Bastian Yotta Promis unter Palmen
Foto: Screenshot/Sat.1

Große Triumphe können ein Leben verändern. Das gilt nicht nur etwa für Sportler, sondern auch für Gewinner bei TV-Formaten. Geld, Ruhm, prägende Erlebnisse – für Bastian Yotta wird sich nach dem Gewinn der neuen Sat.1-Reality-Show „Promis unter Palmen“ allerdings nicht allzu viel ändern!

Klar, die 100.000 Euro-Siegprämie plus eine kolportierte Antrittsgage im fünfstelligen Bereich beeinflussen sein Leben kurzfristig positiv. Doch ansonsten konnte Yotta unter Palmen keine Eigenwerbung betreiben. Er erhöhte zwar vermutlich seinen Bekanntheitsgrad, doch sein Image wurde durch die Skandal-Sendung in Thailand mit Sicherheit nicht verbessert.

Langfristig dürfte seine Mitstreiterin Desiree Nick mit ihrer Instagram-Prognose Recht behalten: „Es ist ein Pyrrussieg: Die Wurzel ist so vergiftet, dass dieser Sieg sich in einen Fluch verwandeln wird!“

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Bastian Yotta mag gelernt haben, wie man im Sand schnellstmöglich Schlösser öffnet, aber neue Freunde hat er dabei nicht gewonnen. Im Gegenteil, unter denen, die ihn kennen, ist der Anteil seiner Kritiker auf ein exorbitantes Maß angestiegen – wobei Kritik vielleicht der falsche Ausdruck ist:

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Natürlich feierte Yotta seinen Sieg in der Villa – allerdings ganz allein. Na gut, einige wenige Minuten zeigte Sat.1 am Mittwochabend noch von der Sieger-Zeremonie, bei der die neun weiteren B- und C-Promis artig gratulierten. Mehr Bühne wollte der TV-Sender dem Triumphator nach seinen ekelhaften Mobbing-Aktionen gegen Claudia Obert allerdings nicht mehr geben.

Sat.1 geriet nach öffentlichen Vorwürfen, dass man Folge fünf mit den fiesen Psycho-Attacken gar nicht hätte zeigen dürfen und während der Dreharbeiten hätte eingreifen müssen, ins Schlingern. In der Mediathek ist die umstrittene Folge verschwunden, auch weil die „Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen“ den Fall inzwischen prüft. Das Finale gab es dann aber noch für ein Millionen-Publikum zu sehen, obwohl man weitere Zusammenarbeiten mit Yotta bereits zuvor eine Absage erteilt hatte.

Promis unter Palmen: Triumph für Bastian Yotta – den Zuschauern gefällt das gar nicht

Davor hatte auch schon Konkurrent RTL den untragbaren Yotta, der dem Sender im Dschungelcamp 2019 gute Quoten beschert hatte, aufs Abstellgleis befördert, um ihm keine Plattform mehr zu bieten.

Aber was interessiert den Kölner Privatsender sein Geschwätz von gestern? Am Mittwoch kam der Muskelprotz in der Nachmittags-Talkshow „Marco Schreyl“ zu Wort. RTL rechtfertigte das Hin und Her: „In dem Talk sollte Yotta demnach per Schalte zu seinen sexistischen und frauenverachtenden Videos Stellung nehmen. Dazu stehen wir auch. Wir planen sicher keine Formate mit ihm“, zitierte dwdl.de. Formate nein, Schalten schon. Da soll mal einer durchblicken!

„Promis unter Palmen“, Finale: Bastian Yotta gewinnt 100.000 Euro

„Promis unter Palmen“ ist für Yotta jedenfalls vorbei. Für ihn ging es danach nicht zum Feiern mit Freunden. Nein, Yotta feierte alleine, mit sich und auf seinem Instagram-Kanal. Und selbst dort fand er offenbar nicht allzu viele User, die mitfeiern wollten. Das mag an der Corona-Krise liegen. Das kann aber auch daran liegen, dass noch immer keiner mitfeiern wollte.

Yotta postete – wieder einmal im ständigen Kampf mit sich selbst – eine Story mit Fotos von seinem Fernseher, auf dem er sich die letzte Folge nochmal reinzieht. Er bedankte sich für „Tausende Nachrichten“ – hoffentlich hat er sich da nicht verzählt. Und am Ende gab es noch ein Selfie mit seiner jüngsten und jungen Freundin Marisol, mit der er offenbar beim Wellness unterwegs war.

Bastian Yotta Freundin Marisol
Foto: Screenshot Instagram/yotta_life

Wer über Bastian Yotta etwas Positives hören oder lesen möchte, muss ihn schon selbst zu Wort kommen lassen. Von großen Taten oder Vorzügen erfährt man sonst einfach nichts. Betriebswirtschaft hat er studiert, Jura auch. Und Sportwissenschaften. Er ist Unternehmer, Gründer und Autor. Aber nur, wenn man ihm selbst Glauben schenkt. Selbst der spärliche Wikipedia-Eintrag des 43-Jährigen beginnt mit der bezeichnenden Einleitung: „Bastian Yotta hat nach eigenen Aussagen…“

Genau, nach eigenen Aussagen. Und all die anderen Infos gibt es im Trash-TV direkt von ihm zu sehen. Zugegeben, durch seine Fernseh-Präsenz hat er inzwischen einige Bekanntheit erreicht, allerdings bevorzugt dadurch, dass sein Verhalten seinen Beobachtern übel aufstößt.

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Und auch wenn man das Internet nach dem muskelbepackten „Life-Coach“ durchstöbert, stößt man in aller Regel auf wenig erfreuliche Tatbestände. Das jüngste Beispiel war ein frauenverachtendes Video aus seiner Vergangenheit, in dem er seine Jünger darin coacht, wie man mit einer Frau sexuell umzugehen hat. Und das hört sich dann so an: „Ich finde, eine Frau hat drei Öffnungen und wir Männer haben das Recht, alle drei zu benutzen!“ Und weiter: „Ich finde ganz ehrlich, eine Frau hat sich in den Ar*** fi**en zu lassen!“ Prostmahlzeit!

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Für derlei Aussagen droht ihm immerhin inzwischen ein Rechtsstreit. Streit gibt gibt es für den eitlen Mann mit den weißen Zähnen und den transplantierten Haaren regelmäßig – im Grunde mit fast allen Personen, die ihm begegnen; mit den Medien oder auch mit dem Finanzamt in seiner Heimatstadt Landshut, denn der einst selbsternannte Millionär hat Schulden angehäuft.

Yotta wird alleine bleiben in seiner Welt, einer Blase. Fernab der Heimat hält er in den USA Vorträge, wie man sein Leben meistern kann. Er selbst ist davon weit entfernt, daran ändert auch ein Triumph im Trash-TV nichts. Müll bleibt eben Müll.