Michael Wendler und Markus Krampe
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Der Musikmanager Markus Krampe will nicht mehr länger der Manager des Musikers Michael Wendler sein. „Mit dem heutigen Tag werde ich das Management von Michael aufgeben“, sagte Krampe in einer am Sonntagabend veröffentlichten Instagram-Story.

Bis zum freiwilligen Ausstieg Wendlers als Juror der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ habe die Zusammenarbeit immer gut funktioniert, doch dann sei es immer schwieriger geworden, erklärte Krampe. „Ich wünsche ihm aber trotzdem alles Gute und dass er vielleicht wieder auf den richtigen Weg kommt.“ Zuerst hatte der Sender RTL über die Trennung berichtet.

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Auf dem Wendler-Account im Messengerdienst Telegram gab es schnell eine Reaktion. Eigentlich hatte der Sänger zwischenzeitlich angekündigt, seinen Kanal dort einstellen zu wollen. Jetzt hieß es dort: „Markus Krampe hat sehr wahrscheinlich wegen medialen Druck heute das Management niedergelegt. Schade, dass du eingeknickt bist. Er hatte nicht den Anstand, diesen Schritt vorab mit mir zu besprechen.“

Michael Wendler hetzt auf Telegram gegen Krampe

Krampe hatte Wendler schon vor einiger Zeit davon abgeraten, bei Telegram aktiv zu sein. Der Dienst gilt als Zufluchtsort für Menschen, die Verschwörungserzählungen verbreiten. Und solche wurden in einer Sprachnachricht des 48-Jährigen kurz danach auch gleich wieder angedeutet: „Ich finde das sehr bedauerlich, weil er ganz genau weiß, in welcher Situation Deutschland ist – und auch die Welt.“

Doch damit nicht genug, denn anschließend mobilisierte er noch seine Fans. „Ich hoffe, dass es einige unter euch gibt, die ihn kontaktieren und ihm klarmachen, auf wessen Seite er sich gestellt hat“, forderte er sie auf.

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Wendler sorgte vor einigen Wochen für einen Eklat, als er in einem Video der Bundesregierung in der Corona-Krise „grobe und schwere Verstöße gegen die Verfassung und das Grundgesetz“ vorwarf und Fernsehsender beschuldigte, „gleichgeschaltet“ zu sein. Sein damaliger Haussender RTL nannte ihn einen Verschwörungstheoretiker und distanzierte sich sofort von dem Sänger. Auch andere Partner sprangen ab. Später unternahm der Sänger einen Versuch, zurückzurudern, und entschuldigte sich.

RTL-Comeback: Bekommt Michael Wendler eine zweite Chance?

Eine Rückkehr zu „DSDS“ ist wohl trotzdem ausgeschlossen. Während die 18. Staffel immer näher rückt, hat sich Ute Biernat, Chefin der Show, zum Thema „Michael Wendler“ geäußert. „Menschen mit einem besonderen Hang zu besonderen Themen hatten wir bei DSDS ja schon öfter. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass Herr Wendler so denkt. Aber ich habe auch nicht so viele intensive Gespräche mit ihm geführt. Ansonsten gibt es aber vielleicht auch Dinge, die jeder für sich behalten sollte. Für die Produktion hätte ich mir den Schnitt früher gewünscht“, sagte sie im Gespräch mit „Bild“.

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Ein nachträgliches Rausschneiden des Schlagersängers käme für sie jedoch nicht in Frage – aus Gründen der Fairness den Kandidaten gegenüber. Na, das klingt doch nicht unbedingt nach bösem Blut, oder? Ist vielleicht sogar ein Wendler-Comeback möglich?

„Per se glaube ich, dass jeder Mensch Fehler machen darf“, erklärt Biernat dazu. „Man muss sich auch mal verlaufen dürfen. Jeder hat also eine zweite Chance verdient. Wenn man aber fünfmal denselben Fehler macht, dann ist Schluss mit lustig.“ Eine klare Abfuhr also. Alles andere wäre nach den neuerlichen Ereignissen jedoch auch unverständlich gewesen.

Quelle: mit Agenturmaterial (dpa)