Steffi Jones
Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Früher hat Steffi Jones auf dem Fußballplatz den Takt angegeben, jetzt will sie bei „Let’s Dance“ auftrumpfen.

Satte 111 Länderspiele absolvierte die heute 47-jährige Jones für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft, die sie dann von 2016 bis 2018 knapp zwei Jahre lang trainierte. Früher gab Jones als Abwehrchefin den Ton an. Im RTL-Interview verrät sie vor ihrer „Let’s Dance“-Teilnahme, dass sie jedoch auch in der Lage ist, sich führen zu lassen.

Steffi Jones ist seit 2014 mit Nicole Parma verheiratet, ein Jahr zuvor machten sie ihre homosexuelle Beziehung öffentlich. Bei „Let’s Dance“ will sie jedoch mit einem Mann tanzen.

Was reizt Sie an „Let’s Dance“?
Ich gucke „Let’s Dance“ immer, meine Frau und ich sind große Fans. Sie kann ganz toll tanzen und ich will es lernen und freue mich mega!

Fußballschuhe sind etwas anderes als Tanzschuhe. Haben Sie High Heels-Erfahrung?
Ganz selten bin ich mal in hohen Schuhen zum Ball des Sports oder so gegangen. Es ist eine Seltenheit, mich in hohen Schuhen zu sehen, aber ich tausche sie gerne.

Haben Sie schon Tanzerfahrung?
Ich habe überhaupt keine Tanzerfahrung. Ich kann hin und her wippen, also Taktgefühl und Rhythmus habe ich. Zu meiner Hochzeit habe ich den Walzer in einer Stunde gelernt und der hat auch ganz gut funktioniert. Aber mehr geht nicht.

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Als Abwehrchefin hatten Sie das Zepter früher in der Hand. Jetzt werden Sie es abgeben müssen. Können Sie sich führen lassen?
Das kann ich auf jeden Fall. Ich weiß, dass ich in der Lage bin, Rollen zu tauschen. Wenn die Führungsrolle gefragt ist, kann ich die übernehmen, wenn ich mich aber zurücknehmen und mich führen lassen soll, kann ich das auch. Es ist auch mal schön, geführt zu werden. Da kann ich nur sagen: Lieber Tanzprofi – wer auch immer du sein wirst – es wird nicht leicht, es wird eine Herausforderung, aber ich lasse mich gerne von dir führen.

Von wem wollen Sie denn geführt werden? Von einem Tänzer oder einer Tänzerin?
Ich möchte von einem Tänzer geführt werden und ich werde auch Kleider tragen. Also ich sehe mich da ganz in der Frauenrolle und freue mich drauf. Genau das ist das Schöne, was Seltenheitswert hat: Dass ich auch eine sehr weibliche Seite habe und die auch zeigen kann. Und ich bin gespannt, was man aus mir macht und zu was ich in der Lage bin.

Wenn ich geschminkt werde, denke ich immer: „So schlecht siehst du gar nicht aus!“ Selbstlob stinkt, okay, aber das ist halt Fakt. Und jetzt kriege ich auch Kostüme – da bin ich gespannt, was man aus mir macht.

Wie gehen Sie mit Kritik um? Wenn Ihnen Herr Llambi die Rote Karte zeigt?
Das wäre nicht schön, denn mit der Roten Karte bin ich erst mal vom Platz gestellt. Aber grundsätzlich ist es wichtig, dass man Kritik annehmen kann und das kann ich. Ich habe eine sehr strenge Frau, die mir den Spiegel vorhält und das darf Herr Llambi auch. Das motiviert mich dann nur, es beim nächsten Mal besser zu machen.

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Haben Sie Lampenfieber vor der neuen Aufgabe, die Sie da erwartet?
Lampenfieber ja, aber in einem normalen Zustand würde ich sagen. Dass ich Respekt vor der Aufgabe habe und dass ich auch nervös sein werde, das gehört dazu. Und das macht es glaube ich dann auch aus, dass es authentisch wird. Und dass ich sicherlich auch mal einen Fehler machen werde, das ist normal. 

Gibt es ein Ritual, das Sie während Ihrer sportlichen Karriere oder in Ihrem Leben begleitet hat oder weiterhin begleitet?
Als Spielerin – das hört sich jetzt echt blöd an, aber es war so – war ich immer mindestens fünfmal auf Toilette. Selbst wenn ich nicht mehr musste, bin ich noch ein viertes und ein fünftes Mal gegangen, um dem einfach treu zu bleiben. Mal gucken was hier bei „Let’s Dance“ passiert.

Wollen Sie den Pokal?
Ich möchte in erster Linie tanzen lernen. Das ist das, was ich am Wichtigsten finde. Es spielen viele Faktoren eine Rolle, die ich nicht alleine beeinflussen kann. Aber ich tue alles, was ich dazu beitragen kann, bin voll dabei und sehr, sehr ehrgeizig. 

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Was sagen denn Ihre ehemaligen Kolleginnen zur „Let’s Dance“-Teilnahme?
Ich habe keine Ahnung, was die anderen sagen, aber mein nächstes Umfeld, Familie und Freunde finden es total super, weil wir „Let’s Dance“ einfach alle gerne gucken und das für ein sehr schönes Format halten, wo man immer wieder sehen kann, wie sich die Teilnehmer weiterentwickeln. Das ist es auch, was es ausmacht. Also ich habe wahnsinnigen Spaß daran, zu sehen, was ich innerhalb einer Woche leisten und schaffen kann.

Waren Sie eigentlich in der Tanzschule oder nur auf dem Fußballplatz?
Ich habe auf dem Platz mit meinem Ball getanzt, den Spielrhythmus bestimmt, wenn ich es konnte, den Takt vorgegeben und jetzt komme ich auf die Tanzfläche.

Quelle: RTL