Keanu Reeves besucht Brasilien 2019
Foto: Marcelo Chello/ZUMA Wire/dpa

In Deutschland gilt seit Anfang November wieder absolutes Party-Verbot, Clubs und sogar Bars haben komplett geschlossen. Keanu Reeves und dem gesamten „Matrix“-Team scheint das egal zu sein – sie sollen in Potsdam ihre eigene Party gefeiert haben.

In den Babelsberger Studios, wo bis vor wenigen Tagen der vierte Teil der „Matrix“-Reihe gedreht wurde, stieg in der Nacht zu Donnerstag die Party, die laut „Bild“-Informationen unter dem Codenamane „Icecream Teamevent“ lief. Rund 200 Gäste sollen erschienen sein.

Der Vorstand von Studio Babelsberg, Christoph Fisser, wies dies im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur zurück: „Es ist eine Party-Szene, die gedreht wurde“. Danach sei auf das Ende der Dreharbeiten angestoßen worden.

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Bei dem Dreh waren nach Angaben des Studio-Vorstands etwa 110 Komparsen und rund 200 Crew-Mitglieder dabei. „Das ganze Team wird durchgetestet“, sagte Fisser. Jeder Komparse habe mehrere Tage zuvor zwei PCR-Tests auf Corona und vor dem Party-Dreh zudem einen Schnelltest gemacht. „Sonst hätten wir es ehrlich gesagt nie verantwortet“, sagte Fisser. Die Schauspieler würden täglich getestet.

Eine 39-Jährige, die anwesend war, aber nicht namentlich genannt werden wollte, hatte „Bild“ erzählt, dass jeder Gast mit Maske kommen und vor Eintritt einen Corona-Schnelltest machen musste. Viele hätten die Maske im Laufe des Abends aber abgelegt: „Jeder konnte machen, was er wollte. Ob man Maske trug oder Abstand hielt, wurde nicht kontrolliert.“

Genauigkeit zeigten die Organisatoren, laut Bericht die Transgender-Regisseurinnen Lana und Lilly Wachowski, dafür an vielen anderen Stellen. Für die Gäste habe es an mehreren Bars reichlich Drinks gegeben, dazu dann Sushi, Pizza, Currywurst und rein reichhaltiges Buffet.

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Und auch für die Unterhaltung war offenbar gesorgt: So habe ein DJ aufgelegt, es habe eine Pyro-Show gegeben und sogar eine Tattoo-Station, an der sich die Gäste ein Erinnerungs-Tattoo stechen lassen konnten.

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Auch Keanu Reeves, der Superstar der „Matrix“-Filme, habe es sich nicht nehmen lassen, auf der Party zu erscheinen. Der 56-Jährige und seine Partnerin Alexandra Grant seien aber schon früh wieder gegangen. Bereits um 20.30 Uhr soll für sie Schluss gewesen sein.

Stadt Potsdam kündigt Prüfung an

Laut Brandenburgs Gesundheitsministerium sind „Indoor-Veranstaltungen nur nach Anmeldung, mit einem genehmigten Hygienekonzept und maximal 50 Personen mit Masken und Abstand erlaubt.“

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Noch vor der Aussage des Studio-Vorstands hatte Sprecherin Bianca Makarewicz gegenüber „Bild“ erklärt, dass die Veranstaltung im „Rainbow Stage“-Studio als Dreh deklariert war. „Es handelte sich nach Angaben der Produktion um den letzten Drehtag. Es war eine Feier-Szene, die bereits im Sommer gedreht worden ist und nun der Anschluss. Dabei seien Hygiene-Auflagen eingehalten worden.“

Auch bei der Stadt Potsdam wurde keine Veranstaltung angemeldet. Und weil laut Augenzeugin nicht eine Kamera lief, könnte dem „Matrix“-Team nun ordentlich Ärger seitens der Stadt Potsdam drohen. Sie erklärte auf Anfrage, das Gesundheitsamt werde die Berichterstattung zum Anlass einer Prüfung nehmen. „Im Ergebnis der dort getroffenen Aussagen wird geprüft, ob und welche Konsequenzen sich daraus ergeben“, sagte Sprecherin Christine Homann.

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Für den betreffenden Mittwochabend sei keine Veranstaltung angemeldet worden. Bisher habe es keine Anzeige wegen eines Verstoßes der Corona-Regeln durch Studio Babelsberg gegeben. Die Studios seien mit Abluftanlagen mit Filtern ausgestattet, die Crew werde regelmäßig getestet. „Unseren Informationen nach gab es wöchentlich 700 bis 800 Tests.“

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