Willi Herren Rievkoochebud
Foto: Henning Kaiser/dpa

„Im Auftrag des Herren – Die letzten 365 Tage“ sollte es heißen. Doch nun könnte das Buch über das letzte Lebensjahr von Willi Herren gar nicht erst erscheinen. Willis Witwe Jasmin erhebt schwere Vorwürfe gegen Autorin Desirée Hanse („Miss Sugar“) – und geht rechtlich gegen die Veröffentlichung vor.

Der Grund: Es soll eine Vertraulichkeitsabrede zwischen Willi Herren und Desirée Hansen geben. „Nach der Vereinbarung haben sich die Eheleute Hansen und Herr Willi Herren dazu verpflichtet […] Erkenntnisse, Informationen und Daten aus dem unmittelbaren privaten und geschäftlichen Verhältnis sowie dem unmittelbaren privaten und familiären Umfeld des Willi Herren geheim zu halten“, erläutert Jasmin Herrens Anwältin Yasmin Pellegrino Marcone von der Kanzlei Melcher Rechtsanwälte in Köln gegenüber „Bild“.

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Zur Vertraulichkeitsabrede sei es im Zuge der Zusammenarbeit mit dem vier Tage vor Willi Herrens Tod eröffneten und später abgebrannten Reibekuchen-Truck gekommen. In dieser laut Pellegrino Marcone ebenfalls festgehalten: Sollte gegen die Vereinbarung verstoßen werden, droht eine „Vertragsstrafe in enormer Höhe“.

„Es kann und darf nicht sein, dass vor allem Menschen, denen Willi überhaupt nicht nahestand, auch nach seinem Tod noch versuchen, durch ihn berühmt zu werden und sich finanziell zu bereichern“, unterstreicht Jasmin Herren, die sich bereits im Streit um die Namensrechte gegen die Hansens durchsetzen konnte.

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Buch über Willi Herren: Veröffentlichung gestoppt

Und wie es scheint, läuft auch diesmal alles darauf hinaus, dass es nicht zu einem Rechtsstreit kommt und die Hansens klein beigeben. Auf der Website des Verlags „Nibe Media“, der „Im Auftrag des Herren – Die letzten 365 Tage“ herausbringen sollte, erscheint momentan der Hinweis „Leider ist der gewünschte Artikel nicht lieferbar“.

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Laut Pellegrino Macrone habe „Nibe Media“ die Veröffentlichung des Buches nach der Mitteilung über die Vertraulichkeitsabrede gestoppt. Jörg Hansen dazu: „Wir klären die rechtlichen Fragen, bis dahin ist das Buch vom Markt genommen. Das heißt nicht, dass es nicht erscheint.“ Ein wenig Hoffnung, dass das Buch doch noch veröffentlicht wird, hat er aber offenbar noch: Jasmin Herren wisse nicht, worum es in dem Buch geht – nämlich „um die reine Entstehungsgeschichte des Foodtruck-Projekt, nicht um irgendwelche Enthüllungen“.