Gzuz
Foto: Frank Molter/dpa

Gzuz, Gangsterrapper aus Hamburg und Mitglied der 187 Strassenbande, hat sich mal wieder Ärger mit der Justiz eingefangen. Das Amtsgericht Hamburg erließ am Dienstag Haftbefehl gegen den Musiker, nachdem der Rapper am Morgen nicht zu seiner Gerichtsverhandlung erschienen war.

Polizisten hatten den Angeklagten in keiner seiner beiden Wohnungen in der Hansestadt und einem Vorort von Hamburg angetroffen. Am Dienstagmorgen hatte Gzuz noch ein Video in seiner Instagram-Story gepostet, auf dem er sich über die Spritpreise beschwert.

Als Gzuz gegen Mittag dann doch im Gerichtsgebäude auftauchte, nahmen ihn Polizeibeamte fest. Nach Angaben eines Gerichtssprechers wurde der Haftbefehl dann am Nachmittag außer Vollzug gesetzt. Voraussetzung sei jedoch, dass der Rapper als Kaution 100.000 Euro hinterlege und sich dann dreimal pro Woche bei der Polizei melde. Bis das Geld eingegangen sei, bleibe Gzuz in Untersuchungshaft, sagte der Sprecher.

„187 Strassenbande“: Rapper Gzuz – zwischen Knast und Karriere

Der 31-Jährige ist bereits mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung. Im aktuellen Fall wirft ihm die Staatsanwaltschaft Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Sprengstoff- und das Waffengesetz vor.

Bei einer Hausdurchsuchung im April 2018 wurden in seiner Wohnung 17 Gramm Marihuana, 2,5 Gramm Crystal Meth und Böller gefunden. An Silvester 2018 soll er außerdem mehrfach eine Schreckschusspistole abgefeuert haben, obwohl ihm seit August 2018 das Führen von Waffen aller Art untersagt ist. Die Polizei hatte ermittelt, nachdem der Rapper Videos ins Internet gestellt hatte.

Einen Strafbefehl erhielt Gzuz im Juli 2019, weil er „Heil Hitler“ gerufen hatte. Für Aufsehen sorgte er zudem im Frühjahr 2019, als er gegen das Hamburger Landgericht pinkelte.

Quelle: mit Agenturmaterial von dpa