Lena Meyer-Landrut nutzt ihre Instagram-Reichweite, um Tipps im Kampf gegen das Coronavirus zu geben. Nun fordert sie ihre Follower auf, sich selbst Schutzmasken zu basteln. Aber ist das überhaupt sinnvoll?

„Außer zuhause bleiben und Hände waschen gibt es eine Sache, die wir jetzt alle machen können, um das Virus zu bremsen“, startet Lena Meyer-Landrut ihr Plädoyer unter ihrem jüngsten Instagram-Post: „Und das ist: Maske auf!“

Weil professionelle Masken zurzeit knapp sind und dem medizinischen Personal vorbehalten sein sollten, sollten wir uns die Masken selbst basteln, meint die Sängerin. Und zwar aus „alten T-Shirts, Küchenhandtüchern, Küchenpapier oder sogar Staubsaugerbeuteln“. Und so sieht das Ganze dann aus, wenn es fertig ist:

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Gleich vier Versionen selbst gebastelter Masken präsentiert uns die „The Voice Kids“-Jurorin. Mit dabei sind unter anderem ein aufgemalter Schnurrbart und ein Katzengesicht. Bei ihren Followern kommt das Posting gut an: „Finde es richtig gut, dass du auf sowas aufmerksam machst“ oder „Tolle Idee L! Ganz viel Liebe und Kraft an dich du Herz“, heißt es in den Kommentaren.

Aber bringt das überhaupt etwas, um die Ausbreitung des sich rasch verbreitenden Coronavirus einzudämmen? Lena nennt die Argumente: Nicht derjenige, der die Maske trägt, schützt sich. Vielmehr kann der Maskenträger damit verhindern, das Virus weiter zu verbreiten. Schließlich tragen viele von uns den Erreger in sich, ohne davon zu wissen: „Und deshalb sollten wir alle eine Maske tragen“, so die 28-Jährige.

Aber ist das wirklich so einfach? Auch Virologe Christian Drosten, Deutschlands Instanz in der Coronavirus-Krise, hat die oben beschriebene Wirksamkeit von selbstgebastelten Masken in seinem Podcast beim NDR bestätigt, allerdings mit Einschränkungen.

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Wer hustet oder niest, kann mit einer Maske große Tröpfchen aufhalten. Kleinere Tröpfchen können aber nach wie vor auch mit einer Maske weitergegeben werden und andere Personen anstecken. Eine selbst gebastelte Maske hilft also nur bedingt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt zudem davor, dass eine solche Schutzmaske zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen kann und Menschen – im Glauben sich und andere zu schützen – andere Hygienemaßnahmen dadurch vernachlässigen.

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