Jasmin Tawil
Foto: Instagram/jasmintawil

Erst ein gefeierter TV-Star und verheiratet mit Musiker Adel Tawil, dann die Flucht in die Vereinigten Staaten, wo sich zwischenzeitlich jede Spur von ihr verloren hatte – mit gerade einmal 37 Jahren hat Jasmin Tawil ein bewegtes Leben hinter sich. Nun spricht sie über das wohl dunkelste Kapitel: Sie wurde Opfer einer Vergewaltigung.

Über mehrere Jahre war Jasmin Tawil aus der Öffentlichkeit verschwunden, dann gab sie Anfang Januar ein TV-Interview und sprach über ihr Leben mit Sohn Ocean auf der hawaiianischen Insel Maui:

Jasmin Tawil: Ex-GZSZ-Star spricht offen über Selbstmordgedanken und ihr Leben auf der Straße

Drei Monate später ist die Schauspielerin wieder zurück in Deutschland, in Folge der Corona-Krise ist sie mit einem Flieger der Bundesregierung wieder in ihre Heimat zurückgekehrt.

Gerade erst in Deutschland angekommen, war Tawil im „Frühstücksfernsehen“ zu Gast und hat dort die TV-Zuschauer mit einem Geständnis geschockt. Wie sie bei „Sat.1“ erzählte, wurde sie nach ihrer Auswanderung Opfer einer Vergewaltigung.

Zu dem Übergriff sei es bei einem Date in Los Angeles gekommen. „Er hat sich leider etwas genommen, was ich ihm nicht erlaubt habe. Er wollte einfach mit mir schlafen, ich wollte nicht mit ihm schlafen“, sagte Tawil.

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Der Täter habe ihr gemeinsam mit einem Freund „Roofies“ gegeben, dabei handelt es sich um den Wirkstoff Flunitrazepam. Das Mittel ist spätestens seit dem Film „Hangover“ der breiten Öffentlichkeit bekannt. Eigentlich handelt es sich dabei um ein Schlafmittel, durch das Mittel werden Konsumenten außer Gefecht gesetzt und haben anschließend eine Gedächtnislücke.

So war es auch im Falle von Tawil: „Ich hatte ja damit keine Erfahrung. Ich habe komplett die Kontrolle verloren, ich war komplett weg.“ Für die 37-Jährige war es nicht das einzige Mal, dass sie während ihres Auslandsaufenthaltes Opfer eines Übergriffs wurde, bei dem Drogen im Spiel waren.

Bereits im Januar sprach sie im Interview mit „RTL“ darüber, wie sie als Obdachlose nur in einem Zelt lebte und ausgeraubt wurde. „Die halbe Gruppe war auf Crack. Ich bin froh, hier nicht mehr ein Zelt haben zu müssen und, dass ich mittlerweile wieder ein Zuhause habe“, sagte sie damals.

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Während ihrer Zeit auf Maui verlor sie auch den Kontakt zu ihrer Familie, die sich große Sorgen um die Schauspielerin machte – Auslöser für die Flucht ins Ausland war damals die Trennung vom „Ich & Ich“-Sänger Adel Tawil, mit dem sie über ein Jahrzehnt zusammen war.

Wegen finanzieller Probleme rutschte sie in die Obdachlosigkeit. Diese harte Zeit hatte auch Auswirkungen auf ihren psychischen Zustand. „Ja, ich hatte Selbstmordgedanken. Ja, ich war depressiv“, gestand die Schauspielerin, die im Sommer 2019 Sohn Ocean zur Welt brachte.

Schon vor einigen Monaten sprach sie über eine Rückkehr nach Deutschland – das hat nun, auch aufgrund der Corona-Krise, funktioniert. Nun werde sie erst einmal bei Freunden in Brandenburg unterkommen, sagte Tawil der „Bild“. Bundesweite Bekanntheit erlangte Tawil durch ihre Rolle als „Franziska Reuter“ bei „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“. In Deutschlands bekanntester Daily Soap war sie von 2005 bis 2008 zu sehen.

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Tawil ist nicht die einzige Prominente, die in den vergangenen Monaten offenbar darüber gesprochen hat, dass sie in der Vergangenheit Opfer einer Vergewaltigung wurde. Auch Sängerin Duffy zog sich mehrere Jahre aus der Öffentlichkeit zurück. Sie wurde an ihrem Geburtstag unter Drogen gesetzt, über Wochen gefangen gehalten und in einem Hotelzimmer vergewaltigt.