hart aber fair Frank Plasberg
Foto: ARD Das Erste/WDR/Stephan Pick/obs

Aufregung wegen „Hart aber fair“! Am Montagabend sorgte Moderator Frank Plasberg höchstselbst in seiner Talkshow teilweise für Empörung, mindestens aber für Erstaunen bei den Zuschauern. Er äußerste sich indirekt gewissermaßen abfällig über ARD-Kollegin Anne Will.

Will hatte vor nicht allzu langer Zeit den sogenannten „Gendergap“ in ihrer Talkshow eingeführt. Als „Gendergap“ bezeichnet man die kenntlich gemachte Lücke zwischen der maskulinen und femininen Endung eines Wortes, die auf die Gleichbehandlung der Geschlechter abzielt. Im gesprochenen Wort macht sich der „Gendergap“ durch eine kurze Pause zwischen den Silben bemerkbar.

>> Feministin crasht „hart aber fair“ – Martin Rütter kann sich vor Lachen kaum halten <<

Im Gegensatz zu Anne Will verzichtet Frank Plasberg bei „Hart aber fair“ für gewöhnlich auf diese Methode – und ist in deren Gebrauch entsprechend unsicher. Als er am Montag seine Kollegin Brigitte Büscher nach den Reaktionen der „Zuschauerinnen und Zuschauer“ fragte, schob er ein schnelles „Oder wie sagt man heutzutage? Ich bin da kein Experte“ hinterher. Als er dann die Antwort bekam – nämlich, dass man Zuschauer_innen mit gesprochener Pause sagt – antwortete er: „Klar… Wir sind am Montag, nicht am Sonntag.“ Eine klare Anspielung auf Anne Will, deren Talkshow regelmäßig am Sonntagabend im Ersten ausgestrahlt wird.

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Die Reaktionen im Netz

Im Netz, besonders auf Twitter, äußerten sich einige Zuschauer zu Plasbergs Spitze gegen Anne Will. Und die Mehrheit verurteilte das Verhalten des 63-Jährigen. Unter anderem war vom „ewig gestrigen weißen Mann“ die Rede:

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Andere betiteln Plasberg schlicht als „asozial“:

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Und wiederum andere vermuten eine persönliche Geschichte dahinter:

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Das Erste reagiert gelassen

Beim Sender hingegen sah man den Spruch wohl nicht ganz so eng. Auf Nachfrage von „watson“ erklärte Sprecher Lars Jacob: „Ganz genderneutral sagt man in Kölle: Jeder Jeck is anders. Die eine Moderatorin spricht das Gender-Gap mit, der andere Moderator verzichtet darauf. Das ist die Vielfalt der ARD.“ Es gebe kein einheitliches Vorgehen beim Gendern. Anne Will hat sich noch nicht zu dem Vorfall geäußert.