Münster-
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Gute Nachrichten für Fans von Kommissar Thiel und Professor Boerne: Die Zukunft des populären „Tatort“-Krimis aus Münster mit Axel Prahl (61) und Jan Josef Liefers (56) ist gesichert.

„Wir planen, sechs weitere Folgen des Münster-‚Tatorts‘ zu produzieren und freuen uns sehr, dass Jan Josef Liefers und Axel Prahl auch weiterhin als Ermittler für die ARD im Einsatz sind“, teilte der WDR am Freitag mit.

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Der WDR-Rundfunkrat habe den entsprechenden Verträgen bereits im vergangenen Herbst zugestimmt. Zuvor hatte die „Bild“ berichtet. Prahl sagte der Zeitung: „Die Tinte ist trocken.“

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Prahl (Thiel) und Liefers (Boerne) ermitteln bereits seit 2002 in Münster. Ihre Klamauk-Krimis aus der beschaulichen Stadt sind heute die mit Abstand populärsten „Tatort“-Fälle. Am Sonntag (2. Mai) ist eine neue Folge zu sehen.

#allesdichtmachen hat keine Konsequenzen für Liefers

Der Zeitpunkt für die Vertragsverlängerung mit dem populären Ermittler-Duo überrascht zumindest ein wenig, nachdem Liefers zuletzt mit der Videoclip-Aktion #allesdichtmachen für Negativ-Schlagzeilen gesorgt hatte.

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„Ich finde auch den Punkt interessant, dass vielleicht Ironie wirklich ein ungeeignetes Mittel ist“, sagte er am zuletzt in der Radio Bremen-Talkshow „3nach9“. Er sehe aber derzeit eine Lücke: „Es gibt nicht nur auf der Seite der Erkrankten Trauer und Leid, sondern auch auf der Seite derer, die unter diesen Maßnahmen inzwischen nun wirklich anfangen zu leiden, die sehe ich nicht so richtig vertreten.“

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„Wenn man dann was sagt, passiert das eben durch so framingartige Situationen, dass man sofort ziemlich radikal in so Ecken gepusht wird, in die man gar nicht reingehört“, sagte der „Tatort“-Rechtsmediziner, der per Video ins Studio zugeschaltet war. Es gebe Menschen, die man gerade verliere, weil es für sie keine Stimme gebe.

Liefers fehlt bei Corona-Entscheidungen die Transparenz

Für ihn sei in der Corona-Krise nicht ersichtlich, wie Entscheidungen zustande kämen. „Mir fehlt im Moment die Transparenz. Wie kommt eine Bundesregierung nach so vielen im Grunde halben, Viertel, ganzen, Dreiviertel-Lockdowns auf die Idee, es immer wieder zu machen?“

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In der „Aktuellen Stunde“ des WDR hatte er zuvor erklärt, aus seiner Sicht kämen in den Medien zu wenig Regierungskritiker zu Wort. „Es gibt weltweit umfassende Studien von Leuten, die ihre Hausaufgaben auch gemacht haben und auch studiert haben, die zum Beispiel über einen Lockdown zu ganz anderen Erkenntnissen kommen als wir.“

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Liefers hatte in seinem am Donnerstagabend veröffentlichten Video unter anderem gesagt: „Schließlich wissen nur ganz wenige Spezialisten, was wirklich gut für uns ist.“ Der Clip endete mit den Worten: „Bleiben Sie gesund. Verzweifeln Sie ruhig, aber zweifeln Sie nicht.“

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Mit seinem waren Videos von rund 50 andere Schauspielern und Schauspielerinnen veröffentlicht worden. Mehrere distanzierten sich mittlerweile wieder von ihren geposteten Beiträgen.

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Quelle: dpa