Foto: Valerie Macon/AFP
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In den USA, Kanada und den Niederlanden startet der neue Streamingdienst „Disney+“ am 12. November. Nun hat Disney auch den Starttermin für Deutschland bekanntgegeben.

Wie das Unternehmen via Twitter mitteilte, wird der Streamingdienst hierzulande, ebenso wie in Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien, ab dem 31. März 2020 verfügbar sein. Wie teuer der Spaß sein wird, ist derzeit noch nicht bekannt, viel kostspieliger als die 6,99 Euro, die in den Niederlanden veranschlagt werden, dürfte es aber wohl nicht werden.

So gut wie sicher ist derweil, dass Netflix und Amazon Prime also schon ganz bald ernsthafte Konkurrenz bekommen. Denn die beiden Streaming-Giganten dürfen sich nach Ablauf der Lizenzen wohl keine Hoffnung auf eine Verlängerung der Disney-Filme und -Serien machen. Disney wies in dem Tweet zwar darauf hin, dass die verfügbaren Titel je nach Land deshalb noch variieren können, auf lange Sicht soll „Disney+“ aber der einzige Streamingdienst sein, der Inhalte des Konzerns ausspielt. Neben zahlreichen Zeichentrick- und Animationsfilmen gehören auch das „Marvel“- und „Star Wars“-Universum zu Disney.

Ob „Disney+“ Fluch oder Segen ist, muss wohl jeder Fan für sich selbst entscheiden. Einerseits gibt es so in Zukunft alle Disney-Inhalte an einem Ort, andererseits muss damit ein weiteres Abo abgeschlossen werden. Eine gute Nachricht gibt es aber definitiv: Wie Disney bekanntgab, wird der Streamingdienst über Amazon Fire TV empfangen werden können – in Deutschland immerhin die meist verbreitete Streaming-Plattform.

Der hohe Investitionsaufwand für „Disney+“ hat dem Unternehmen im vergangenen Quartal trotz erfolgreicher Kinoproduktionen einen Gewinneinbruch beschert. Laut Informationen der „dpa“ sank der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um fast zwei Drittel auf 785 Millionen US-Dollar (rund 710 Millionen Euro). Weil der Umsatz – auch dank zugekaufter Geschäftsteile des Rivalen 21st Century Fox – um 34 Prozent auf 19,1 Milliarden US-Dollar gesteigert werden konnte, sprach Vorstandschef Bob Iger von „soliden Ergebnissen“, die die Stärke von Disneys Geschäft reflektierten.