Oliver Welke heute show
Foto: Screenshot "heute show"

Der Moderator der ZDF-Satiresendung „heute show“, Oliver Welke, hat sich für die Solidarität nach dem Angriff auf Mitarbeiter bei Dreharbeiten in Berlin am 1. Mai bedankt. Es seien viele solidarische Grüße und Genesungswünsche eingegangen, sagte Welke in der Sendung am Freitagabend. Zudem stufte der 54-Jahre alte Bielefelder den Angriff als geplant ein.

Ein Kamerateam war vor einer Woche nach Dreharbeiten bei einer Demonstration gegen die Corona-Auflagen in Berlin von einer Gruppe Vermummter attackiert worden. Sechs Menschen wurden dabei nach ZDF-Angaben verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei geht von Tätern aus der linken Szene aus.

Zum Auftakt kam Welke nur kurz auf den Vorfall zu sprechen: „Diese Woche haben wir als Nachrichtensatire also mal erfahren, wie das ist, selber in den Nachrichten vorzukommen – schön.“

Angriff auf Kamerateam der ZDF-„heute-show“: keine Haftbefehle

Nach Beiträgen unter anderem zu Lockerungen der Corona-Auflagen und Forderungen aus der Autoindustrie nach staatlicher Unterstützung kam Welke erst am Ende der Sendung im Gespräch mit dem Satiriker Abelkarim auf den Angriff zu sprechen.

Aufnahmen von der vorausgegangenen „Hygiendemo“, die Abelkarim als „sehr entspannt, sehr friedlich“ beschrieb, zeigte die „heute show “ nicht. Sie würden derzeit vom Landeskriminalamt ausgewertet, sagte Welke.

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Abelkarim, der die Polizei alarmierte und unverletzt blieb, deutete an, dass die Tat geplant war: „Nach dem Vorfall waren sich einige sicher, ich auch: Das sah schon sehr ausgespäht aus.“ Welke sagte, es hätten Fluchtfahrzeuge bereitgestanden.

Moderator Welke erinnerte auch an einen Angriff auf ein Kamerateam der ARD am Mittwoch bei einer nicht genehmigten Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen vor dem Berliner Reichstagsgebäude. „Da fragt man sich schon: Ist es wirklich konsequent, am Rande von Veranstaltungen, die sich angeblich für Grundrechte einsetzen, ausgerechnet die Pressefreiheit im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen zu treten. Das als kleine Denksport-Aufgabe für kommende Demos und als leicht pastorales Schlusswort.“

Quelle: dpa