Willi Jasmin Herren
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Die Sozialstudie „Grüppchenbildung“ ist abgeschlossen. Tage voller Streit, Intrigen, Beleidigungen und Charakterschwächen sind vorbei. Ein Paar hat sich die Siegprämie von 50.000 Euro gesichert, aber von Gewinnern kann nach dem Sommerhaus der Stars dennoch kaum die Rede sein.

Das Trash-Format mit den abgehalfterten Promis ist vorbei. Die Fans dieser TV-Sparte kamen in jedem Fall auf ihre Kosten. Unter portugiesischer Sonne kämpften neun Paare unentwegt gegen den Psychoterror. In sieben anstrengenden Folgen gab es Grapsch-Attacken und beinahe sogar Handgreiflichkeiten. Mit dem Sieger-Pärchen war nicht unbedingt zu rechnen.

Am Ende setzten sich die „Love Island“-Kandidaten Elena Miras und Mike Heiter durch, als sie im Finale zum ersten Mal ein Spiel gewannen. Mit verbundenen Augen schaffte es der 27-Jährige unter den Anweisungen seiner feurigen Freundin, ein Auto in eine Parklücke zu setzen. Durchaus überraschend, nachdem sich die beiden in allen anderen Spielen vorwiegend dadurch auszeichneten, dass Mike die Schimpftiraden von Elena gutmütig über sich ergehen ließ.

Damit war im Finale Schluss. Nach den zahlreichen Beleidigungen à la „Krass, wie dumm du bist“ legte Elena auch im Finale wieder los. Unter anderem bezeichnete sie Mike als „Scheiß-Wichser“ und „Arschloch“. Da platzte auch dem geduldigen Muskelberg der Kragen; alles wollte er sich nun auch nicht gefallen lassen. Laut und deutlich macht er der 27 Jahre alten Furie eine Ansage, warf ihr Respektlosigkeit vor.

Womöglich war die Predigt die Sieg-Formel für das letzte Spiel. Jedenfalls war beim Schlag auf den Buzzer von dem Zoff nicht mehr viel zu sehen. Im Lametta jubelten die beiden mit dem Geld-Koffer, der die Haushaltskasse ordentlich aufbessern wird.

Ob dadurch alles besser wird? Eher nicht. Die Konflikte im Sommerhaus der Stars begleiten das Siegerpaar auch im „normalen“ Leben. Insbesondere Elena kämpft aktuell mit Hasskommentaren im Internet. „Du verdammte Hexe“ oder „Psycho“ sind nur zwei Kommentare, die Elena über sich ergehen lassen muss.

Mit einem Bild, das die Schweizerin auf ihrem Instagram-Account postete, will sie ein Zeichen setzen. Ob ihr das hilft?

Roland Bartsch, der von Elena als „Missgeburt“ betitelt worden war, stimmte jedenfalls in den Shitstorm ein und sagte jüngst der „Bild“: „Wenn so eine Gossen-Diva ohne Hirn, die selbst ihren eigenen Freund mit ihrer Fäkalsprache beschimpft, mir so etwas sagt, geht das bei mir rechts rein und links wieder raus!“

Auch die übrigen Promis dürfen sich nach dem Sommerhaus kaum über erhöhte Sympathie-Werte freuen. Insbesondere Willi Herren hat sich neue Feinde geschaffen. Unter anderem Johannes Haller, mit dem sich der Sänger womöglich bald nur noch über Anwälte austauscht. Die Genugtuung war jedenfalls nicht nur im Sommerhaus groß, als Herren gleich im ersten Finalspiel die Puste ausging. Beim „Melken“ musste die Kandidaten Schaumstoffanzüge anziehen und mit diesen große Wassermengen aufsaugen. Viel zu schwer für den 43 Jahre alten Intensiv-Raucher.

Im zweiten Spiel schieden die ehemalige Big-Brother-Kandidatin Sabrina Lange und Thomas Graf von Luxburg, ehe Mike und Elena im Final-Duell gegen Steffi und Roland Bartsch die Oberhand behielten. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass es im Sommerhaus wohl noch nie so heftig gekracht hat. Fortsetzung garantiert.