter Form über den Bildschirm blättern lassen. Wer nach all den Marvel- und DC-Filmen dringend etwas Abwechslung benötigt, ist hier richtig!

Die besten Filme auf Netflix, Amazon und Disney+

Keine Lust auf ellenlange Serien? Diesen einen Charakter, den man einfach nicht mehr sehen kann? Diese vollkommen an den Haaren herbeigezogenen Spannungsböge, um die Binge-Sucht zu befeuern? Dann schaut doch mal hier rein:

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Viel Spaß beim Bibbern und Bangen, Knuddeln und Heulen, Zittern und Lachen!