Foto: TV Now
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Neben einer explosiven Ansprache von Ex-Dschungel-Ungetüm Thorsten Legat, einem weiteren Peinlich-Auftritt von Lustmolch Tommi Piper und einigen anderen Highlights ist die Liebes-Beichte von Schauspielerin Doreen Dietel am achten Tag des Dschungelcamps beinahe untergegangen. Dabei gesteht die 44-Jährige ihrem Ex ihre Liebe und vergießt dabei bittere Tränen der Reue.

Bei einer gemeinsamen Nachtwache mit Sex-Expertin Leila Lowfire packt Dietel aus. Das Nähkästchen ihrer verlorenen Liebe ist randvoll. Und so recht weiß sie selbst nicht, wo Anfang und Ende der Geschichte liegen. Jedenfalls faselt sie in der Dunkelheit Australiens mit Flüsterton drauf los: „Die Krone ist mir nicht wichtig wegen der Krone, sondern wegen der Anerkennung. Damit ich denke, ich bin gar nicht so verkehrt, wenn die Menschen mich draußen liebhaben. Es geht einfach nur um das Liebhaben. Und das geht so weit rein, dass ich den Tobi, der immer lieb zu mir ist und mich geliebt hat, nicht so annehmen kann.“

Tobi – um den geht es ihr eigentlich. Tobi heißt mit bürgerlichem Namen Tobias Guttenberg und ist Produktionsdesigner. Mit ihm war Dietel bis zum Sommer vergangenen Jahres für rund fünf Jahre liiert. Beide haben einen gemeinsamen Sohn Marlow.

Doch Dietel verliert den Faden und spricht vor etwa sechs Millionen TV-Zuschauern von anderen Männern: „Immer nur so Arschlochtypen. Ich habe was mit einem gehabt, super Typ, aber hier…“ Doreen deutet einen Flaschentrinker an. „Immer Problemfälle ziehe ich an. Und da habe ich den Mann an meiner Seite, der zu mir steht, der fleißig ist, ehrlich, bildhübsch und der dazu noch so ein totales Sonnenscheinleben gehabt hat. Und ich mit meinem verkorksten Leben, sowas passt irgendwie nicht zusammen.“

So langsam offenbart Dietel den Kern ihrer Geschichte. „Ich habe Tobi so wehgetan, er hätte sich eine Familie gewünscht, eine Frau mit Kind. Wo alles so läuft, wie es im Bilderbuch steht. Ich habe es ihm kaputt gemacht.“

Zuhöhrerin Lowfire beschwichtigt: „Ach, Quatsch.“

Doch Doreen weiß es besser: „Doch, doch. Er sagt es ja auch.“

Lowfire spricht der inzwischen in Tränen aufgelösten Dietel weiter Mut zu: „Du kannst ja nix für deine Gefühle.“

Dietel: „Man kann sich ja ein bisschen zusammenreißen. Ich sage manchmal so doofe Sachen zu ihm. Seine Eltern sind auch voll gegen mich. Ich habe so eine Katastrophe…“

Lowfire: „Solange du dein Bestes gibst, scheiß‘ drauf.“

Dietel: „Ich war die letzten sieben Monate einfach nur fleißig und habe dabei meine Familie vergessen. Wenn ich mir was wünschen oder zaubern könnte, dann würde ich die Zeit zurückdrehen, an den Tag, an dem mein Kind geboren wurde. Ich würde alles anders machen. Ich würde doch nicht arbeiten fahren und mein Kind krank zu Hause lassen. Und Sex ist auch nicht alles im Leben. Es liegt so viel an mir. Und diese Sportsucht: jeden Tag, jeden Tag! Er wollte mit mir einen Ausflug machen: ‚Nein, ich muss noch mein Spinning machen‘. Ich habe es voll verkackt.“

Dietel erzählt, dass die Schwangerschaft für sie anfangs eine Horror-Nachricht gewesen sei. „Ich habe zum Glück nicht abgetrieben“, gesteht die Camperin, die seinerzeit durchgedreht sei. „Ich habe niemals an Kinder gedacht. Ich hatte ein Alter, das nicht angemessen war und weil ich mit Tobias erst fünf Monate zusammen war.“

Für Dietel, die es 2007 noch auf das Cover des Playboy geschafft hatte, ging es in den vergangenen Jahren karrieretechnisch ebenfalls bergab, bis sie nun im Dschungelcamp landete. Ob die gelernte Einzelhandelskauffrau mit diesem Auftritt eine Kehrtwende schafft, bleibt abzuwarten. Ob sie ihren Freund zurückbekommt, auch. Aber die Hoffnung hat sie nicht aufgegeben: „Ich wünsche mir auch, dass er das sieht, was ich gerade erzählt habe, dass er sieht, dass ich ihn noch liebe.“