Marc Terenzi
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Marc Terenzi und der Alkohol- und Drogenrausch – eine schier endlose Geschichte. Doch jetzt soll damit Schluss sein. Eine zentrale Rolle auf dem Weg hin zu einem gesunden Leben: Freundin Viviane Ehret-Kleinau.

Denn Liebe ist für den 41-Jährigen inzwischen die Droge, die stärker ist als Alkohol oder Kokain. Die beiden Substanzen waren seit dem Beginn seiner Karriere stetige Begleiter. „Die Exzesse fingen in meiner Zeit mit Natural an“, berichtete Terenzi der „Bild“. „Wir waren jung und Rockstars, tourten durch 50 Länder, waren nur unterwegs. Wir haben mit den harten Jungs von ‚Mötley Crüe‘ gesoffen oder drei Tage mit den Jungs von ‚JackAss‘. Es war völlig normal, Party bis in den Morgen zu machen. Und am kommenden Nachmittag ging es weiter, um wieder gute Laune zu bekommen. Vollgas gegen den Kater bis tief in die Nacht.“

In dieser Zeit habe er „im Nebel gelebt“, sei psychisch nie wirklich anwesend gewesen. Mit 30 Jahren begann er, die Probleme, die der Dauer-Rausch mit sich bringt, zu realisieren – aber wehrte sich nicht gegen sie: „Ich musste jeden Abend auf die Bühne, musste funktionieren und bekam ohne Hilfsmittel keine gute Laune mehr. Die ist aber wichtig on stage. Zwei Flaschen Wodka am Tag waren da völlig normal.“

Oft habe sich Terenzi am Morgen nach einem Vollrausch nicht einmal mehr an den zurückliegenden Abend erinnern können. Einmal sei er 200 Kilometer von dem Ort entfernt, wo er angefangen habe zu trinken aufgewacht, ein weiteres Mal wurden 4,9 Promille bei ihm festgestellt. „Ich war immer der Meinung, ohne Alkohol kann ich nicht funktionieren“, sagte er.

2018 schafft Terenzi es dann endlich, sich seinen Problemen zu stellen. Und um diese loszuwerden, musste er Opfer bringen: „Ich wollte endlich nüchtern sein, aber blöderweise bestand mein gesamter Freundeskreis aus Party-Menschen. Ich musste also allen die Freundschaft kündigen. Das war eine schwere Zeit, aber mir ist es gelungen, den Schalter umzulegen.“

Abgesehen von zwei Rückfällen – allerdings ohne „Blackout“, wie er versichert – sei der Dschungelkönig von 2017 aber inzwischen clean. Als Erinnerung daran, wie wichtig der Schritt zurück in ein normales Leben war, hat er sich „11:59“ auf seinen rechten Unterarm tätowieren lassen. „Es soll mich immer daran erinnern, dass es bei mir mehrfach kurz vor zwölf war“, erklärt er. Er hoffe, die Uhr ein paar Minuten zurückgestellt zu haben. Vielleicht ja auf fünf vor zwölf, denn so lautet das Sprichwort eigentlich.