Der Ton im Dschungel wird rauher, jetzt wo es in die entscheidende Phase geht. Täglich fliegt einer raus und die verbliebenen Kandidaten wittern die Chance auf die 100.000-Euro-Siegprämie.

Vor allem der (un)mögliche Millionär Bastian Yotta meint es ernst. Hoffentlich nicht nur, weil bei ihm zu Hause das Geld etwas knapper wird. Doch anders lassen sich seine Verhaltens-Auswüchse eigentlich nicht erklären. Am Samstag ging der Miracle-Morning-Guru jedenfalls steil – und Sibylle Rauch nach Hause.

Highlight des Tages

„Fick‘ mit mir und ich fick dich doppelt zurück!“ Die Dauer-Fehde zwischen Bastian und seinem Currywurst-Feind Chris Töpperwien ist wieder Thema Nummer eins im Camp. Der bereits von den Zuschauern zum Ober-Loser gewählte Domenico De Cicco und GZSZ-Zopfträger Felix van Deventer regen an, dass Bastian sich doch mal mit Chris aussprechen soll. Eine ziemlich gute Idee – zumindest für die Streit-Voyeuristen unter den TV-Zuschauern.

„Ich bin auf ihn zugegangen“, rechtfertigt der selbsternannte Millionär gereizt und erzählt, wie es war: „‘Sollen wir nicht mal zwei Minuten unter vier Augen sprechen?‘ Er sagt: ‚Nein. Ich will nicht mit dir reden.‘ Ok! Dann leck‘ mich. Ich habe den Streit nicht angefangen.“

Okay, das ging schief. Doch Bastian legt nach: „Ich freue mich schon, wenn er sein Coming Out hat hier im Dschungel. Aber man muss auch fragen, was zuvor war. Er ist zur Presse und hat Scheiß über mich geredet. Dann habe ich zurückgeschossen und gepostet: Richtige Männer machen das nicht. Oh, da haben wir den Fehler. Richtige Männer? Pussys machen das natürlich. Also wissen wir jetzt was Chris ist! Er ist zur Presse, weil ich gespendet habe. Als in Malibu die Feuer waren, habe ich gesagt, jeder der meinen Onlinekurs heute noch kauft, dann verdoppele ich. Da sagt der, der Yotta nutzt das Feuer aus für sein Business. So hat es angefangen.“

Bastians Version scheint Bastian Recht zu geben und deshalb folgt er seinen proletarisch geprägten Gedanken bei der abschließenden Ansage: „Hinterfotzige Drecksau! So was macht man nicht.“ Und um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, spuckt Bastian verächtlich auf den Boden. „Du kannst mir ins Gesicht sagen, dass ich ein Arschloch bin, kein Problem, dann diskutieren wir es aus. Aber nicht an die Presse. Deswegen traue ich dem Typen überhaupt nicht mehr! Null! Wenn er mich angreift, dann schieße ich zurück“, sagte Yotta der Öffentlichkeit von mehreren Millionen Zusehern.

Wie Bastian bereits sagte: „Fick‘ mit mir und ich fick dich doppelt zurück!“ Der 42-Jährige hat einmal mehr seine Extraklasse unter Beweis gestellt. Einfach ein geiler Typ!

Aufreger des Tages

Zickenkrieg: Die emotionale Kluft zwischen dem Duo Sandra/Doreen und Gisele ist groß. In den frühen Morgenstunden sitzen die Bob-Olympiasiegerin und die Schauspielerin völlig genervt vor dem Lagerfeuer. Erstes Thema ist Giseles Verweigerung, eine Nachtwache zu halten. „Nur weil sie gestern sieben Sterne geholt hat, wird ihr ja jetzt nicht der Arsch hinterher getragen“, ätzt Sandra.

Doreen ist noch schlechter auf Gisele zu sprechen: „Ich habe noch nie so einen Menschen erlebt. Ich habe auch noch nie so eine Abneigung gegen einen Menschen gehabt. Die wird mir zu viel. Ich kann alle ertragen, wirklich! Allein, wenn sie den Mund aufmacht, regt mich das auf! Ich kann bei ihr nicht anders. Vor allem wenn nur die Hälfte stimmt von dem was sie sagt! Es widerspricht sich alles. Das ist unglaublich!“

Ziemlich wahrscheinlich kommt da noch mehr.

Spruch des Tages:

„Boah, ist das ekelig. Der hat bestimmt noch Sperma innendrin!“ (Evelyn „The Brain“ Burdecki zum Känguru-Schwanz, den Sibylle Rauch isst)

Dschungelprüfung des Tages:

Zum ersten Mal in dieser Staffel dürfen die Dschungelbewohner untereinander entscheiden, wer zur Prüfung muss. Damit ist schnell klar: Gisele trifft es nicht. Stattdessen treten Felix und Doreen an, und zwar im „Zirkus Felido“. Das steht für Felix und Doreen und es bleibt die Hoffnung, dass nicht all zu viele RTL-Mitarbeiter an dem hierfür notwendigen Brainstorming teilgenommen haben. Die kleinen Spielchen mit Zylindern, Gitterboxen, einer Wippe und Clownshosen sind halbwegs unterhaltsam.

Richtig gut wird es aber erst, als Doreen von einem Krokodil angepinkelt wird. Letztlich lassen sich die Protagonisten davon und auch von anderem Ungetier nicht abhalten, insgesamt sieben Sterne einzuheimsen.

Held des Tages:

Sibylle Rauch weiß einfach, was gut ist! Vier Kräutersaitlinge, vier Mini-Auberginen, ein Kürbis, ein Bund Grünkohl und ein Känguru-Schwanz – das ist die Sieben-Sterne-Ausbeute von Giseles letzter Prüfung. Alle sind von dem Schwanz angewidert und winken ab. Nur Sybille nicht: „Da freue ich mich wirklich! Ich ess‘ das gern, wenn ihr nicht wollt.“ So nagt sie am Ende des Abendessens auch genüsslich das Fleisch vom Knochen – stilvoll und unnachahmlich. Endlich Sättigung!

Idiot des Tages:

Den Zuschauern sei Dank, Domenico De Cicco muss gehen. Warum der einstige Bachelorette-Kandidat die geringsten Sympathien einheimste, ist dem Mann mit dem glitschigen Rückgrat auch im Moment seines bescheidenen Abgangs nicht ersichtlich. Der erste Kandidat, der das Camp verlassen muss, ignoriert die Umstände: „Leute, es war eine geile Zeit.“ Fragt sich nur, für wen?

„Aber klar, ist es enttäuschend! Aber ich freue mich jetzt auf draußen. Jetzt habe ich sieben Tage im Hotel.“ Sieben Tage im Hotel sind eine Freude wert? Ah, stimmt, das ist gut für ihn. Da hat er reichlich Zeit, sich die Haare zu kämmen.

Domenico: „Das musste so sein, entweder als Erster oder als Letzter.“ Puh, die Weisheiten haben ihn auch nicht gerettet. Schließlich bekommt er doch noch einen Hauch Einsicht: „Ich hätte aber nicht gedacht, dass ich als Erster rausfliege. 100.000 Euro wären geil gewesen.“ Stattdessen muss er nun weinen und seine erste Frage: „Kann ich meinen Instagram-Account aufrufen? Ich will wissen, ob Follower dazugekommen sind.“ Ja, und tschüss!

Wer muss das Dschungelcamp verlassen?

Sibylle Rauch muss als nächste gehen. Letztlich war ihr Auftritt nicht ereignisreich genug.