Tanya Roberts 2017
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Die schwer erkrankte Schauspielerin Tanya Roberts war noch am Leben, als ihr Mann am Montag fälschlich ihren Tod bekanntgab. Wenige Stunden später starb sie dann wirklich, wie ihr Lebensgefährte und ihr Sprecher bestätigten.

Mehrere Stunden nachdem sie fälschlich für tot erklärt worden war, ist US-Schauspielerin Tanya Roberts tatsächlich gestorben. Ihr Lebensgefährte Lance O’Brien bestätigte der Nachrichtenagentur AP am Dienstag den Tod der 65-Jährigen, die unter anderem als Bond-Girl aus „James Bond 007 – Im Angesicht des Todes“ an der Seite von Roger Moore internationale Bekanntheit erlangt hatte.

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Ihre Ärzte im Cedars-Sinai Medical Center hätten ihn am Montagabend über ihr Ableben informiert, sagte er. Roberts Sprecher Mike Pingel sagte, er und O’Brien hätten am Dienstagmorgen Roberts persönliche Gegenstände in der Klinik abgeholt.

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O’Brien war am Sonntag ins Krankenhaus gelassen worden, um Abschied von seiner sterbenskranken Frau zu nehmen. Dort habe er sie noch einmal gehalten und gespürt, wie sie ihm „entglitten“ sei, sagte er. Doch tatsächlich war sie nicht tot und die Ärzte hatten das auch nie bestätigt. Dennoch gab er über Sprecher Pingel den Tod von Roberts bekannt, über den dann mehrere Medien, unter ihnen auch die AP, fälschlich berichteten.

In seiner ersten, falschen Stellungnahme wurde Partner O’Brien unter anderem mit den Worten zitiert: „Als ich sie in ihren letzten Augenblicken hielt, öffnete sie ihre Augen.“ Mehrere große US-Medien und auch die Deutsche Presse-Agentur hatten von dem Todesfall berichtet und mussten sich korrigieren.

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Wie es zu diesem schweren Missverständnis kam, konnte zunächst nicht zweifelsfrei geklärt werden. Einige Medien führen es auf ein Kommunikationsproblem zwischen dem Sprecher und dem Partner zurück, andere Berichte erklärten es damit, dass O’Brien die Schauspielerin wirklich für tot hielt und Sprecher Pingel daraufhin informierte.

„Tanya und ich waren nie getrennt. Das ist zu viel zu ertragen. Ihre Tiere sind ohne sie verloren und ich bin es auch“, schrieb er in einer Presseerklärung. Zahlreiche Beileidsbekundungen von ehemaligen Kolleginnen und Weggefährten gingen daraufhin ein. O’Brien habe einfach einen Fehleinschätzung gemacht, sagte Pingel.

Roberts war am Heiligen Abend in ihrem Haus zusammengebrochen und in das Krankenhaus gebracht worden. Ihr Tod sei Folge einer Harnwegsinfektion gewesen, sagte der Sprecher.

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Roberts, die 1955 im New Yorker Stadtteil Bronx geboren wurde, erlangte Anfang der 80er Jahre in den USA nationale Bekanntheit, als sie Shelly Hack ersetzte und in der letzten Staffel von „Drei Engel für Charlie“ der dritte Engel Julie wurde. Beim „James Bond“-Klassiker „Im Angesicht des Todes“ war sie dann Geologin Stacey Sutton, die Frau an der Seite von Roger Moore, die Bond mit einer Waffe bedrohte, als dieser glaubte, sie sei unter der Dusche. Eine neue Generation von Fans kennt sie aus der Sitcom „Die Wilden Siebziger“ als Midge, die Mutter von Donna.

Quelle: dpa