„Salt Bae“ hat genug von Europa – nach nur zwei Monaten in London

Im September eröffnete "Salt Bae" ein "Nusr-Et"-Restaurant in London. Nun kehrt der Star-Koch der britischen Metropole und Europa aber schon wieder den Rücken.
Foto: Instagram/nusr_et

Lange war „Salt Bae“ bekannt dafür, dass Stars ihn und seine Restaurants in ihren Urlauben in Dubai besuchten. Im September wagte Nusret Gökce den Schritt nach Europa und eröffnete ein Restaurant seiner Kette „Nusr-Et“ in London. Zwei Monate später ist „Salt Bae“ aber schon wieder weg.

In wohl keinem anderen Restaurant, das es je auf dieser Erde gegeben hat, ist das Konzept so eng an den Besitzer gekoppelt wie in den „Nusr-Et“-Restaurants von „Salt Bae“. Bekannt wurde die Kette durch die Social-Media-Videos des türkischen Besitzers. Mal zelebriert er die Zubereitung des Essens vor Promis in unnachahmlicher Manier, mal setzt er zu seiner mittlerweile weltweit bekannten Salzstreu-Pose an und lädt die Stars ein, mitzumachen. Mittlerweile ist „Salt Bae“ genau wegen dieser Inszenierungen im Grunde genommen selbst ein Star.

Beispiel gefällig? Hier eine Aufnahme, wie er den inzwischen leider verstorbenen Diego Maradona in extreme Ektase versetzt:

Nachdem er aber jahrelang dafür bekannt war, die Stars in ihren Urlauben in Dubai in Empfang zu nehmen, waren viele überrascht, als bekannt wurde, dass „Salt Bae“ auch ein Restaurant mitten in London aufmacht. Und wenn ein neues „Nusr-Et“ öffnet, ist „Salt Bae“ stets mit all seiner Extravaganz am Start.

Seit der Eröffnung des Ladens in London im September haben sich bereits Naomi Campbell, David Beckham und Timo Werner die Ehre gegeben. Nun ist aber Schluss mit den Videos von Promis und „Salt Bae“ in England. Denn Gökce hat angekündigt, England den Rücken zu kehren. Für ihn steht am Sonntag der letzte Tag in London an, bevor es ihn nach Saudi-Arabien zieht. Aber wieso in die Emirate? Weil dort sein neues Restaurant aufmacht. Und wo ein neues Restaurant aufmacht, ist „Salt Bae“ – wie gesagt – nicht weit.

Spannend wird sein, wie es mit dem Londoner Restaurant weitergeht, wenn der berühmte Gastgeber nicht vor Ort ist. Denn für viele dürfte das Tamtam um die Mahlzeiten der Hauptgrund sein, „Nusr-Et“ überhaupt zu besuchen. Denn die Preise haben es bekanntlich in sich.

„Nusr-Et“ in London: Diskussionen um astronomische Preise

Und wo etwas außergewöhnlich viel kostet, sind Diskussionen unausweichlich. Während das Thema „Preise“ zu Dubai-Zeiten noch ein untergeordnetes war, gab es in den vergangenen Wochen viele Irritationen und teilweise auch Hohn und Spott dafür, dass etwa ein Spargel bei „Nusr-ET“ rund 20 Euro kostet, man für ein Steak gerne mal 1000 Euro zahlt und der Preis für eine Dose Red Bull bei 13 Euro liegt. Und vielleicht sind diese Diskussionen ein Grund, wieso „Salt Bae“ ganz froh ist, England nun zu verlassen.

Im krassen Widerspruch zu den horrenden Preisen steht etwas, das erst kürzlich an die Öffentlichkeit gelangte: „Salt Bae“ suchte nach einem Koch – und war bereit, diesem ganze 14 Euro die Stunde zu zahlen. Damit könnte dieser sich am Ende einer Acht-Stunden-Schicht von seinem Tagesverdienst nicht einmal sechs Streifen von dem von ihm zubereiteten Spargel leisten.