Dschungelcamp 2020 Tag 10 Camp
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Einige ehemalige DSDS-Kandidaten sind schon in den australischen Dschungel gezogen, Joey Heindle und Menderes Bagci haben sogar gewonnen. Nun versucht Prince Damien sein Glück.

Auch für ihn geht es ins Dschungelcamp – aber nicht, ohne vorher im „RTL“-Interview noch wichtige IBES-Fragen zu beantworten.

Warum gehen Sie in den Dschungel?

Vor allen Dingen ist meine Rente nicht gesichert. Die letzten drei Jahre liefen sehr gut für mich. Ich konnte davon leben. Aber so habe ich das Geld und kann es in meine Altersvorsorge stecken, was für mich sehr wichtig ist. Vor allen Dingen bekommst du nie die Möglichkeit, im Dschungel zu pennen. Das bekommen wir alles for free mit. Dann haben wir noch Abenteuer. Das finde ich super geil und ab und zu kommen große Echsen ins Camp und das ist auch cool.

Was reizt Sie am Dschungel?

Es hat mich sehr gelockt, weil wir in einem sehr kalten Land leben. Die Möglichkeit, einfach nach Australien zu fliegen und erstmal Sonne tanken zu können, in den Dschungel zu gehen, auch ein Detox-Wochenende oder besser gesagt zwei Detox-Wochen zu haben, das hat mich einfach gereizt. Dafür noch bezahlt zu werden, ist einfach mega toll!

Also reizt vor allem das Wetter?

Das Wetter, die Krokodile, ich wollte schon immer mal mit Krokodilen schwimmen und in Deutschland gibt es, glaube ich, nur einen Park, in dem man mit Krokodilen schwimmen kann, aber der ist ein bisschen zwielichtig und hat nicht so gute Bewertungen. Und natürlich Australien. Ich liebe Australien und ich habe zu Hause bis vor kurzem einen Bartagamen gehabt und die kommt auch aus Australien.

Ist für Sie der Dschungel eine Kur?

Für mich ist das wie so eine Kur. Auch emotional und seelisch. Nicht nur wegen dem Essen, sondern weil ich dann auch mit Menschen zusammen bin, wo ich nicht wirklich entscheiden kann, okay mit dir will ich jetzt die nächsten 24 Stunden verbringen. Ich führe ein sehr zurückgezogenes Leben. Ich bin im privaten Raum nicht so mit verschiedenen Charakteren und Menschen konfrontiert und dort habe ich die Möglichkeit, diese soziale Ader mal auszuprobieren.

Unterschätzen Sie den Dschungel vielleicht?

Ich denke, dass ich den Dschungel schon unterschätze. Definitiv, denn das was man im Fernsehen sieht als Zuschauer, ist etwas völlig anderes, als tatsächlich dort zu sein. In einer Situation, die man selber nicht gewohnt ist, mit Essens- und Schlafentzug. Es wird eine sehr große und rasante Achterbahnfahrt für mich werden.

Was für Haustiere haben Sie?

Ich habe Molche. Dann habe ich noch einen Salamander und Echsen. Ich habe einen grünen Leguan, der Schwanz ist abgebrochen, sonst wäre er jetzt über einen Meter lang. Und einen Bartagamen hatte ich bis vor kurzem. Diese Tiere liebe ich über alles. Ich habe den Tieren mehr Raum in meinem Zimmer gegeben, als mir selbst.

Sie besitzen also fast einen halben Dschungel?

Ich habe tatsächlich einen halben Dschungel. Wobei ich zuhause keine Insekten oder Hoden fressen muss.

Wer kümmert sich in Ihrer Abwesenheit um die Tiere?

Ich habe einen Freund, der dann vorbeikommen und sich um die Wohnung kümmern wird. Ich hoffe das wird richtig gut funktionieren. Wenn nicht, dann kann ich da auch nichts mehr machen.

Was sind Sie für ein Typ?

Ich bin eigentlich recht eigenbrötlerisch. Wenn ich zuhause bin, dann habe ich gerne meine Ruhe. Ich gehe wirklich selten aus, weil es mir nicht so gefällt und es gibt wenige Menschen, die die gleichen Interessen teilen. Viele Menschen wollen saufen gehen, in die Disco und lange tanzen. Ich relaxe lieber, aber so normale Sachen, die jeder in meinem Alter machen würde, wie Ausgehen und Alkohol ist für mich kein Reiz.

Sind Sie vielleicht auch ein zerrissener Mensch?

Ich glaube einfach, dass ich zwei Seiten, also zwei Persönlichkeiten habe. Eine ist die Outgoing-Persönlichkeit, aber die ist nicht 24 Stunden da und irgendwann kommt auch der Couchpotato-ich-will-meine-Ruhe-haben-Prince zum Vorschein.

Sind Sie vergeben?

Ich bin Single. Single as fuck. Ich hatte noch nie eine richtige Liebesbeziehung. Meistens scheitert es wahrscheinlich an mir. Entweder ich bin nicht so romantisch oder ich habe zu hohe Ansprüche. Leute, in die ich mich verliebe, wollen dann meistens nichts von mir und wollen mich nur als Freund haben. Ich habe mich noch auf kein Geschlecht festgelegt. Ich stehe auf beides: Jungs und Mädchen.

Was ist das Schlimmste, was im Dschungel passieren könnte?

Das Schlimmste, was passieren könnte, wäre Essenzentzug. Das wird definitiv passieren. Ich glaube, dass meiste Konfrontationspotential habe ich im Dschungel oder ich kann nichts mehr antworten, weil mir nichts mehr einfällt. Das könnte sehr schwierig werden.

Wenn es zu Konflikten im Camp kommt – wie gehen Sie damit um?

Ich werde dann versuchen mich aus dieser Konversation rauszuschmuggeln. So mache ich das meistens und es hat meistens auch geklappt.

Wird man Sie auch nackt sehen?

Ich bin kein Nudist. Ich glaube, meine Oma wird da auch ab und zu mal reinzappen und die hat mich damals als Kind nackt gesehen und das hat ihr da auch schon gelangt. Nein, das will ich niemandem antun.

Haben Sie Angst vor Spinnen, Kakerlaken und Co.?

Das mit den Kakerlaken versuche ich auszublenden. Ich füttere meine Tiere natürlich auch mit Lebendfutter, aber ich musste das nie selbst essen. Da käme ich schon an meine Grenzen.

Ihre Nieten über dem linken Auge sind mittlerweile ein Markenzeichen. Werden die festgetackert?

Die mache ich mit Kleber dran und mit einem Lösungsmittel bekomme ich das auch wieder weg. Ich wollte immer Piercings haben, aber Löcher im Gesicht zu haben, bis man tot ist, ist nicht so sexy.

Ihr Plan ist also die Nieten auch im Dschungel zu tragen?

Im Dschungel möchte ich auf jeden Fall meine Nieten dranbehalten. Wenn man es mitnehmen darf, würde ich es machen.

Was wäre denn eine Herausforderung im Dschungel?
Meine allergrößte Herausforderung werden die Menschen sein. Wenn ich kein Essen habe, dann steht die Moral ganz weit hinten an. Es kann sein, dass eine ganz böse dunkle Seite von mir rauskommt, die es bis vor kurzem noch nicht so offiziell zu sehen gab.

Was werden Sie vermissen?

Am meisten werde ich den Kontakt zur Außenwelt vermissen. Wir haben kein Handy, was bedeutet, dass ich meiner Oma nicht guten Morgen oder gute Nacht schreiben kann.