Micky Beisenherz
Foto: Markus Scholz/dpa

Das „Duell um die Welt“ ist nichts für schwache Nerven – das wissen Zuschauer und Teilnehmer nicht erst seit gestern. Am Freitagabend allerdings wurde ein neues Level erreicht: Die Aufgabe von Micky Beisenherz hinterließ nichts als Ekel.

Fürs „Team Klaas“ hatte der Moderator eine Reise nach Lettland angetreten. Wie üblich hatte sich Klaas Heufer-Umlaufs Kontrahent Joko Winterscheidt eine Aufgabe für dessen „Schützling“ ausgedacht. Beisenherz‘ Lettland-Aufenthalt wurde von scharfen Chilis bestimmt: Der 43-Jährige musste Unmengen verspeisen und als er im Whirlpool vermeintlich mal entspannen konnte, wurden die scharfen Schoten ins Wasser gekippt. Entsprechend mitgenommen sah er aus:

 

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Doch das war längst nicht alles. Und was folgte, überschritt die Grenze des guten Geschmacks bei Weitem. Beisenherz wurde in ein dunkles Theater geführt, wo ihm der Künstler Arthur Berzinsh ein verstörendes Video vorspielte: „Man sah so einen Typen mit freiem Oberkörper. Dann kam eine Frau mit einem Schutzanzug und zeichnete mit einem Edding ein Dreieck auf seinen Rücken. Dann fuhr sie mit einem Skalpell diese Linien nach – Und zwar so tief, dass es auch direkt geblutet hat – und schnitt ihm dieses Dreieck Fleisch aus dem Rücken. Richtig übel wurde es, als sie die Pinzette nahm und ihm dann dieses Stück Fleisch aus dem Rücken zupfte.“

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Laut Berzinsh handelte es sich dabei um eine „Performance-Kunst, die unsere moderne Gesellschaft und unser Konsumverhalten zeigt“ – und die laut Joko am Tag zuvor aufgeführt genau so aufgeführt wurde. Bereits bedient, folgte für Beisenherz aber gleich der nächste Schock: „Das Stück Fleisch wanderte dann in eine Bratpfanne und wurde dort dann gebraten. Dann war das offensichtlich durch, kam auf einen Teller mit einer Chilischote und der Typ hat dann das Stück Fleisch aus dem eigenen Rücken verzehrt.“

„Das ist doch sowas wie Kannibalismus“, warf der Moderator dem Künstler völlig aufgebracht an den Kopf. „Nicht direkt. Er hat nur sich selbst gegessen“, entgegnete dieser. Und schickte wenig später die Schock-Nachricht hinterher: „Um den Länderpunkt zu bekommen, müssen Sie die gleiche Prozedur über sich ergehen lassen.“

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An dieser Stelle sei Beisenherz klar gewesen, dass er „Team Klaas“ keinen Länderpunkt bescheren würde. „Das wäre dumm und verantwortungslos mir selbst gegenüber, geschweige denn, das im Fernsehen zu zeigen. Was hat Joko sich dabei gedacht? Ist das seine Vorstellung von modernem Fernsehen?“, fragte er. Und auch Heufer-Umlauf platzte der Kragem. „Das kann nicht dein Ernst sein, dass Micky sich selber essen soll?!“, fuhr er Winterscheidt an. Der erklärte nüchtern: „Am Ende ist das hier eine Konsumkritik. Wir essen Tiere, verschwenden unsere Rohstoffe. Das ist genau das gleiche Prinzip!“

„Duell um die Welt“: Zuschauer verstört von Beisenherz-Aufgabe – Absetzung gefordert

Genau so schockiert wie Heufer-Umlauf und Beisenherz waren auch die „Das Duell um die Welt“-Zuschauer. Ihrem Unmut machten sie auf Twitter Luft. „Das ist doch krank“, schrieb User „PanUnicorn“ schlicht:

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Andere konnten es auch nach mehrmaligem Hinsehen nicht fassen:

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Und wieder andere machten sich tiefergehende Gedanken:

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Von nicht wenigen Zuschauern wurde sogar die Absetzung der Show gefordert:

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Einige Zuschauer:innen gestehen auch, sie hätten weggeschaltet hätten, als sie von der Beisenherz-Aufgabe hörten. Weiter ging die Show aber trotzdem – mit Klaas Heufer-Umlauf als Sieger:

 

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Am Ende nützte Winterscheidt der nicht geholte Punkt von Beisenherz also nichts: Er bekam lediglich eine „unehrenhafte Medaille“ für seinen „verwerflichen Einsatz“, Heufer-Umlauf gewann „Das Duell um die Welt“ und wurde zum „Weltmeister“ gekürt. Den Großteil der ProSieben-Zuschauer dürfte das allerdings nicht mehr sonderlich interessiert haben.