Promis unter Palmen geht am Mittwochabend weiter. Endlich. Eine ganze Woche ist es schon wieder her seit dem Auszug von Desiree Nick. Die große Läster-Diva ist Geschichte in der Villa in Thailand. Und was kommt jetzt? Hoffentlich bleibt uns wenigstens die große Yotta-Show erspart!

Ganz im Ernst: Was ist nur los mit den Menschen? Es soll sie ja wirklich geben. Und gefühlt werden es tatsächlich mehr. Menschen, die meinen, dass Bastian Yotta ein ganz normaler Typ sei. Und, die sein Verhalten für relativ normal halten. Eine beängstigende Theorie, die auch noch durch den übertragenden Sender SAT.1 befeuert wird. Und die völlig abstrus und abwegig ist.

Promis unter Palmen: Desiree Nick ist weg – was nun?

Natürlich ist „Promis unter Palmen“ auch ein großes Thema im „Frühstücksfernsehen“ von SAT.1. Es kommt ja selten genug vor, dass auf diesem Sender auch mal etwas übertragen wird, über das gefühlt ganz Deutschland spricht. Bei „Promis unter Palmen“ ist dies aber zweifellos der Fall. Und dann wird das Thema völlig zurecht auch senderintern ausgeschlachtet. Die Themen-Auswahl halten wir jedoch für zweifelhaft.

Natürlich, die Geschmäcker sind wie immer verschieden. Das ist überall so, warum sollte das beim TV-Programm also anders sein? Dennoch, wir finden es merkwürdig, dass Promi-Expertin Vanessa Blumhagen im Gespräch mit Moderator Chris Wackert jetzt plötzlich von Bastian Yottas Wandlung spricht. Und davon, dass er ja der normalste, ja sogar der vernünftigste Promi unter Palmen sei.

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Er zeige sich sehr geläutert, sei nicht mehr so protzig und gehe mit seiner neuen Freundin auch regelmäßig in die Kirche, erklärte die Society-Expertin Vanessa Blumhagen. Oberflächlicher kann eine Analyse wohl gar nicht ausfallen. Es fehlt eigentlich nur noch der Hinweis, dass Bastian Yotta jetzt auch noch bescheiden sei.

Wir halten deshalb dagegen. Für uns ist Bastian Yotta alles, nur nicht normal oder gar vernünftig. Wir sehen einen muskelbepackten Mann, der intellektuell nicht ganz auf der Höhe ist – nicht etwa im Wettstreit mit geistigen Überfliegern wie Raketenforschern und Gehirnchirurgen, sondern selbst im nun wirklich nicht allzu herausfordernden Vergleich mit anderen Teilnehmern der Show.

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Bastian Yotta befindet sich immer im Kampf. Im Kampf mit sich selbst. Mit anderen Menschen. Und mit der Welt generell. Weil ihn niemand verstehen will. Weil er sich immer ungerecht behandelt fühlt. Und weil er eben falsch ist. Sein Spiel ist dabei so leicht zu durchschauen, dass es dem TV-Zsuchauer beinahe schon Schmerzen bereitet, der Posse überhaupt noch zuzuschauen. In jeder Szene spürt man, wie es zwischen Yottas Ohren arbeitet. Und dabei knirscht es ganz gewaltig. Seine schwerfälligen Intrigen sind so vorhersehbar wie die Lottozahlen der Vorwoche.

Hinzu kommt eine fürchterliche und exklusive Wahrnehmung seiner Person, die durchaus als Störung bezeichnet werden darf. Man fragt sich als TV-Zuschauer unweigerlich, woher dieser aufgeblasene Muskelmann überhaupt sein ganzes Selbstvertrauen nimmt. Sein beruflicher Werdegang kann nicht dafür verantwortlich sein. Denn dort sind echte Erfolgsgeschichten rar gesät. Wir blicken längst nicht mehr durch die angeblichen Vermögensverhältnisse des angeblichen Selfmade-Millionärs durch, aber ganz so rosig scheint es schon seit Jahren nicht mehr zu laufen. Zumindest lässt er kaum eine TV-Show aus, bei der es etwas zu gewinnen gibt.

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Aber er ist immerhin ein echter Tausendsassa, tanzt auf diversen beruflichen Hochzeiten. Er ist Lifestyle- und Fitness-Coach, Buchautor einiger Titel, die nicht gerade durch ihre Bescheidenheit glänzen: der Abnehm-Ratgeber „MindSlimming: Die revolutionäre Methode zum Wunschgewicht“, der Finanz-Ratgeber „Die Yotta-Bibel“ und „THE AMERICAN DREAM“. Und Yotta ist Unternehmer.

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Bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ erfand er einst sein „Morning Miracle“ und setzt es bei „Promis unter Plamen“ fort. Ein völlig banales Ritual, das mindestens so aufgeblasen ist wie sein Erfinder. „I’m strong. I’m healthy. And FULL of energy“ ( „Ich bin stark. Ich bin gesund. Und VOLLER Energie.“), lautet sein Mantra, das er ständig bei diesem Ritual wiederholt.

Er versammelt dabei „seine Jünger“ um sich in einem Kreis und spricht dann die magischen Worte. Dabei überträgt er seine Energie auf die anderen. Puh! Außer Yotta scheint aber niemand das Ganze wirklich ernst zu nehmen. Ein typisches Yotta-Problem.

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In seiner „Yotta University“, das ist leider auch kein Witz, will er den Menschen seinen beruflichen Erfolg näherbringen und selbstverständlich seinen Kunden den rechten Weg weisen.

Das klingt dann auf der offiziellen Homepage so: „TV-Star Bastian Yotta ist nicht nur als einer der erfolgreichsten Deutschen, die den Durchbruch in Hollywood geschafft haben, bekannt geworden. Durch seine Arbeit als Life-Coach hilft er seit mehreren Jahren Menschen dabei, den Weg in ein erfüllteres und finanziell unabhängiges Leben zu ebnen.“

Noch Fragen? Das Selbstbewusstsein Yottas scheint jedenfalls wesentlich größer zu sein als sein Talent, mit Menschen umzugehen. Dass er auf diesem Gebiet nahezu gar keine Fähigkeiten besitzt, bewies er schon eindrucksvoll bei seinem fünften Platz im Dschungelcamp. Und das lässt seine Leistungen als Life-Coach zumindest fraglich erscheinen.

Vor kurzem tauchte ein Video auf, das unter anderem RTL.de in einem Beitrag veröffentlichte. Darin ist Yotta, der sich im vergangenen Jahr Haare transplantieren ließ,  in einem seiner „Motivations-Videos“ aus dem Jahr 2016 zu sehen, in dem er frauenfeindliche und niederträchtige Sprüche über seine Ansicht von Sex-Praktiken von sich gibt.

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Als ein aktuelles Beispiel für seinen „Erfolg“ als Coach könnte Folge 3 von „Promis unter Palmen“ dienen. Als erzieherische Maßnahme getarnt, versteckte der rampenlichtsüchtige Wahl-Amerikaner, der in Landshut geboren wurde, seiner Mitstreiterin Claudia Obert den Alkohol in der Villa und versteckte sich dann hinter der Theorie, dass SAT.1 den Alkohol entfernt habe.

Verwunderlich genug, dass er mit dieser völlig abstrusen Geschichte eine längere Zeit durchkam, aber der pädagogische Ansatz dahinter, war jetzt auch nicht richtig clever. Und der Show nicht förderlich.

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Doch das sieht Bastian Yotta vermutlich anders. Denn er für ihn gibt es nichts schlimmeres, als einen anderen Kandidaten, der im Mittelpunkt steht. Denn dieser ist nach Yottas bescheidener Ansicht nur für einen Kandidaten vorgesehen. Nämlich für Bastian Yotta selbst.

Und deshalb hatte der 43-Jährige dann auch gleich die große Claudia-Obert-Verschwörung im Sinn. Das Problem, wie so oft im Yottas Leben, die anderen machten nicht mit, rümpften relativ entsetzt die Nase über den Vorschlag zum falschen Spiel. Selbst für Yottas Verhältnisse ein heftiger Rückschlag.

Und auch Desiree Nick hat eine klare Meinung zu Bastian Yotta, in dessen verschwurbelter Realität wohl ein ausgedrückter Riesen-Pickel, oder eine Intimrasur zum ganz großen TV-Moment werden:

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Völlig verrückt auch, wie Yotta am Ende der dritten Folge Claudia Obert mit seinem Coaching ungefragt belästigt und ihr einen minuten-, gefühlt aber stundenlangen Monolog an die Backe quatscht, der jedoch an Claudia Obert abperlt wie der Champagner, den sie quasi den ganzen Tag lang in der Villa konsumiert – und dabei die TV-Zuschauer viel mehr unterhält als der anstrengende und verbissene Yotta, der wohl zu allem bereit wäre, nur um die 100.000 Euro Siegprämie einzustreichen.

Und das ist das größte Problem. Für Yotta ist „Promis unter Palmen“ nicht nur ein Spiel. Für Yotta geht es hier um alles. Und das merkt der Zuschauer. Und deshalb hat er keine Chance. Außer bei Vanessa Blumhagen, aber das ist ein ganz anderes Thema.