Game of Thrones Schiffe Targaryen
Foto: Screenshot YouTube/Game of Thrones

Die Hälfte ist geschafft! Nach den ersten drei von insgesamt sechs Folgen der achten Staffel „Game of Thrones“ steuert die Hit-Serie unaufhaltsam auf das Finale zu. Die vierte Episode wird in der Nacht von Sonntag auf Montag um 3 Uhr früh bei Sky ausgestrahlt. Wir wagen einen Ausblick auf das, was uns erwartet und stellen fünf Thesen auf, was in der neuen Folge passieren wird.

ACHTUNG: DIESER TEXT ENTHÄLT SPOILER! Wenn ihr keine Informationen zu den bisher gezeigten Folgen der achten Staffel von Game of Thrones erfahren wollt, lest auf keinen Fall weiter!

Nach der „langen Nacht“ ist vor der nächsten Schlacht! Oder wie es Daenerys Targaryen im Teaser zur vierten Episode sagt: „Wir haben den großen Krieg gewonnen. Jetzt werden wir auch den letzten Krieg gewinnen.“ Denn, das darf man jetzt so sagen, die Weißen Wanderer und der Nachtkönig sind besiegt. Die Gefahr aus dem eisigen Norden ist gebannt. Und genau das bringt uns zu unserer ersten These.

These 1: Der Nachtkönig ist Geschichte und spielt keine Rolle mehr

Für viele Zuschauer war es ein Paukenschlag. Zum Ende der dritten Episode „Die lange Nacht“ ist es Arya Stark, die sich aus dem Hinterhalt unbemerkt an den Nachtkönig heranpirscht und ihm einen Dolch aus Valyrischem Stahl in den Oberkörper rammt. Der Nachtkönig zersplittert in tausende Eiskristalle und mit ihm auch seine Gefolgschaft samt Wiederkehrer. Ein Tod, der viele Fans überraschte und der viele Fragen offen ließ. Warum zum Beispiel hatte es der Nachtkönig nach tausenden Jahren hinter der Mauer überhaupt auf die Menschen abgesehen? Warum ließ er sie vorher für so lange Zeit in Frieden? Gab es einen Pakt oder eine Vereinbarung, die gebrochen wurde? Wir glauben, dass wir das nicht in der 4. Folge erfahren werden. Wir tippen eher auf das Prequel der Serie.

Der Nachtkönig wurde zwar über fast alle Staffeln hinweg als größte anzunehmende Gefahr stilisiert, hat mit dem eigentlichen Kampf um den Eisernen Thron aber herzlich wenig zu tun gehabt. So gesehen war er mit seiner Zombie-Armee fast schon Mittel zum Zweck, um die Truppen, die Daenerys vor der „langen Nacht“ um sich scharte, erheblich zu dezimieren. Wäre das nicht passiert, hätte die Drachenmutter in Königsmund mit ihren Dothraki, Unbefleckten und drei Drachen vermutlich ein leichtes Spiel gehabt, die Wildlinge und Stark-Krieger noch nichtmal mit eingerechnet. Nach dem Tod des Nachtkönigs ist außerdem klar: Die viel größere Gefahr heißt Cersei Lennister! Dazu aber später mehr.

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These 2: Daenerys kann auf den Norden zählen

Wie im Trailer zur vierten Episode deutlich wird, scheint sich Daenerys das Vertrauen der Nordmänner in Winterfell erkämpft zu haben. Es ist nicht Sansa Stark, die zu ihren Gefolgsleuten spricht, sondern Daenerys, die den Ton angibt. Das ist insofern überraschend, da Sansa bislang nicht wirklich Gefallen an Daenerys finden konnte. In der zweiten Folge der achten Staffel bekam sie keine Antwort auf die Frage, was denn mit dem Norden passiere, sollte Daenerys tatsächlich den Eisernen Thron besteigen. Hier ist das letzte Wort also noch nicht gesprochen!

Für den Moment sieht es aber so aus, als würde Sansa Daenerys das Feld überlassen. Und Danys Ansprache kommt an! Als sie sagt, dass sie den großen Krieg gewonnen haben und nun auch den „letzten Krieg“ gewinnen werden, rasten ihrer Zuhörer förmlich aus und prosten sich zu. Der Sieg über den Nachtkönig muss offenbar erst noch gebührend gefeiert werden, ehe es weiter in Richtung Königsmund geht. Zuvor aber – auch das wird im Trailer zur vierten Folge deutlich – wird in Winterfell aufgeräumt, die Toten werden verbrannt und die noch übrigen Streitkräfte in Stellung gebracht.

These 3: Über die Eiseninseln geht es nach Königsmund

Theon Graufreud starb in der „langen Nacht“ einen heldenhaften Tod, als er Bran Stark gegen eine Horde Wiedergänger verteidigte und erst bei seiner Attacke auf den Nachtkönig von diesem getötet wurde. Seine Schwester Asha, die Theon in der ersten Folge der achten Staffel aus der Gefangenschaft ihres Onkels Euron befreite, könnte nun eine entscheidende Rolle spielen. Zurück auf den Eiseninseln befehligt sie als letzter lebender Nachkomme von Balon Graufreud die noch verbliebenen Eisenmänner, die sich nicht ihrem Onkel Euron angeschlossen haben.

Viel wichtiger aber: Sie kann Daenerys eine Schiffsflotte bieten, um nach Königsmund zu segeln. Entsprechennd geht es im Trailer zur vierten Episode auch unter dem Wappen der Targaryen übers Meer und man wäre für eine Schlacht gegen Euron und seiner Flotte vor Köningsmund bestens gerüstet. Fraglich ist nur, ob es überhaupt zu einer Schlacht auf dem Wasser kommen wird, denn Daenerys hat schon in der sechsten Staffel bewiesen, dass es ihr dank ihrer Drachen ein leichtes ist, Schiffe zu versenken.

These 4: Euron will Cersei heiraten

Euron hat Wort gehalten und die unter der Leitung von Generalhauptmann Harry Strickland stehende Goldene Kompanie, ein etwa 20.000 Mann starker Söldner-Trupp aus Essos, nach Königsmund gebracht, um Cersei im Kampf gegen den Feind zu unterstützen.

Zum Dank bekam er eine Runde Sex mit der Königin und hat nun offenbar Großes vor: Er geht auf die Knie und hält um ihre Hand an. Dass Cersei den Antrag ablehnt, ist unwahrscheinlich. Immerhin braucht sie seine Flotte.

Und Euron hätte – eine siegreiche Schlacht gegen Daenerys und den Norden vorausgesetzt – ja auch durchaus etwas von der Hochzeit mit der Königin. Denn er wäre dann der König an der Seite der Regentin von Westeros. Da der Thron durch Geburtsrecht vererbt wird, hätte er im Falle von Cerseis Tod lediglich das Anrecht, wenn Cerseis Verwandtschaft tot ist. Euron hat also durchaus ein gesteigertes Interesse am Tod von Tyrion und Jaime, Cerseis Brüdern. Sollte Cersei zudem wirklich von Jaime schwanger sein, stünde dieses noch ungeborene Kind in der Thronfolge ganz vorne. 

These 5: Cersei nutzt ihr Volk als Schutzschild – und bringt notfalls alle um

Dass Cersei keinerlei Skrupel kennt und den Eisernen Thron um jeden Preis verteidigen wird, ist klar. Wir glauben, dass sie für dieses Ziel sogar bereit ist, zehntausende ihrer Bürger zu opfern. Frei nach dem Motto: Wenn ich schon nicht über die sieben Königslande herrschen kann, dann soll es auch niemand anderes tun. 

So gibt es diverse Fan-Theorien, die davon ausgehen, dass Cersei im Fall der Fälle ganz Königsmund in die Luft jagen wird. Schon in der zehnten Folge der sechsten Staffel fackelte sie die Große Septe von Baelor mit Seefeuer ab. Die extrem brennbare Substanz wurde einst von den Alchemisten des Irren Königs, Aerys II. Targaryen, überall in Königsmund verteilt und könnte somit noch immer eine große Gefahr darstellen.

Zudem wissen wir seit einer Vision von Bran, dass das Seefeuer in Königsmund schon einmal entzündet werden sollte. Als Robert Baratheon den Irren König stürzen wollte, schrie dieser noch „Verbrennt sie alle“, ehe er von einem gewissen Jaime Lennister, Mitglied seiner Königsgarde, ermordet wurde.

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Gut möglich also, dass sich die Geschichte in den kommenden Folgen wiederholt. Und wer weiß, vielleicht ist es ja erneut Jaime, der zum Königsmörder wird.