Netflix Tiger King
Foto: Netflix/dpa

Joe Exotic ist durch die Netflix-Doku „Tiger King“ weltweit zum Star geworden. Doch den vermeintlichen Höhepunkt seiner Karriere kann er keineswegs genießen: Er sitzt im Gefängnis.

22 Jahre soll er dort verbringen, weil ein Gericht es als erwiesen ansah, dass der ehemalige Großkatzenzüchter eine dritte Person anheuerte und ihr Geld bezahlen wollte, damit diese seine Rivalin Carole Baskin tötet. Doch der „Tiger King“-Protagonist möchte das nicht auf sich sitzen lassen und nun offenbar gegen das Urteil vorgehen.

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Aber wie will er das aus dem Knast heraus bewerkstelligen? Natürlich mit einem Team von Anwälten. Und das macht jetzt so richtig ernst. Wie „TMZ“ berichtet, soll eine Fallakte vorbereitet worden sein, die nun keinem keinem Geringeren als US-Präsident Donald Trump vorgelegt werden soll. Interessanterweise hatte sich dieser auf einer Pressekonferenz schon einmal einer Frage zum Thema stellen müssen – und angekündigt, sich damit auseinandersetzen zu wollen:

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Vielleicht hat das Anwaltsteam diese – vermutlich nicht ganz ernst gemeinte – Aussage Trumps zum Anlass genommen, in die Vollen zu gehen und Joe Exotic aus der Haft zu befreien. Es ersucht aus folgenden Gründen eine Begnadigung für den Netflix-Star:

  • Joe Exotic ging quasi damit hausieren, dass er Carole Baskin umbringen lassen wolle und bot anderen Menschen bis zu 50.000 US-Dollar für den Mord an ihr an. Hätte er sie ernsthaft umbringen lassen wollen, hätte er nicht jedem davon erzählt.
  • Allen Glover, der letzten Endes angeblich 3000 US-Dollar annahm, um Carole Baskin zu töten (Joe Exotic behauptete hingegen, die Summe sei geflossen, damit Glover den Zoo verlässt und nicht mehr zurückkommt), war als Hauptzeuge vor Gericht möglicherweise voreingenommen. Denn vor einigen Wochen redete er im „TMZ“-Interview von Rache und dass er sich wünsche, er hätte mehr tun können, um Joe Exotic wehzutun.
  • Im Prozess rund um den geplanten Auftragsmord an Carole Baskin kam ebenfalls zur Sprache, dass Joe Exotic Tiger getötet habe. Das Anwaltsteam argumentiert, dass dies nur zur Sprache gebracht worden sei, um ihn schlecht zu machen.

Ihren Standpunkt wollen die Teammitglieder nun vor dem Weißen Haus kundtun. Und dafür haben sie weder Kosten noch Mühen gescheut:

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Mit einem Joe-Exotic-Bus soll es vor den amerikanischen Regierungssitz in Washington D.C. gehen, dann soll die Forderung offiziell gemacht werden. „Tiger King“-Fans dürfen also nicht nur gespannt auf die geplante TV-Serie sein, in der Nicolas Cage die Rolle des Joe Exotic übernehmen soll, sondern auch auf die Entwicklungen im realen Leben. Unmöglich scheint 2020 jedenfalls nichts.

Die Serie „Tiger King: Murder, Mayhem and Madness“ über exzentrische Großkatzen-Liebhaber hat sich bei Netflix innerhalb kürzester Zeit zu einem Riesen-Hit entwickelt. Sieben Folgen der Serie, die im Deutschen „Großkatzen und ihre Raubtiere“ heißt, waren beim Streamingdienst zunächst zu sehen. Nach dem großen Erfolg brachte Netflix noch eine achte Folge heraus, um die es in Deutschland zunächst große Verwirrung gab.