Foto: Jens Kalaene/dpa
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Farid Bang ist bekannt für seine provokanten Rap-Texte. Weniger bekannt ist seine große Leidenschaft für Fußball und vor allem Borussia Dortmund. Der Rapper ist mit einigen Kickern des Bundesliga-Tabellenführers sogar befreundet. Mit Mario Götze kann er aber nicht so viel anfangen. Auf Instagram hat er den deutschen WM-Helden von 2014 nun angemacht.

In seiner Instagram-Story am Mittwochabend polterte der Skandal-Rapper auf Instagram gegen Götze, pöbelte in einer Video-Botschaft gegen den Siegtorschützen des WM-Finals 2014: „Ich bin großer Borussia-Dortmund-Fan, aber wie die meisten Borussia-Dortmund-Fans bin ich kein Mario-Götze-Fan. Mit Mario Götze und dem BVB verhält es sich in etwa so wie mit der Gurke beim Cheeseburger: Sie ist dabei, aber keiner will sie haben.“ Rumms!

Doch warum der fiese Spruch von BVB-Fan Farid Bang gegen den Offensivspieler? Wegen einer Nichtigkeit! Der BVB-Star hatte wohl den Rapper zuvor bei Instagram blockiert. Wenn das mal kein Grund für eine Streit ist!

Am Donnerstag legt der Rapper noch einmal in einer Story auf Instagram nach, erklärt seinen Ausspruch gegen Götze: „Die Instagram-Stories zu Mario Götze sind ja stark durch die Presse gegangen und ich habe das Gefühl, es wird so dargestellt, als wenn ich dem jungen Mann etwas Schlechtes will… – auf keinen Fall! Ich wünsche ihm das Beste, nur Gutes! Ich habe nix gegen ihn, bin einfach kein Fan von ihm, mag ihn spielerisch nicht, aber vielleicht überzeugt er mich ja noch in den nächsten Jahren. Er hat ja noch ein paar Jahre… Ich hoffe, der BVB wird Meister! Also wünsche ich ihm ja auch indirekt die Meisterschaft.“

Alles halb so wild also! Zumal Farid Bang dafür bekannt ist, Schlagzeilen zu produzieren. Schon häufiger im Laufe seiner Karriere schoss er verbal über das Ziel hinaus, manche werfen ihm vor, dass er mit seinen Sprüchen einfach nur PR für sich und seine Musik betreibe.

Farid Bangs Rap-Stil ist der Gangsta-Rap. Dabei bedient er sich heftiger Sprache und Ausdrücken, die vielen Erwachsenen so gar nicht gefallen, dafür aber unter Jugendlichen abgefeiert werden. Die skurrilen Wortspiele standen schon öfters in der Kritik: Fünf seiner Alben wurden von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert. Auch die Kollaboalben „Jung Brutal Gutaussehend“ und „Jung Brutal Gutaussehend 3“, die er mit Rapper Kollegah aufnahm, landeten auf dem Index, dürfen nicht mehr für Kinder und Jugendliche zugänglich gemacht werden.

2012 gründete Farid Bang sein eigenes Musiklabel „Banger Musik“. Mit der Rap-Konkurrenz kommt er nicht so gut klar. Er hatte bereits verbale Auseinandersetzungen mit den Rapper-Kollegen Fler, Sido, Silla, Shindy und vielen weiteren. Aus diesen Streitigkeiten entstanden zahlreiche Disstracks.

In den Medien wurde er aufgrund seiner kontroversen Zeilen im Kollaboalbum „Jung Brutal Gutaussehend 3“ stark kritisiert. Insbesondere der Song „0815“ und die Zeile „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“ stoß auf heftige Kritik. Dass die beiden Rapper für das Album trotz der Antisemitismus-Vorwürfe auch noch einen „Echo“ gewannen, sorgte für bundesweite Empörung. Die Konsequenz: Der Preis wurde nach 26 Jahren abgeschafft.

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