Dschungelcamp IBES Tag 2
Foto: TVNOW

Der fünfte Tag im Dschungelcamp 2020 bringt zunächst Altbekanntes: Danni Büchner scheitert krachend an einer Prüfung, jammert und erzählt anschließend Horror-Geschichten aus ihrem Leben. Alles beim Alten also? Naja, nicht so ganz. Denn die anderen Camper bekommen langsam Hunger, da liegen naturgemäß die Nerven schneller blank. Das verspricht Action.

Dschungelprüfung des Tages

Fünfter Tag, fünfte Prüfung für Danni Büchner. Nachdem sich die Witwe von Kult-Auswanderer Jens Büchner zuletzt in den Prüfungen stark verbessert präsentiert hatte, erlebt sie einen schlimmen Rückfall in alte Muster.

In der Dschungelprüfung „Ge-Fahrstuhl“ muss Danni in einen Fahrstuhl steigen, der sie drei Etagen nach unten fährt. Auf jeder Etage stoppt der Lift und die 41-Jährige hat drei Minuten Zeit, um elf Sterne zwischen Pythons, Ratten und Spinnen zu suchen.

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Doch so lange hält die psychisch eher nicht so stabile Danni nicht durch. Nach der ersten Kakerlaken-Dusche liegen ihre Nerven komplett blank. Sie schreit und wimmert. Dann geht die erste Tür auf, Danni sieht Pythons – und ist sofort am Rande des Nervenzusammenbruchs. Heulend und nach Luft schnappend bricht sie die Prüfung ab: null Punkte – das verspricht gute Laune unter den Mitbewohnern, die ohnehin schon von der „Danni-Show“ im Camp leicht genervt sind. Doch hierzu später mehr.

Aufreger des Tages

Auch bei uns geht die „Danni-Show“ weiter. Warum? Weil ihr ständiger Seelen-Striptease nervt. So auch am fünften Tag. Ist es ihre Strategie, jeden Tag häppchenweise Horrorgeschichten aus ihrem Leben preiszugeben? Es scheint so. Am Lagerfeuer steckt sie Claudia Norberg, dass sie als Kind sehr auf ihren Vater fixiert war: „Mit 13 Jahren ist dann etwas passiert, das nicht so schön war.“ Sie beichtet weiter, dass ihr Vater Alkoholiker war und ihre Mutter früher oft verprügelt habe und sie dabei zusehen musste. Der Vater brannte dann mit einer Teenagerin durch.

Es folgt die nächste Horrorgeschichte. Es geht um Dannis ersten Mann. Claudia will wissen, ob sie noch Kontakt zu ihm habe. „Der ist tot“, so Danni. „Ich habe fünf Kinder und beide Väter sind tot. Und dann gibt es Leute, die mich Schwarze Witwe nennen …“, sagt sie.

Das Positive an den Geschichten: Langsam müssen ihr die grausamen und traurigen Geschichten aus der Vergangenheit doch ausgehen. Denkste! Vor Jens war da noch ein Mann in ihrem Leben, ein brutaler Türsteher, der Danni bespuckte, beschimpfte und verprügelte. „Manchmal dachte ich: ‚Ich muss mich umbringen.‘ Eine Psychologin wollte mich einweisen. Das ist wie Borderline-Syndrom. Mit dem Typen ging das sechs, sieben Jahre. Das war so schlimm damals. Und dann kam Jens. Er war mein Seelenbalsam. Bei ihm durfte ich einfach ich selbst sein“, beendet sie ihre Erzählung. Harte Kost am Lagerfeuer! Aber sowas gehört auch zum Dschungelcamp. Und eines ist sicher: Danni hatte es in der Vergangenheit mit Sicherheit nicht leicht.

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Idiot des Tages

Natürlich war Danni Büchner auch für diese Kategorie nominiert. Doch der Preis geht an Marco Cerullo! Der frühere Bachelorette- und Bachelor-in-Paradise-Kandidat kristallisiert sich immer mehr als die Heulsuse des Camps heraus. Und legt sich bei Claudia Norberg glatt auf die Couch.

An Tag 4 weinte er, weil er Sehnsucht nach seiner Freundin hatte, einen Tag später wirkt es so, als sei das Dschungelcamp insgesamt eine Nummer zu groß für den ewigen Rosenkavalier. Es ist seine eigene Vergangenheit, die ihn nachdenklich und weinerlich werden lassen.

„Man fängt hier an, über sehr, sehr viele Dinge aus der Vergangenheit nachzudenken. In Deutschland lenkt man sich mit allem ab und versucht, alles zu vergessen. Hier bekommt man aber alles in die Fresse. Mich nimmt das hier richtig mit“, sagt er am Dschungeltelefon mit Tränen in den Augen.

„Früher war ich echt scheiße. Auch zu meinen Eltern. Ich habe die so oft verletzt, habe ganz viele Menschen auch enttäuscht. Das tut mir auch voll leid. Ich war das schwarze Schaf in der Familie. Ich zweifle oft an mir selber, obwohl ich so ein starker Charakter bin. Ich bin halt auch schwach. Innerlich ist das immer noch der kleine Marco“, fährt er fort.

Claudia wird dagegen immer mehr zur Camp-Psychiaterin. Dabei hat sie mit dem Wendler, beziehungsweise mit der gescheiterten Ehe mit dem Sänger, ihr eigenes Päckchen zu tragen. Nachdem sie schon Dannis Geschichten lauschte, hört sie sich nun Marcos Alkohol-Beichte an („Ich habe sehr früh angefangen Alkohol zu trinken – mit elf, zwölf Jahren schon“). Die IBES-Seelenklempnerin baut ihn dann auf: „Mein Gott, du hast so eine tolle Freundin. Schließ‘ die Vergangenheit ab, lass‘ dich nicht einholen und kontrollier deine Gedanken.“ Und dann schickt sie ihn lachend unter die kalte Dusche.

Wenn das so einfach wäre, wäre er wohl nicht im Dschungelcamp.

Highlight des Tages

Es geht weiter mit Danni. Langweilig? Finden wir auch. Aber, was sollen wir machen? Das Thema an dieser Stelle? Alle gegen Danni! Das Camp probt den Aufstand gegen die Büchner-Witwe. Naja, natürlich nicht direkt. Aber hinter dem Rücken der Auswanderin wird heftig gelästert. Und diesmal ist es nicht nur Elena.

Nein, nein, diesmal gesellen sich auch Sonja, Markus und Raul zu Elena. Der Grund? Dannis Dschungelprüfung. Die anderen Camper bezweifeln, dass Danni in der Prüfung alles gegeben hat. Als sie nach der Null-Sterne-Prüfung wieder das Camp erreicht und den anderen Stars mitteilt, dass sie vorzeitig aufgegeben hat, glauben ihr die anderen erst nicht. „Du verarscht uns doch“, rufen sie ihr unisono zu, realisieren aber schnell am Gesichtsausdruck Dannis, dass diese keinen Witz gemacht hat.

Prince Damien ringt sich als einziger eine Umarmung für Danni ab. Als diese sich vom verständnisvollen Sven zur Dusche bringen lässt, lästern die anderen heftig über Danni. Der Grund: Hunger. Sonja kann es sich nicht verkneifen, sich über Dannis angebliche Panikattacke lustig zu machen. Elena zweifelt die Panikattacke gar gänzlich an. Raul, Markus, Sonja und Elena thematisieren Dannis Probleme einzeln im Dschungeltelefon, sind sich aber praktisch in allen Punkten einig. Der Tenor: Danni ist – bei allen Problemen im Leben – nicht echt und zieht nur eine Show ab. Sonja bringt es auf den Punkt: „Sie hat gelernt, vor vielen Kameras zu weinen. Das fällt selbst Schauspielern nicht leicht.“

Fragt sich nur, wann die anderen Danni mit den Vorwürfen konfrontieren. Das dürfte ein echtes Highlight werden – und nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

Sprüche des Tages

„Boah, diese Frösche … – was sagen die sich wohl? Das frage ich mich jede Nacht.“ (Elena zeigt sich bei der Nachtwache nachdenklich)

„Normalerweise würde ich jetzt gucken, wie groß es ist, aber hier ist ja alles schon weg.“ (Prince Damien gibt Einblicke in seinen Toilettengang)

„So viele Menschen hier und nur ich werde immer gewählt. Da denkst du, du bist der meistgehasste Mensch der Welt.“ (Danni über ihre Dauer-Nominierungen)

„Jeder Furz ist zur Hälfte deins.“ (Sven erklärt Claudia das Scheidungsrecht)

„Habt ihr was zu kiffen gefunden?“ (Moderator Daniel Hartwich zu den gechillten Campern)

„Ich schlafe hier wie ein Beton.“ (Toni Trips geht es im Dschungel gut)

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Held des Tages

Wer denkt sich bitte diese ganzen coolen Belohnungen für die Schatzsuchen aus? Drei Teebeutel am vierten Tag, eine Zitrone am fünften Tag – der Mann oder die Frau, die sich diese Belohnungen ausgedacht hat, besitzt definitiv eine sadistische Ader. Und Humor.

Wer muss in die nächste Prüfung?

Zwei Camper müssen sich der nächsten Prüfung stellen. Danni ist natürlich wieder dabei. Das war ja eigentlich klar. Begleitet wird sie erneut von Elena. Irgendwie war das auch klar. Bis morgen!

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