Jan Böhmermann geht auf Tour – und teilt gegen Österreich aus

Weil ihm die Studiodecke so langsam auf den Kopf fällt, zieht es Jan Böhmermann raus auf die Theaterbühnen. 2023 geht der ZDF-Satiriker auf Tour.
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Satiriker Jan Böhmermann (40) geht mitsamt Orchester 2023 auf Musik-Tour. „Das Orchester und ich haben nach fast zwei Jahren Pandemie langsam genug vom Drinsitzen und wollen raus. Uns fällt die Studiodecke auf den Kopf“, sagte der Moderator des „ZDF Magazin Royale“ der Deutschen Presse-Agentur in Köln.

Zudem sei es einfach etwas anderes, wenn man das Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld, das in seiner Sendung für die Musik zuständig ist, live erleben könne. Wegen der Corona-Pandemie werde es aber genügend Vorlauf geben – daher erst der Start 2023. In der Vergangenheit war Böhmermann mit dem Orchester bereits zweimal auf Tour gewesen.

 

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Das musikalische Repertoire sei mittlerweile ziemlich groß, sagte er. An manchen Stücken für seine Show werde ein ganzes Jahr gearbeitet. „Aber das wird dann nur einmal im Fernsehen aufgeführt und dann nie wieder. Wir sitzen nach der Sendung immer da und sagen: Es ist so blöd, dass man es nur einmal macht und dann praktisch wegschmeißt.“ Er selbst will sich auf der Bühne auf „Quatsch und Gesang“ konzentrieren. „Ich habe klassische Gitarre und Schlagzeug gelernt“, sagte er. „Aber das überlasse ich lieber den Leuten, die es können.“

Jan Böhmermann über Tour-Termin in Wien: „politische Entwicklungshilfe“

Erster Tour-Stopp ist ausgerechnet Wien. Über Österreich hat Böhmermann schon häufiger Witze gemacht. Die Tournee diene „nicht nur der Unterhaltung, sondern ist auch eine Art politische Entwicklungshilfe“, erklärte er dazu. „Wer weiß, in welchem Schlamassel die Österreicher 2023 wieder stecken, wenn wir kommen.“

Und: Es ist nicht das erste Mal, dass Jan Böhmermann gegen die Ösis schießt. Im Jahr 2019 hatte er ein Skandal-Interview im ORF gegeben, in dem er acht Millionen Österreicher als „debil“ bezeichnete. Ein Wiener Anwalt hatte den ZDF-Satiriker deswegen sogar angezeigt.

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mit Agenturmaterial (dpa)