Premiere Schadenfreundinnen Leslie Mann Cameron Diaz Kate Upton
Foto: Tobias Hase/dpa

Gerade bei großen Hollywood-Produktionen sorgt es immer wieder für Kopfschütteln: Viel Geld und viel Input werden in die Filme gesteckt, eins passt aber häufig überhaupt nicht – die Übersetzung der Filmtitel auf dem deutschen Markt. Wir zeigen euch die 50 besten Beispiele.

In den Überlegungen über einen Film ist der Titel in den meisten Fällen schon von Anfang an enthalten – für viele steht und fällt der Erfolg genau damit. Im Falle vieler deutschen Titel fällt er nicht selten.

Dabei handelt es sich nicht um ein neues Phänomen. Solange es schon internationale Filme gibt, passen die Titel mitunter einfach überhaupt nicht. „Konnten die sich nicht wenigstens mal den Film anschauen?“, fragen sich die frustrierten Fans dann häufig.

Denn nicht nur an verpatzten und zu komplizierten Wortspielen scheitert es, manchmal werden die Filme plötzlich nach Sachen benannt, die darin überhaupt nicht vorkommen, oder sie nehmen kurzerhand das Ende vorweg. Das geht natürlich gar nicht, das werden nicht nur Nerds so sehen.

Das sind unsere 50 größten Filmtitel-Fails aller Zeiten:

1. Aus „Stagecoach“ wurde „Höllenfahrt nach Santa Fé“ und später „Ringo“ (1939)

Der älteste Film der Liste sorgt direkt auch für den größten Patzer. Die „Höllenfahrt nach Santa Fé“ geht eigentlich nach Lordsburg – da haben sich die Verantwortlichen bei der Stadt in New Mexico vertan.

Einige Jahre später wurde der Fehler dann auch korrigiert, seitdem wird der Film als „Ringo“ vertrieben. Das passt wiederum auch, denn die Hauptfigur (gespielt von John Wayne) heißt Ringo Kid.

2. Aus „Boys On The Side“ wurde „Kaffee, Milch und Zucker“ (1995)

Drei Frauen mit verschiedenen Charakteren freunden sich an und gründen eine Wohngemeinschaft. Da sie sich trotz ihrer Unterschiede gut ergänzten, kam wohl der Titel „Kaffee, Milch und Zucker“ zu Stande. Eine alternative Erklärung wäre, dass jemand seinen Einkaufszettel mit einem wichtigen Dokument der Produktionsfirma vertauscht hat.

3. Aus „Quigley Down Under“ wurde „Quigley, der Australier“ (1990)

Es gibt keine Punkte dafür, richtig zu erraten, dass sich der Film um Quigley – mit Vornamen heißt er Matthew – dreht. Der von Tom Selleck gespielte Charakter ist aber kein Australier, sondern ein US-Amerikaner, den es nach Australien zieht. Knapp daneben!

4. Aus „Dangerous Intentions“ wurde „Ich war seine Frau – und wurde sein Opfer“  (1995)

Wie kann man die Vorfreude auf einen Film rauben? Indem man im Titel einfach schon eine Inhaltsangabe des Films gibt! Genau das ist bei der Übersetzung des Dramas aus dem Jahr 1995 passiert. Es geht, überraschend ist das dem Titel sei Dank nicht mehr, um häusliche Gewalt.

5. Aus „Pump Up The Volume“ wurde „Hart auf Sendung“ (1990)

Bei diesem Film aus den 90er Jahren handelt es sich um ein Comedy-Drama, bei dem ein Teenager aus dem Keller seines Elternhauses einen kleinen Radiosender betreibt. Wir nehmen das vorweg, weil man bei dem deutschen Titel auch einen Porno vermuten könnte.

6. Aus „What’s Good for the Goose“ wurde „Öfter mal was Junges – Der Schlappschwanz“ (1969)

Wir geben zu: Gerade gegen Ende des 60er Jahre ging es etwas wilder zu. Allerdings hat bei dem deutschen Titel jemand ordentlich über die Stränge geschlagen, besonders beim Zusatz „Der Schlappschwanz“.

Nicht nur, was den Titel betrifft, wurde bei der deutschen Version einer draufgesetzt. In der britischen Originalversion ist Sally Geeson, die eine junge Studentin spielt, nur im BH zu sehen – für die deutsche Version wurden darüber hinaus noch Oben-Ohne-Aufnahmen verwendet.

7. Aus „Taken“ wurde „96 Hours“ (2008)

In diesem Fall hat es nicht einmal mit der Übersetzung geklappt, der Titel wurde zwar geändert – aus einem englischen Titel wurde aber ein anderer englischer Titel. Das ist auch eine Kunst für sich!

Kurios ist dabei, dass nach dem ersten Teil „96 Hours“ in den Folgeteilen („96 Hours – Taken 2“ und „96 Hours – Taken 3“) der Originaltitel kurzerhand als Zusatz drangehängt wurde. Im vierten Teil wurde „Taken“ dann gänzlich übernommen.

8. Aus „Gladiator“ wurde „Fäuste – Du mußt um Dein Recht kämpfen“ (1992)

Hierbei handelt es sich nicht um den Film mit Russell Crowe und Joaquin Phoenix, der fünf Oscars einstreichen konnte. Acht Jahre vorher gab es einen Boxerfilm mit James Marshall in der Hauptrolle.

Ganz daneben lagen die Verantwortlichen also mit den Fäusten nicht. Aus einem heroischen Titel wurde aber einer gemacht, der nicht nur deutlich länger, sondern auch weniger glanzvoll ist.

9. Aus „Ocean’s Eleven“ wurde „Frankie und seine Spießgesellen“ (1960)

41 Jahre, bevor George Clooney, Matt Damon und Brad Pitt dem Roman von George Clayton Johnson ihre persönliche Note gaben und damit großen Erfolg hatten, gab es den Filmtitel Ocean’s Eleven schon einmal.

Zumindest gab es den Titel im Original, in der deutschen Version klingt es dann eher nach Schützenfest. Hinter „Frankie und seinen Spießgesellen“ stehen immerhin Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Jr, die Namen klingen deutlich glanzvoller als der Titel.

10. Aus „Toy Soldiers“ wurde „Boy Soldiers“ (1991)

Bei dem einen Filmen handelt es sich nicht um eine uninspirierte Nachmache des anderen, sondern im eine uninspirierte „Übersetzung“ des Titels. Bei dem Action-Drama aus den 90er Jahren wurde tatsächlich nur ein Buchstabe verändert. Warum sie das gemacht haben, werden wahrscheinlich die Verantwortlichen selbst nicht wissen.

11. Aus „How High“ wurde „So High“ (2001)

„Immerhin irgendwas verändern“, das war offenbar auch das Motto bei den Personen, die für die deutsche Titel des Films „How High“ verantwortlich waren. Immerhin waren sie sich in beiden Versionen einig, dass ein Drogen-Wortspiel in den Titel muss.

Die Komödie von Regisseur Jesse Dylan handelt von zwei Kiffern (gespielt von den Rappern Method Man und Redman), die beide in Harvard studieren. Immerhin hatten Cypress Hill einen Gastauftritt in dem Film.

12. Aus „The Heat“ wurde „Taffe Mädels“ (2013)

Wer den noch relativ jungen Film gesehen hat, wird wissen, dass es zwischen FBI-Agentin Sarah Ashburn (gespielt von Sandra Bullock) und der Beamten Shannon Mullins (gespielt von Melissa McCarthy) immer wieder heiß hergeht. Darauf spielt auch der Originaltitel „The Heat“ an.

Nicht wenige haben sich dann gefragt, wie aus einer Frau vom FBI und einer Polizistin in der deutschen Version zwei „taffe Mädels“ wurden. Eine Antwort darauf haben wir auch Jahre später nicht gefunden.

13. Aus „Wise Guys“ wurde „Wise Guys – Zwei Superpflaumen in der Unterwelt“ (1986)

Einen sinnlosen Zusatz haben die Verantwortlichen bei der deutschen Version des Films „Wise Guys“ eingearbeitet. Ob Danny DeVito, einer der Hauptdarsteller, so glücklich damit war, dass er kurzerhand zur „Superpflaume“ wurde?

14. Aus „Up the Creek“ wurde „Das turbogeile Gummiboot“ (1984)

Kommen wir von den „Superpflaumen“ zu den „Turbogeilen“ – auch in diesem Fall wissen wir nicht, was die Verantwortlichen da geritten hat. Gut ist aber, dass sich das Wort auch über drei Jahrzehnte nach dem Film im Sprachgebrauch nicht etabliert hat.

15. Aus „Liar Liar“ wurde „Der Dummschwätzer“ (1997)

Immerhin im Duden steht das Nomen „Dummschwätzer“, wenn auch mit der Einschränkung, dass es nur sehr selten verwendet wird. Bei „Der Dummschwätzer“ handelt es sich um eine von vielen berühmten Komödien mit Jim Carrey in dieser Ära. Eine wörtlichere Übersetzung vom Originaltitel hätte es aber auch getan.

16. Aus „Bridget Jones’ Diary“ wurde „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ (2001)

Ähnlich viele Lacher, aber auch einige herzzerreißende Momente gibt es mit Bridget Jones (gespielt von Renée Zellweger). Während es im Original noch über das Tagebuch des Hauptcharakters geht, wird im Deutschen Schokolade ins Spiel gebracht. Wir suchen rund zwei Jahrzehnte später in dem Film immer noch den Bezug zur Schokolade, oder haben wir etwas übersehen?

17. Aus „Tomorrowland“ wurde „A World Beyond“ (2015)

In diesem Fall sind beide Titel an der Verwirrung nicht ganz unschuldig. Als der Film rund um den Themenpark „Tomorrowland“ 2015 veröffentlicht wurde, zählte das „Tomorrowland“-Musikfestival in Belgien schon zu den größten der Welt.

Disney schien das zunächst nicht zu stören – sie nannten nicht nur den Themenpark, sondern auch den ganzen Film „Tomorrowland“. Bei der deutschen Version war das dann offenbar nicht mehr so genehm, da hieß der Film plötzlich „A World Beyond“ – der Themenpark behielt aber seinen Namen. Wir finden, das Chaos hätte man sich auch sparen können und von Anfang an alles einfach „Tonightland“ nennen können.

18. Aus „Horrible Bosses“ wurde „Kill The Boss“ (2011)

Den Produzenten in den Vereinigten Staaten reichte es schon, die Chefs in der Komödie von Regisseur Seth Gordon als „schrecklich“ zu bezeichen. In Deutschland wollte man da noch eine Schippe drauflegen.

Dadurch wird auch der Fokus von drei schlechten Chefs auf nur einen gelegt. Denn letztlich überleben auch zwei der drei „schrecklichen Chefs“, obwohl eigentlich drei Morde geplant waren.

19. Aus „Welcome to the Dollhouse“ wurde „Willkommen im Tollhaus“ (1995)

Der deutsche Filmtitel hätte gepasst, wenn es eine „Fränkisch zu Hochdeutsch“-Übersetzung gewesen wäre. Allerdings muss man kein Sprachgenie sein, um festzustellen, dass die Übersetzung von „Dollhouse“ zu „Tollhaus“, obwohl es gut klingt, nicht passt. In diesem Sinne: Lasst die Puppen tanzen!

20. Aus „The Other Woman“ wurde „Die Schadenfreundinnen“ (2014)

Die drei Hauptcharaktere (gespielt von Cameron Diaz, Leslie Mann und Kate Upton) bandeln allesamt mit einem Mann (gespielt von Nikolaj Coster-Waldau) an und finden nach und nach heraus, dass es noch eine andere Frau (deswegen der Originaltitel) für ihn gibt.

Das war den Verantwortlichen für die deutsche Version aber offenbar nicht peppig genug, sie fanden eine Wortneuschöpfung passender. Heraus kamen „Die Schadenfreundinnen“, obwohl nicht einmal Schadenfreude ein großes Thema in dem Film ist.

21. Aus „Thor – The Dark World“ wurde „Thor – The Dark Kingdom“ (2013)

In der englischen Version ist es Thors „dunkle Welt“, in der deutschen Version „das dunkle Königreich“ – wir spoilern nicht, wenn wir sagen, dass es sich um denselben Film und auch um denselben Kosmos handelt. Wieso also die Umbenennung? Es bleibt ein Rätsel!

22. Aus „See no evil, hear no evil“ wurde „Die Glücksjäger“ (1989)

Diesmal kann man immerhin vermuten, welcher Gedankengang hinter dem deutschen Titel steht: „Wenn es sich nicht etwas Böses handelt, muss es doch etwas Positives sein.“ Voilá, so kommt man zum Titel „Die Glücksjäger“.

Der Originaltitel kommt übrigens nicht zu Stande, weil es nur um den Kampf „Gut gegen Böse“ geht. Stattdessen geht es darum, dass zwei der wichtigsten Charaktere des Films blind sind.

23. Aus „Hot Fuzz“ wurde „Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis“ (2007)

Einen grausamen Zusatz hatten wir ja schon beim Film „Wise Guys“ – dasselbe Schicksal ist aber auch dem Film „Hot Fuzz“ ereilt. Denn in Deutschland kamen noch „zwei abgewichste Profis“ hinzu.

Die Schauspieler Simon Pegg und Nick Frost in den Hauptrollen werden wahrscheinlich über den Spitznamen nicht gejubelt haben – darüber hinaus ist gut möglich, dass der ein oder andere Kinobesucher davon abgeschreckt wurde.

24. Aus „Mac and Me“ wurde „Mick…mein Freund vom anderen Stern“ (1988)

Bevor es zu Verwirrung kommt, es handelt sich um ein und denselben Film. Nicht nur der Titel wurde in der deutschen Version verändert, sondern auch der Name der Hauptfigur, die nicht mehr Mac, sondern Mick heißt. Wieso das nötig war, wird das Geheimnis der Verantwortlichen bleiben.

25. Aus „Black Eagle“ wurde „Red Eagle“ (1988)

Von vielen Action-Filmen mit Jean-Claude van Damme ist dieser nur die Experten in Erinnerung geblieben. Kurios ist aber, dass der Adler in der Originalversion schwarz ist, in Deutschland plötzlich rot ist.

26. Aus „Tremors“ wurde „Im Land der Raketen-Würmer“ (1990)

Ein Film über ein unheimliches Wesen, das im Original keine besondere Bezeichnung erhalten hat, wurde von den Verantwortlichen prompt als „Raketen-Wurm“ getauft. Das hat für einen der kuriosesten Filmtitel gesorgt, wenn man nicht Kreatur nicht vor Augen hat. Denn wie ein „Raketen-Wurm“ so recht aussehen soll, können wir uns auch drei Jahrzehnte später nicht vorstellen.

27. Aus „Soylent Green“ wurde „…Jahr 2022 …die überleben wollen“ (1973)

Wie sieht das Leben im Jahr 2022 aus? Mit dieser Frage hat sich Regisseur Richard Fleischer in den 70er Jahren befasst und es entstand eine Dystope. Es entsteht unter anderem ein Nahrungsmittel mit dem Namen „Soylent Green“, das eine wichtige Rolle im Film spielt.

Das ist die Geschichte des Originaltitels, die Geschichte des deutschen Titels hingegen ist die von sechs Punkten, einem abgehakten Satz und einer Jahreszahl, mit der die Konsumenten erst einmal nichts anfangen können.

28. Aus „The Man Who Knew Too Little“ wurde „Agent Null Null Nix“ (1997)

Was kann man mit dem Titel „Agent Null Null Nix“ anfangen? Eine passende Antwort wäre wahrscheinlich „Null Null Nix“. In der deutschen Fassung der Komödie gingen ohnehin einige Pointen wegen Übersetzungsschwierigkeiten verloren, da passt der verpatzte Titel nur ins Bild.

29. Aus „Wild Hogs“ wurde „Born to be Wild“ (2007)

Tim Allen, John Travolta und co. auf Motorrädern, da sind offenbar mit den deutschen Verantwortlichen die Pferde durchgegangen. Sie sehnten sich nach ihrer Jugend und ihrem damaligen Lieblingssong „Born to be Wild“ – anders ist kaum zu erklären, wieso ein englischer Titel in einen englischen Titel umgewandelt wurde. Immerhin waren sie sich in beiden Versionen einig, dass es wild herging.

30. Aus „Unknown“ wurde „Unknown Identity“ (2011)

Der Titel „Unknown“ stellte die Verantwortlichen für die deutsche Version offenbar noch nicht zufrieden, sie sind daraufhin noch in sich gegangen. Was kam bei der Suche nach einem besseren Titel heraus? „Unknown Identity“. Augenscheinlich war das schlichtweg passender für den deutschen Markt.

31. Aus „My Bodyguard“ wurde „Die Schulhofratten von Chicago“ (1980)

Im Rahmen einer Rivalität zweier Schuljungen werden zwei anderen Jungen zu ihren Bodyguards, weil es auf dem Schulhof schon einmal härter zur Sache geht. So ist der Originaltitel zu erklären.

Da der Film in Chicago spielt, ist auch der Teil in der deutschen Version verständlich. Doch wie sind die Verantwortlichen in Bezug auf den Film auf das Wort „Schulhofratten“gekommen? Im geläufigen Sprachgebrauch existiert es schlichtweg nicht und es passt auch nicht!

32. Aus „Dragnet“ wurde „Schlappe Bullen beißen nicht“ (1987)

Zwei Polizisten (gespielt von Dan Aykroyd und Tom Hanks) wurden in der deutschen Version kurzerhand zu „schlappen Bullen“ – heutzutage würde man sich das bei Hanks auch nicht mehr trauen, vor 30 Jahren sah das noch anders aus.

Darüber hinaus passt die Bezeichnung im Kontext des Films gar nicht, denn eigentlich machen die Polizisten ihren Job gut. Sollte „schlapp“ auf Sex bezogen sein, passt es erst recht nicht – einer der Polizisten schläft am Ende des Films mit einer Jungfrau, die er schon länger begehrte.

33. Aus „Mean Girls“ wurde „Girls Club“ (2004)

Hier haben sich die deutschen Verantwortlichen offenbar nicht zugetraut, zu bewerten, ob die Mädchen wirklich böse sind. Heraus kam die alternative Version „Girls Club“. Wir sind der Meinung, das hätte man sich auch sparen können – die Produzenten in den Vereinigten Staaten werden sich schon ihre Gedanken gemacht haben.

34. Aus „Airplane“ wurde „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“ (1980)

Im Ausland sind Deutsche nicht unbedingt als übermäßig enthusiastisch verschrien, dagegen wollte man hier offenbar etwas tun. Aus dem einfachen „Flugzeug“-Titel wurde die „unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“. Wir vermuten, den Verantwortlichen in Deutschland hat der Film sehr gut gefallen.

35. Aus „Deliverance“ wurde „Beim Sterben ist jeder der Erste“ (1972)

Falls noch jemand einen Kalender aus dem Jahr 1972 aufbewahrt hat: Bitte melden, falls dort „Beim Sterben ist jeder der Erste“ zu lesen ist. Dieser Filmtitel klingt, als hätte ein Mitarbeiter einfach mal auf gut Glück einen Kalenderspruch vorgeschlagen und damit tatsächlich durchgekommen.

36. Aus „Dodgeball“ wurde „Voll auf die Nüsse“ (2004)

Die US-Sportart Dodgeball ist gerade durch viele Serien und Filme auch in Deutschland bekannt geworden. Einen Film über ein Dodgeball-Turnier auch danach zu benennen, reichte den Verantwortlichen aber nicht.

Heraus kam der komplett alberne Titel „Voll auf die Nüsse“. Der Film an sich ist zwar auch albern (David Hasselhoff spielt einen deutschen Trainer und Chuck Norris spielt Chuck Norris), reicht das aber nicht schon?

37. Aus „Parents“ wurde „Pfui Teufel! – Daddy ist ein Kannibale“ (1989)

Der Film floppte und spielte nicht einmal ein Drittel der Budgetkosten wieder ein. Gerade in Deutschland gab es dafür aber einen guten Grund. Wer rennt bei einem solchen Titel vorfreudig ins Kino?

Der Satz „Pfui Teufel! – Daddy ist ein Kannibale“ wurde in der Geschichte der Menschheit wahrscheinlich nur einmal in dieser Form verwendet und das war, als der Titel vorgeschlagen wurde. Das war nichts!

38. Aus „What Planet Are You From?“ wurde „Good Vibrations – Sex vom anderen Stern“ (2000)

Auch bei dem Film konnten die Ausgaben nicht wiedereingenommen werden! Immerhin geht es um einen Außerirdischen, der keinen Penis hat, aber trotzdem mit einer Frau Sex haben will. Genauso wild wie der Inhalt ist auch der Titel der deutschen Version.

39. Aus „Mo‘ Money“ wurde „Meh‘ Geld“ (1992)

„Mo“ als Abkürzung für „More“, das ist gerade in den Vereinigten Staaten schon seit Jahrzehnten verbreitet. In Deutschland ist die Abkürzung vielen wahrscheinlich durch den Rap-Song „Mo Money Mo Problems“ bekannt.

Also wurde versucht, das einfach zu übersetzen – das hat aber nicht geklappt, denn „meh'“ nutzt in Deutschland einfach keiner. Stattdessen muss man beim Titel der deutschen Version eher an Laute eines Schafes denken.

40. Aus „The Good, the Bad and the Ugly“ wurde „Zwei Glorreiche Halunken“ (1966)

Gerade Clint Eastwood in der Hauptrolle machte aus dem Western einen Klassiker. In der englischen Sprache wurde der Titel zu einer gängigen Redewendung, ein ganz so gutes Händchen hatte man beim deutschen Titel nicht.

Aus den drei Hauptdarstellern („The Good“, „The Bad“ und „The Ugly“) wurden nur zwei in den Vordergrund gestellt. Darüber hinaus hat das Wort „Halunken“ immer mehr an Geläufigkeit verloren.

41. Aus „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ wurde „Vergiss mein nicht!“ (2004)

Die Schauspielleistungen von Jim Carrey und Kate Winslet in dem Drama haben viele Zuschauer zu Tränen gerührt. Mit dem deutschen Titel konnten allerdings nur wenige Fans in Deutschland etwas anfangen.

Im Sprachgebrauch ist der Satz „Vergiss mein nicht“ nicht geläufig, eher kennt man noch die gleichnamige Pflanze. Für einen so viel gelobten Film hätten sich viele einfach einen Titel gewünscht, der deutlich näher am Original ist.

42. Aus „Spy Hard“ wurde „Agent 00 – Mit der Lizenz zum Totlachen“ (1996)

Nirgendwo sonst wird so viel über Lizenzen gesprochen wie in Filmen und ihren Titeln. Sieben Jahre, nachdem James Bond die „Lizenz zum Töten“ bekam, wurde hier die „Lizenz zum Totlachen“ verteilt.

Dass es sich bei dem Film, der mit der Lizenz und „Agent 00“ gleich doppelt auf Bond anspielt, um eine „Stirb Langsam“-Parodie (daher im Original „Spy Hard“ statt „Die Hard“) handelt, macht das Ganze noch verwirrender.

43. Aus „The Internship“ wurde „Prakti.com – Die klicken nicht richtig“ (2013)

Der erste Gedanke beim Zusatz „Die klicken nicht richtig“ ist, dass da ein Wortspiel beim Versuch, es zu übersetzen, in die Hose gegangen ist. Nein, tatsächlich haben sich das die deutschen Verantwortlichen ganz allein ausgedacht. Auch das Wortspiel von „Praktikum“ zu „Prakti.com“ fand nicht jeder gelungen.

44. Aus „Six Degrees of Seperation“ wurde „Das Leben – Ein Sechserpack“ (1993)

Aus den „sechs Stufen der Verzweiflung“ wurde ein „Sechserpack“ – hauptsache die „Sechs“ ist drin, das war wohl die Ansage. Wer durch den deutschen Titel einen Film mit sechs Hauptcharakteren erwartet, wird bitter enttäuscht.

45. Aus „A Man Apart“ wurde „Extreme Rage“ (2003)

„Der englische Titel passt nicht? Dann bauen wir uns einfach einen anderen englischen Titel!“ – natürlich gibt es dafür auch noch andere Beispiele, nachvollziehbar ist es nur in den seltensten Fällen. Wieso den deutschen Verantwortlichen Rache und Wut so wichtig war, bleibt ihr Geheimnis.

46. Aus „Rope“ wurde „Cocktail für eine Leiche“ (1948)

Der Ursprung des Originaltitels wird schnell im Film geklärt, mit dem Seil wird Charakter David getötet. Wer auf einen komischen Moment wartet, indem die Leiche einen Cocktail bekommt, wird mit Blick auf den deutschen Titel aber enttäuscht.

47. Aus „Eight Legged Freaks“ wurde „Arac Attack“ (2002)

Bei diesem Film ist die Geschichte etwas komplizierter. Eigentlich sollte der Titel im Original „Arach Attack“ – nach der englischen Bezeichnung für Spinnentiere „Arachnid“ – genannt werden. Dagegen wurde sich aber in den Vereinigten Staaten aufgrund des Irak-Krieges (Iraq Attack) entschieden.

Deutschland zählte dann aber zu den Ländern, in denen die Idee dann aber offenbar doch in Ordnung war. Wie viele Filmfans im Vorfeld des Blockbusters aber mit Arachniden vertraut waren, steht auf einem anderen Blatt.

48. Aus „Don’t Tell Mom The Babysitter’s Dead“ wurde „Fast Food Family“ (1991)

Im Original wird der Titel schnell erklärt, die überforderte Babysitterin stirbt und sorgt dafür, dass die Kinder erst auf sich alleine gestellt sind. In der deutschen Version wird der Fokus auf Fast Food gelegt, und das, obwohl der einzige Bezug dazu ist, dass Tochter Sue kurzzeitig in einem Fast-Food-Restaurant arbeitet.

49. Aus „Stripes“ wurde „Ich glaub’, mich knutscht ein Elch!“ (1981)

Der Film „Stripes“ thematisiert in erster Linie Patriotismus und das Militär der Vereinigten Staaten. Das wird in „Stripes“ (wie „Stars and Stripes“) gut dargestellt, im Deutschen wird plötzlich ein Elch ins Spiel gebracht.

50. Aus „The Late Show“ wurde „Die Katze kennt den Mörder“ (1977)

Im Grunde wird mit dem deutschen Filmtitel schon der hauptsächliche Handlungsstrang vorweggenommen, obwohl der die Zuschauer eigentlich überraschen soll. Immerhin steht eine Katze häufig im Mittelpunkt. Das Problem ist: Auch wenn die Katze den Mörder kennen sollte, sie kann nicht reden.

Nachdem wir uns nun sehr ausführlich darum gekümmert haben, was bei großen Filmen schiefgegangen ist, möchten wir euch nun Blockbuster der Superlative ans Herz legen. Wir haben hier die teuersten Filmprojekte der Welt für euch zusammengestellt – wenn ihr euch die besten Filme aller Zeiten anschauen wollt, seid ihr hier richtig!