Oscar-Skandal! Will Smith verpasst Chris Rock Ohrfeige auf der Bühne

Nach einem Witz über seine Frau hat Will Smith Moderator Chris Rock bei den Oscars auf der Bühne eine Ohrfeige verpasst. Hier seht ihr das Video!
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Will Smith hat Moderator Chris Rock auf der Oscar-Bühne eine Ohrfeige verpasst. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP/dpa
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Will Smith hat Moderator Chris Rock auf der Oscar-Bühne eine Ohrfeige verpasst. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP/dpa

Handfester Skandal bei den Oscars 2022! Plötzlich rennt Will Smith wutentbrannt auf die Bühne und verpasst Moderator Chris Rock eine Ohrfeige. Der Grund: ein Witz über Smiths Ehefrau Jada Pinkett.

Rock, bekannt für scharfzüngige Witze, hatte sich in einer launigen Anmoderation für den besten Dokumentarfilm, an Smiths Frau gewandt und mit Blick auf ihren kahlgeschorenen Kopf gewitzelt: „G.I. Jane 2 – ich kann es nicht abwarten, das zu sehen.“ Eine Anspielung auf den Film „G.I. Jane“, in dem sich Demi Moore als Soldatin den Kopf rasierte. Jada Pinkett Smith hatte in der Vergangenheit mehrmals über ihren krankhaften Haarausfall gesprochen, eine sogenannte Alopecia.

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Zunächst lachte Will Smith noch darüber, während seine Frau das Gesicht verzog. Dann stand er von seinem Platz auf, ging auf die Bühne und ohrfeigte Rock:

Sofort kehrte Smith zu seinem Platz zurück, pöbelte von dort aber noch weiter: „Lass den Namen meiner Frau aus Deinem verdammten Mund!“ Dabei benutzte er zweimal das im US-Fernsehen verpönte Wort „fucking“, das in der US-Übertragung mit einem Piepton zensiert wurde. Rock wirkte nach dem Vorfall leicht konsterniert, fing sich aber schnell wieder und witzelte noch: „Das war die größte Nacht in der Geschichte des Fernsehens.“

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Will Smith: Oscar nach Ohrfeige gegen Chris Rock

Kurios: Die Übertragung der Oscars 2022 ging daraufhin wie geplant weiter – was Gerüchte befeuerte, es könne sich um eine Inszenierung gehandelt haben. Doch was die Zuschauer nicht sahen: Sowohl seine Frau als auch Denzel Washington versuchten Will Smith nach dem Ohrfeigen-Vorfall während der Werbepause zu beruhigen.

Und nur rund 20 Minuten später wurde Smith für seine Rolle in dem Tennisdrama „King Richard“ tatsächlich als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Während seiner emotionalen Dankesrede weinte er – für viele ein Hinweis darauf, dass er kurzzeitig die Beherrschung verloren hatte.

„Du musst Deine Familie beschützen“, sagte er – so wie seine Filmfigur des Richard Williams das mit den Töchtern Venus und Serena gemacht habe. Die Kunst imitiere manchmal das Leben, ergänzte er mit einem Lächeln, während ihm Tränen über die Wangen liefen. „Ich wirke wie der verrückte Vater“ – etwas, was Richard Williams auch vorgeworfen worden sei. Dabei wolle er ein Botschafter der Liebe und Fürsorge sein. „Ich entschuldige mich bei der Akademie und meinen Mitnominierten.“ Er hoffe, er werde wieder eingeladen. Von den Gala-Gästen erhielt er dafür Standing Ovations.

Nach dem Ende der Show veröffentlichte der US-Sender ABC eine Mitteilung der Polizei von Los Angeles, wonach diese von einem Vorfall bei der Verleihung wisse, bei dem eine Person eine andere geohrfeigt habe. Der Angegriffene habe es abgelehnt, den Vorfall anzuzeigen.

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dpa