Sonny Chiba
Foto: Kyodo News via AP

Der japanische Actionfilm-Star Shinichi „Sonny“ Chiba, bekannt aus Quentin Tarantinos „Kill Bill: Vol.1“, ist tot. Er starb am Donnerstag in einem Hotel nahe Tokio nach einer Corona-Infektion an einer Lungenentzündung, wie sein Büro bekanntgab. Der Schauspieler wurde 82 Jahre alt.

Actionfilm-Fans in aller Welt liebten ihn für seine Karate- und andere Kampfkunsttechniken. In Tarantinos „Kill Bill“-Streifen war Chiba zugleich für die Kampfszenen verantwortlich. Der Japaner hatte sich Ende vergangenen Monats mit dem Coronavirus infiziert und musste Anfang August ins Krankenhaus. Er war nicht geimpft.

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Der 1939 in der japanischen Präfektur Fukuoka geborene Schauspieler, der mit richtigem Namen Sadaho Maeda hieß es, wurde in seiner japanischen Heimat in den 1960er Jahren mit der TV-Detektivserie „Key Hunter“ populär. Seine kraftvollen Actiondarstellungen begeisterten nicht nur Filmfans, sondern auch Regisseure und berühmte Schauspielkollegen wie Keanu Reeves oder Jackie Chan.

Verletzung brachte den Sportler zum Film

Chiba hatte in den späten 1950er Jahren die Nippon Sport Science University besucht, doch eine Verletzung verhinderte seine Teilnahme an den Olympischen Spielen im Turnen. Später erwarb er den schwarzen Gürtel im Kyokushin Karate, wurde Schauspieler und trat auch in Samurai-Filmen auf.

Neben Karate war Chiba Experte in der japanischen Kampfkunst Shorinji kempo und ein Akrobat auf dem Pferd. Als seinen gefährlichsten Stunt nannte er einmal eine Szene in „Key Hunter“, bei der er von einem fahrenden Auto aus auf ein startendes Flugzeug sprang.

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Quelle: dpa