Foto: Antonio Calanni/dpa
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Die irische Sängerin Sinead O’Connor hat erst kürzlich bekanntgegeben, dass sie zum Islam konvertiert ist und nun Shuhada‘ Davitt heiße. Via Twitter verkündete sie nun, nie wieder Zeit mit weißen Menschen verbringen zu wollen. Sofern das denn der Begriff für Nicht-Muslime sei.

Wörtlich schrieb sie am Dienstag: „Es tut mir furchtbar leid. Was ich jetzt sage ist so rassistisch, dass ich nie gedacht hätte, meine Seele könnte so fühlen. Aber ich will wirklich nie wieder Zeit mit weißen Menschen verbringen (falls das der Begriff für Nicht-Muslime ist). Nicht einen Moment, egal weshalb. Sie sind ekelhaft.“

Wenig überraschend ließen die Reaktionen auf ihren Tweet nicht lange warten. „Ich hoffe du bekommst echte psychologische Hilfe, Sinead. Du brauchst sie wirklich“, schrieb ein Nutzer. Andere wiesen darauf hin, dass „Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben Muslime sein können“ und dass auch der islamische Glaube Rassismus verbiete.

Ein Grund für den Tweet von O’Connor könnte derweil auch US-Präsident Donald Trump sein. In einem nachfolgendem Beitrag schrieb die 51-Jährige, dass es interessant zu sehen sei, ob Twitter ihren Post lösche, „während es Menschen wie Trump erlaubt, seinen satanistischen Dreck sogar auf mein Land loszulassen.“

O’Connor war 1990 mit ihrer Version des Prince-Songs „Nothing Compares 2 U“ weltberühmt geworden, machte danach aber eher durch Skandale und verstörende Aktionen von sich reden. Ende Oktober teilte der irische Islam-Verband IMPIC (Irish Muslim Peace and Integration Council) dann mit, dass die Sängerin zum Islam konvertiert ist. O’Connors Entscheidung komme „nach einem Leben des Suchens und Lernens“, hieß es in der Mitteilung.

Für O’Connor ist es derweil icht die erste Namensänderung. Die Sängerin nannte sich zuvor Magda Davitt und ist für ihre spirituelle Experimentierfreude bekannt. Im Jahr 1999 machte sie Schlagzeilen, als sie sich von einer katholischen Splittergruppe zur Priesterin weihen ließ. Damals wollte sie Mutter Bernadette Mary genannt werden. Immer wieder hatte O’Connor auch mit psychischen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Hier ist ihr größter Hit „Nothing Compares 2U“ im Video:

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(mit Agenturmaterial (dpa))